Tagebuch

Montag 20/21 Tag 137/365

Was für ein Montag … 😳

Der sollte eigentlich ruhig starten. Streß kann ich nicht gebrauchen und doch hatte ich den plötzlich. Na gut. Schwamm drüber. Schließlich hab ich den Laden doch noch gerockt … 😁

Bei Gericht lag die Stellungnahme der Klinik schon vor. Nein, persönlich bräuchte ich nicht erscheinen, es würde reichen, wenn ich den Antrag schriftlich einreiche. Okay, gesagt, getan.

Den Ex noch angerufen und informiert. Die Faxnummer auch noch geschickt, sonst wird das wieder nichts. Auch wenn ich ihm die Nummer nun schon ein paar Mal geschickt habe.

Meine Nachbarin angeklingelt, ob sie heute noch los muss und ob sie das Schreiben mitnehmen würde. Ja, sie würde es dann mitnehmen und einwerfen … 😁

Beim Hausarzt habe ich bis jetzt noch keinen erreicht. Wundert mich auch nicht wirklich. Es ist schließlich Montag … 🙄

Da werde ich mein Glück gleich nochmal versuchen, man kennt das Spiel ja inzwischen.

Minis ambulante Betreuung hat sich am Nachmittag auch noch telefonisch gemeldet. Sie wollte wissen, was nun wird und wie es weiter geht.

Fast nahtlos schloss sich das Telefonat mit Minis Therapeutin aus der Klinik an. Beurlaubungen sind erstmal ausgeschlossen und da sind wir uns einig, Mini muss die Konsequenz ihrers Verhaltens erfahren und aushalten.

Das Gespräch dauerte zwar nur eine viertel Stunde, aber war durchweg gut und entspannt.

Nervig und stressig war vorhin übrigens der Schornsteinfeger … 🙄🤦‍♀️ … Der sorgte mit seiner langen Leitung dafür, das ich mich lang machte, weil ich den Kater festhalten musste, der durch die Tür flüchten wollte … 😳

Bevor der Kater angeschlichen kam, hatte ich dem jungen Mann drei Mal (!) gesagt, das er nach unten muss, weil dort die Heizung sei. Und ja, die Nachbarn seien da, er müsste nur ums Haus rum, weil deren Eingang seitlich liegt.

Und er fasselt was davon, das er den Vermieter kontaktieren muss, wenn der Zugang zur Heizung nicht frei zugänglich sei und BlaBla … 🙈

Na ja, jedenfalls verlor ich das Gleichgewicht, als ich nach dem Kater griff und landete auf dem Hintern. Ich fauchte den Schornsteinfeger an, er solle bitte unten klingeln und warf die Tür zu!

Essen war heute nicht so gut. Ich habe heute Abend einiges nachzuholen … 😁

Ich muss tatsächlich darauf achten, meine Essenszeiten einzuhalten und mich nicht von anderen Sachen oder Tätigkeiten ablenken zu lassen.

Und ich muss den Rhythmus finden, mein Essen schon einen Tag vorher vorzubereiten, das würde es mir auch um einiges leichter machen … 🤔

Na gut, da werde ich nochmal drüber nachdenken.

Aber jetzt geht’s erstmal zum gemütlichen Teil über … 😁

Tagebuch

Ergänzung Sonntag 19/21

Beim gemütlichen Teil des Abends angekommen. Im Fernsehen läuft „Glass“ und ich freu mich auf einen guten Film.

Nebenbei lass ich mir noch Wasser aufkochen, um mir noch den einen oder anderen Cappuccino zu gönnen.

Beim Hantieren mit der Sahne noch den Bestand gecheckt und festgestellt, das ich die Trinkschokolade auffüllen muss. Da hätte ich auch mal wieder Lust drauf. Einen schönen Becher Schokolade mit Sahnehäubchen und Schokosplitter … 😅

Und Eis wird auch knapp. Also beides gleich auf die Einkaufsliste geschrieben.

Ich hatte einen guten Tag und ich bin damit zufrieden. Das, was liegen geblieben war, ist nun auch aufgearbeitet und verschwunden. Es tut gut, unbelastet in die neue Woche zu starten … 😁

In der kommenden Woche werde ich mich um den Reha – Antrag kümmern. Mal sehen, wie lange es da dauern wird, bis sie letztlich genehmigt wird … 🤔

Eigentlich hatte ich ja nicht vor, überhaupt noch mal eine Reha zu beantragen. Das Theater von der letzten Reha und vor allem der Zeitpunkt hatten mir vollkommen gereicht.

Aber … Und da gebe ich dem Arzt recht, ich brauche eine Pause unter Aufsicht und zwar dieses Mal mit dem Schwerpunkt auf die Psyche gelegt. Da hängt es momentan nämlich gewaltig.

Die Akkus sind am Boden und es gibt Sachen, die sich angehäuft haben, die ohne Hilfe nicht zu bewältigen sind. Von daher stell ich mich dem Prozedere erneut und hoffe einfach drauf, das es mit dieser Reha besser laufen wird.

Mein Plan war zwar der, zu warten, bis Mini gut unterbracht ist. Aber da das noch dauern wird und keiner weiß, wie lange noch, ziehe ich das jetzt durch. Ich warte nicht mehr drauf, sondern nehme mir das Recht zu handeln.

Das Telefonat mit Mini war heute erfreulich kurz. Nachdem ich mich gemeldet hatte, fragte sie nur, ob ich noch immer sauer sei. Ich sagte ihr, das ich nicht sauer sei, sei ja ihr Ding solchen Mist abzuziehen und ich ziehe jetzt nur die Konsequenzen. Und schon war das Gespräch beendet.

Tja, so kann es also gehen. Aber sie scheint sich ansonsten gut im Griff zu haben, sonst hätte ich schon die obligatorischen Anrufe bekommen, die bisher ausgeblieben sind. Worüber ich auch ganz dankbar bin.

Und sonst? Och, da gibt es nicht viel zu erzählen. Ich habe derzeit nur Essen und Kondition im Blick, weil mir beides fehlt und beides im Kelleruntergeschoß zu finden ist … 🙄🤦‍♀️

Ganz langsam zahlt sich das Training aus und die Bronchien beruhigen sich. Auch scheint endlich der Entzündungsprozess nachzulassen, der ja für den Spasmus verantwortlich ist.

Manchmal denke ich, wenn ich nicht täglich allein wäre, wäre die Motivation noch mal eine andere sich zu bewegen und/oder etwas zu tun. Das zeigte sich ja auch bei Minis Beurlaubung. Da habe ich mich auch mehr bewegt und mehr gemacht.

Im übrigen auch ein Grund für die Reha. Gruppenzwang und so … 😂😂😂

Neue Projekte oder Vorhaben? Nö. Nichts konkretes oder nichts, was tatsächlich umsetzbar wäre.

Alles zur Zeit nur reine Gedankenspiele. Was aber okay ist. Ich habe genug anderes, was erstmal wichtiger ist. Pflegestufe, Schwerbehindertenausweis und Reha. Und natürlich Gewicht und Kondition.

So und jetzt gibt es noch was zu essen … 😅

Tagebuch

Sonntag 19/21 Tag 136/365

Langsam stellt sich ein anderer Rhythmus ein und es ist okay. Es gefällt mir, das es morgens hell ist. Was mir weniger gefällt sind die Temperaturen. Es ist zu kalt.

Das es schon wieder regnet, na gut. Das jetzt auch nicht so toll, aber notwendig, weil noch immer zu trocken draußen.

Also den dicken Pulli und die dicken Socken wieder anziehen. Passt … 😂😂😂

Streng genommen liegt heute gar nichts an. Es ist schließlich Sonntag … 😁

Aber heute mach ich mal eine Ausnahme. Es gibt noch ein paar Sachen, die auf – und nachgearbeitet werden müssen und das erledige ich in aller Ruhe.

Nebenbei schau ich mir ein paar Filme an und später werde ich auch noch die Nase in ein Buch stecken.

Ich finde, das hört sich nach einem guten Plan an, um den Sonntag zu verleben … 😁

Zeit, sich einen Cappuccino zu holen und sich entspannt zurück zu lehnen … ☕

Tagebuch

Nachtschicht

Ich bin hellwach. Nicht ein Fünkchen an Müdigkeit zu finden. Dabei war ich den ganzen Tag beschäftigt. Natürlich mit vielen Pausen, weil die Luft nicht so will, wie ich das gerne hätte … Dennoch ist mein Haushalt erledigt.

Den Abend habe ich damit verbracht, ein paar Sachen aufzuarbeiten. Normalerweise sorgt diese Tätigkeit für die nötige Bettschwere. Nur nicht heute … 🤔

Egal. Ich habe 10 Minuten darüber nachgedacht, etwas gehadert und jetzt habe ich den, ich weiß nicht wie vielten, Cappu hier stehen und habe die Ärmel hochgekrempelt.

Warte ich halt auf den Schlaf, indem ich mich hier etwas austobe … 😁

Essenstechnisch komme ich jetzt wieder auf 3 Mahlzeiten täglich und regelmäßig. Fortschritt! Und ja, ausbaufähig. Aber alles Step by step.

Ich habe wieder einen „Fahrplan“ eingeführt und esse zu genau festgelegten Zeiten. An guten Tagen gibt es auch schon mal einen oder zwei Snacks dazwischen, was mich immer wieder freut, weil es auch ein Fortschritt ist.

