Tagebuch

Die „andere“ zu sein …

Zum Geburtstag reinen Tisch machen, das erscheint mir sinnvoll zu sein.

Ja, ich bin eine von den „Anderen“, eine von diesen Frauen, die eine Beziehung (?), Affäre (?), oder wie auch immer man das nennen mag, mit einem Mann hat, der gebunden (?), verpflichtet (?) oder wie auch immer verstrickt ist.

Das ganze hat 2014 angefangen und zieht sich seitdem. Für den einen oder die andere wahrscheinlich ein Schlag in den Magen oder ins Gesicht.

Das ich die andere bin, wußte ich. Von Anfang an und es war mir egal. Wozu mir Gedanken darüber machen?

Die komischen Nachrichten, in denen gefragt wurde, ob es um den selben Mann geht. Was hat diese Frau erwartet? Das ich sage, ja, es ist der selbe Mann? Hätte es was am Sachverhalt geändert? Wohl kaum.

Ob sie weiß, das ich aktuell noch immer diejenige bin? Ist mir egal, denn es ist nicht mein Problem.

Alles was sie über ihn schreibt, entlockt mir nur ein Lächeln. Ich kenne es nur zu gut, die Reden von der Arbeit, der Familie, dem Ruhestand … Ach ja, wie kommt mir das bekannt vor … 🤔

Im Leben gibt es keine Zufälle. Interessiert es mich, ob sie nach ihrem Verdacht, bzw. der Gewissheit damit umgehen kann? Nicht wirklich. Denn sie scheint meine Existenz hervorragend ausgeblendet zu haben.

Sei es drum … Alles hat seine Zeit und alles hat ein Ende, auf die eine oder andere Art.

Tagebuch

Feiertag

Durch meinen Umzug vor drei Jahren komme ich in den Genuß einen weiteren Feiertag zu haben. Für einen Niedersachsen, zudem auch noch ein ehemaliger Angehöriger der evangelischen Glaubensrichtung der pure Wahnsinn … 😁

Der Tag wird heute sinnvoll sinnlos vertan und ich werde jede Minute davon genießen. Keine Arbeit, keine Aufträge und vor allem, kein Kindergarten … 😁

Auf Arbeit hat die eine aus dem Keller seit zwei Wochen permanent schlechte Laune und lässt diese gern freien Lauf. Mich lässt das kalt, genau wie die Kommentare, wenn ich das System für mich und meine Aufgaben beanspruche. Ich muss aufpassen, gestern wäre mir fast entruscht, das, wenn sie doch so viel zu buchen hat, nicht früher kommt oder länger bleibt, um das zu erledigen? Das hätte aber wohl zur totalen Eskalation geführt … 🤔

Na ja, egal. Ich lasse mich nicht von ihr zum Prellbock machen und diene auch nicht weiter als Projektionsfläche ihrer schlechten Laune und Unbehagen. Ich bin freundlich, nett und lächelte alles weg … 😂😂😂 … Was ihr vermutlich auch den Nerv raubt … 😂😂😂

Gestern habe ich mir um halb zwei den Luxus gegönnt und habe Feierabend gemacht. Ich hätte auch schon viel früher gehen können, aber … Ich habe die Zeit genutzt im Lager noch ein paar Sachen umzustellen, was nur geht, wenn Platz und Zeit vorhanden ist. Der 2. Geschäftsführer kam ein paar Mal gucken, sagt aber nichts mehr. