Herbstlicher Sonntag …

Grau, Regen und Wind … Da ist es also das schlechte Wetter. Mir egal. Zumindest heute. Heute bleib ich drinnen und erhol mich noch ein bißchen.

Ich habe gut geschlafen, das Fieber hat sich endgültig davon gemacht. Der Schnupfen hat abgenommen und der Husten? Wenn der sich nicht doch noch auswächst, alles gut.

Nachdem ich jetzt so langsam wach werde, frage ich mich, ob ich mich mit einem dieser Themen auseinander setze, die mir quer gehen … 🤔 … Eigentlich habe ich keine Lust drauf. Sie zu ignorieren könnte die Problematik noch verschärfen. Ach, mal sehen, ob mir die Tage ein paar neue Ideen kommen.

Dienstag, nach dem 2. Glas Wein habe ich meinen Besten angerufen. Seine erste Feststellung, „Du hast was getrunken.“, klang überrascht. Der Rest dann nicht mehr. Es fing bei A, wie Arbeit und Arsxxxloch an, ging über Kinder, Liebe, Männer, weiter über Reha, bis zum Z. Meist ruhig hörte der Beste zu. Ließ mich geduldig zu den Dingen, die an mir nagten und mich beschäftigten, alles raus lassen. Nur ein, zweimal brummte er etwas, das sich wie „Typischer Blödsinn von dir!“ anhörte.

Das war wie Sperrmüll, dieses Telefonat. So vieles das plötzlich nicht mehr arg so viel Raum beansprucht. Anderes, das nun getrost weg kann.

Das er mich aber einen Tag später zurückrief und mir das Wort zum Mittwoch verpasste … Na ja, es war okay und notwendig. Manchmal benötige sogar ich den Schlag mit dem Zaunpfahl, um die Dinge wieder richtig zu betrachten. Nee, schön ist es nicht, die Ohren lang gezogen und die Leviten gelesen zu bekommen. Aber ich war dankbar, das er es getan hat. Er ist einer der wenigen, der das, was er sagt auch ehrlich meint und es klar formuliert, auch wenn es unangenehm ist. Dafür ist er mein bester Freund.

Na ja, er hatte bei vielem, was er mir sagte, ja auch recht. Allerdings legte ich ein Veto ein, als er Begriffe wie Zicke und Schmolli verwendete. (Schmolli nennt er mich, wenn ich nicht bekomme, was ich will und deswegen schmolle. Was ich natürlich nicht tue!)

Ich fragte ihn dann, ob es ihm denn nun besser geht, nachdem er mit seiner Rede fertig war. Ja, erstmal. Gut, sagte ich ihm, er hätte mir ja genug um die Ohren gehauen.

Na ja, jetzt aber gibt es erstmal Frühstück und danach lass ich mich überraschen, was mir heute noch zufliegt.

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Warum manche Sachen einfach nicht sein dürfen …

Weil ich es nicht verdient habe. Weil sie mir Angst machen. Weil es leichter ist, daran zu glauben, das etwas sowieso nicht funktioniert. Weil Menschen so furchtbar kompliziert sind. Weil ich so furchtbar kompliziert bin(?).

Weil sowieso alles nie so ist, wie es ist. Weil man überall Haken findet. Oder Haare. Weil die Umstände nicht stimmen. Oder die Zeit. Weil man überfordert ist. Weil man enttäuscht und verletzt werden könnte. Weil man Zweifel hat.

Weil es einfacher ist, sich hinter rationalen Gründen zu verstecken. Weil Gefühle immer unbeherrscht und chaotisch sind. Weil man in seine eigenen Abgründe blickt.

Weil es einfacher ist, andere zu ermutigen, als selbst die Ängste zu überwinden. Weil Schweigen manchmal besser ist, als etwas einzugestehen.

Weil Menschen seltsam sind, Bücher mit sieben Siegeln. Oder man selbst ist ein solches, für andere. Weil man sich nicht einlassen kann. Weil ab einen gewissen Punkt ist alles so … unübersichtlich, gewaltig. Weil einem das Vertrauen und das Zutrauen fehlt.

Weil verstecken einfacher ist, als präsent zu sein. Weil man schon zu oft die Balance verloren hat. Und weil man sowieso nie so kommt, wie man denkt.

Weil sich zu entfernen leichter ist, als aufeinander zuzugehen und damit Fehler einzugestehen. Weil man nicht weiß, was man sagen oder tun soll.

Und zu guter Letzt … Weil, eben. Eine Begründung, die ich mir entliehen habe, weil sie alles erklärt oder auch gar nichts.

Netzfund …

Die schweigende Frau

Sie wird stumm und leise. Verzieht sich in ihre hinterste Ecke der Gefühle um genau jene zu vermeiden, bzw. um zu ihren wirklichen Gefühle zu stehen.

Was sie gerne hat sind Menschen denen es nicht so gut geht,damit sie sich um sie kümmern kann. Darum wirkt sie auch mitfühlend und hilfsbereit, doch ihr Inneres, das wahre Innere verheimlicht sie. Es mag anders scheinen. Weil sie sich eine Offenheit zugelegt hat, die sie vor der wahren Begegnung mit sich selber schützt. Sie hat eine sehr liebe Maske, und ein verständnisvolles Wesen, die Kontrolle die sie braucht… kann sie gut verbergen.