Seit kurzem habe ich auch immer Sahne im Haus. Zum Kochen und um mir auch mal den Cappu damit zu „pimpen“. Oder als Zugabe auf dem Kuchen. Momentan bin ich auf einem Kuchen – Trip. Dabei ist es egal, ob es ein Obstkuchen oder Sahnetorte ist, Hauptsache Kuchen.

Momentan habe ich noch einen Apfelkuchen hier. Mhh … sehr lecker.

Es ist für mich ein gutes Zeichen, das ich wieder „Gelüste“ entwickel, wie eben den Jieper auf Kuchen. Wenn ich nämlich angeschlagen bin oder gar richtig krank, dann habe ich weder Hunger, noch den Wunsch nach besonderen Leckereien.

Inzwischen gelingt es mir ganz gut bei der Essensauswahl die Vorgaben zum Zunehmen zu erfüllen. Viele Kohlenhydrate und viel Eiweiß. Zusätzlich habe ich mir jetzt auch wieder Proteinpulver bestellt, um mir 2x täglich zusätzlich Kalorien zuzuführen. (Das Pulver ist aus dem Sport – Bereich und ich hatte es auch schon mal hier.)

Natürlich ist der „Fahrplan“ noch nicht optimal, da geht noch einiges mehr. Wie eben 2 Zwischenmahlzeiten, da bin ich aber zuversichtlich, das ich diese zum Ende der Woche mit einplanen kann.

Im Rahmen meiner Recherche zum Thema „Zunehmen“ war ich ja recht schnell ernüchtert. Es gibt Millionen Einträge zum gegensätzlichen Thema und haufenweise Pläne, die einem bei der Gewichtsreduktion helfen soll. Aber fragt man nach „Gesund Zunehmen“ ist die Auswahl um einiges geringer und wiederholt sich schnell.

Fast so, als dürfe man nicht Zunehmen. Als wäre es unvorstellbar, das man den Wunsch verspürt, mehr Gewicht mit sich rumzutragen. Aber okay, streng genommen wundert es mich jetzt nicht. Die Reaktionen von der Umwelt sind aussagekräftig genug, wenn man äußert, man sei zu dünn und man möchte gern zunehmen. Unglauben an erster Stelle und dann hört man Sachen wie „man könne ja tragen, was man will!“, „essen was man will ohne an Gewicht zuzulegen!“ und so weiter und so fort.

Das aber dünn sein, nicht immer so gewünscht und gewollt ist, das es auch sehr problematisch sein kann und auch psychisch belastend, das scheint keiner in Betracht zu ziehen.

Und weil ich nicht unbedingt weiter dünn sein will … Ich hol mir ein Stück Kuchen und geh dann schlafen … 😴

Tagebuch

Ergänzung Samstag 19/21

Ich schrieb ja gestern Abend schon, das ich nun die Konsequenzen ziehe, was Minis Verhalten angeht.

Als erstes mal, hat mich dieser Anruf gestern nicht so sehr aufgewühlt, wie die Male zuvor.

Klingt vielleicht blöd, aber man entwickelt Routine darin und stumpft ab. Man hört sich an, was gesagt wird und zieht die Möglichkeiten in Betracht, ob es stimmen kann oder nicht.

Da sie sich in der Klinik befindet, ist sie auch „save“ und für mich nicht mehr zu bekümnern.

Mit jeder Aktion nehmen auch Frust und Ärger darüber ab. Wozu darüber aufregen? Bringt ja nichts.

Bisher war es so, das ich mich nach so einem Ereignis trotzdem Mini zugewandt habe. Auch auf therapeutisches Anraten hin. Schließlich sei ich ja die einzig verlässliche Konstante in ihrem Leben.

Und genau die werde ich ihr jetzt entziehen. Das Telefonat heute morgen dauerte ganze 20 Sekunden, da hatte sie schon aufgelegt. Und das nur, weil ich sie fragte, ob sie mir was zu sagen hat.

Gut, da sie mir nichts zu sagen hatte, legte sie auf und für mich ist das okay. Ich rief auf der Station an und sagte dort Bescheid, das wenn Mini anrufen will, ab sofort nur noch 1x täglich und dann auch nur noch abends.

In der Mail an die Therapeutin schrieb ich klipp und klar, das es keine Beurlaubungen mehr geben wird und ich mich die nächsten 14 Tage in absoluter Distanz zu Mini halten werde. Am liebsten würde ich auch die Telefonkontakte abbrechen, aber das kläre ich noch mit der Therapeutin.

Hört sich hart und herzlos an, ja, dem kann ich sogar zustimmen. Aber für mich erscheint es gerade notwendig genauso zu handeln. Mini die Konsequenz ihres Handelns und Verhaltens ganz deutlich vor Augen zu führen.