Auch wenn man ihr das nicht ansieht. Denn optisch versteckt sie sich nicht, nein nein sie ist kein Mauerblümchen. Es gibt so eine Welt die sie sich perfekt zurechtgezimmert hat. Vielleicht wirkt sie sogar frei und wild, auf den ersten und zweiten Blick. Doch wenn du ihr zu nahe kommst, dann kann es sein dass du es beginnst zu erfahren. Manchmal lügt sie. Weil sie sich schämt, weil das was sie vielleicht an ihren Eltern so verdammt, jetzt auch sie eingeholt hat.

Doch Lügen sind kein Problem, solange man selber weiss, dass es Lügen sind. Die schweigenden Frauen sagen nicht wirklich was sie ankotzt. Und meist wenn es zu spät ist. Wenn ihr Schweigen explodiert. Sie sagt e nicht zu sich selber, nicht zu ihren Männern und auch nicht zu ihren Freundinnen. Sie glauben oft, sie sind schon weiter als andere, auch wenn sie das nach aussen nicht zeigen würden.

Schweigende Frauen wurde etwas antrainiert, oder sie haben es irgendwann selber gemacht… und zwar wie man zu sein hat. Die lächelnde Fassade versteckt oft so manche neurotische Störung, oder psychische Disbalance. Schweigende Frauen mögen sehr laut und rebellisch wirken, oder gelassen und gütig… doch wenn es um ihr eigenes inneres verletztes Mädchen geht dann handeln sie genau aus diesem heraus wenn sie sich nicht gesehen, nicht wertgeschätzt und nicht gut genug finden.

Sie können kalt werden, kompliziert, sie können nicht wirklich zuhören aber *organisiert* missverstehen. Schweigende Frauen können nicht so gut mit wirklichen Emotionen umgehen, auch nicht mit den eigenen. Doch sehr oft, und da treffen sie sich natürlich auch mit den schweigenden Männern, klagen genau das bei anderen an. Anstatt anzusprechen spielen sie eigene Handlungen herunter, verdrehen dem der ihnen etwas gesagt hat die Worte und glauben sie sind die, die betrogen wurden.

Sie können es nicht über die Lippen bringen.. sie können es ich sagen… hey ich bin eifersüchtig, hey ich bin verletzt, hey ich mag dich einfach nicht mehr, hey ich fühl mich von dir verlassen, hey ich brauch dich nicht mehr, hey ich mag deine Art gerade nicht, hey ich bin grad auf einem Egotrip, ich hab sie viel eigene Probleme n der Backe…. doch genauso schwer ist es für sie dann tiefer zu tauchen.. genau in das alles was sie nicht mögen. Sie richten es dann gegen den anderen, anstatt erfahren zu wollen, wo sie einfach stecken bleiben.

Schweigenden Menschen wurden oft die eigene Grenze entsagt als Kind. Schweigenden Menschen kommen meist aus lauten zerrütteten Familien, oder aus sanften, zurückhaltenden Konstellationen, der fast perfekten Familie.

Wir alle sind diese Schweiger. Wir alle haben einen Punkt an dem wir nicht weiterkönnen und uns im Kreis drehen. Wir alle sind hilflos, wenn es darum geht wahrlich wahrlich zu zuhören und es in uns hinein sinken zu lassen. Es erstmal stehen lassen und damit sein. Es nicht gleich durch dritte „gute Freundinnen“ zu zerstückeln, sondern vielleicht mit einem Therapeuten (langjährige professionelle Psychotherapie Ausbildung und entsprechende Lebensjahre an Erfahrung) reden, weil dort liegen die größten Schätze verborgen.

Da wo der andere mir weh tut, da wo etwas in mir zum Schweigen kommt, da wo mir die Kontrolle genommen wird. Da wo ich mich verletzt fühle… da ist die Wahrheit zuhause, die sich wie ein Schlüssel in meine Hand legt… und da kann das Schweigen uns selber gegenüber aufbrechen und therapeutische Gespräche können einen Wendepunkt bringen. Und ganz oft ist es auch die Zeit, die Reife, die Selbstreflektion. Doch ja .. ich habe den Austausch mit Therapeuten immer gesucht und gebraucht. Weil ich eine Meisterin war, mich als Opfer zu sehen, oder als böse Dämonin und Täterin.

Es geht um die Mischung aus spirituellem Kontex und irdischem Klartext, damit wird das Schweigen immer mehr entmächtigen.

Die Wahrheit zu sagen ist so so schwer, wenn das Gegenüber sie einfach nicht hören kann. Manchmal kann man dann nur weggehen und irgendwann kommt bei einem selber oder beim anderen so ein Moment…. aha… das hat sie gemeint.. oh fuck… ich hab es tatsächlich nicht aufnehmen können. Und ja.. mir tut das oft leid, dass ich diese Fähigkeit noch nicht hatte. Doch so ist das mit dem Leben und dem Wachsen. Es hat alles sein eigenes Tempo. Beten, meditieren, der Heiligkeit jeder Emotion und Regung Raum geben.. und uns selber.. ganz ganz viel, damit auch die anderen ihren Platz einnehmen können.

AVE MARIA

Moksha

Ein Nacht der intensiven Träume und dieser Botschaft.

Reha – Geschichten …

Am Dienstag hatte mir die Dame aus der Anmeldung der Reha – Klinik gesagt, die Aufnahme würde ab Mitte November erfolgen. Was ja zu einem Ausraster meinerseits führte. Unnötig, ja.

Gestern Nacht holte ich einen Umschlag aus dem Briefkasten. Von der Reha – Klinik. Die Neugierde ließ mich den Brief gleich öffnen. Es ist egal, wann man schlechte Nachrichten liest.

Nach dem ersten überfliegen, fragte ich mich, wer hier jetzt wen verarscht. Wie kann man von Mitte November zu Mitte Dezember kommen? … 🤔 … Darauf läuft es nämlich raus. Ich soll am 11. Dezember antanzen und darf am 01. Januar wieder abreißen.

Ähm … Nöö. Ganz einfach. Ich fahre über die Feiertage nicht in eine dämliche Reha – Klinik, damit deren Belegzahlen stimmen. Seh ich aus wie ein Rentner? Allein und einsam? Die können sie gern einbestellen. Ich nicht.

Und es interessiert mich nicht die Bohne, das die Klinik das Krippe und Baum aufstellen übernimmt und sich ein tolles, besinnliches Programm ausgedacht hat, das auch mit einigen Leckerbissen abgerundet werden soll.

Nö, ich reg mich nicht auf. Dazu bin ich viel zu angeschlagen. Ich hab keine Ahnung, was ich damit nun anfange. Oder überhaupt mit der ganzen Sache anfange … 😒 …

Liebes Fieber, komm bitte wieder und drück mich mal fest. Ich möchte raus aus dieser Realität … 😁

Kränkelnd und die Frage, ob man was verpasst hat …

Mittwoch hatte ich so ein doofes Kratzen im Hals und nur kurz dachte ich, och nöö …

Donnerstag war das Kratzen weg und der Schnupfen kam. Abends auf dem Heimweg taten mir alle Knochen weh und ich dachte nur, so lange es nicht wieder auf die Bronchien haut …

Und gestern fragte ich mich, wo und wann ich die Dampflok verpasst hatte, die mich scheinbar überrollt hatte. Der Tag war anstrengend. Der Schnupfen nervt und das Fieber auch.

Ich habe selten Fieber und schon ein Anstieg der Temperatur hat gar seltsame Folgen. In Watte gepackt und langsam im Denken ist da nur ein Vorgeschmack.

Heute fühl ich mich durch die Mangel gedreht. Die Nase ist dicht, der Husten ist erträglich und … Die Luft ist nicht eng.

Dennoch … Gut gehen ist was anderes. Also fahre ich nachher einkaufen und verbringe das restliche Wochenende im Bett und hoffe, den Rotz schnell und unkompliziert wieder los zu werden.

Wundert es mich? Ehrlich gesagt, nöö. Ich habe viel Streß gehabt, emotionaler Art und gerade in den letzten Jahren reagiert mein Körper da zuweilen sehr heftig drauf, indem er mich einfach ausbremst und „kalt“ stellt. (Bei Fieber von kalt zu reden ist schon ironisch … 🤔)

Es gab so einige Begebenheiten diese Woche, wo ich mich fragte, was hier jetzt eigentlich abgeht und was, zum Henker, habe ich verpasst? … 😒🤔

Denn das habe ich ja offensichtlich. Allerdings … Bei einer Begebenheit bin ich mir gar nicht so sicher, ob ich da was verpasst habe, denn es hat gar nichts mit mir zu tun. Auch wenn man in einem Anflug von … 🤔 … egal, was auch immer. Es wurde versucht mir den Schwarzen Peter zuzuschieben, weil sich die Situation nicht so entwickelte wie gedacht, gehofft (?). Keine Ahnung …

Ist aber nicht meins. Und ich weiger mich, den Schwarzen Peter anzunehmen. Ich lass mich nicht dafür verantwortlich machen, das andere zu kindisch sind.

Davon weg … Ich habe genug eigenes Zeug, um das ich mich kümmern muss, da brauch ich keine weiteren komplizierten, undurchsichtigen Sachen.

Zugegeben, es ist schon merkwürdig. Und wenn man, so wie ich es ja bin, neugierig geworden ist, stellt man schon Ungereimtheiten fest und man fragt sich schon, was man verpasst hat.

Aber will ich es wirklich wissen? … 🤔 … Wozu? Ach, ich weiß auch nicht. Ich weiß nur, das ich mich krank fühle und was diese Sache angeht, mich am liebsten verstecken würde, weil ich halt ein kleiner Angsthase bin.

Mir schwirrt der Kopf und ich geh lieber noch etwas schlafen … 😁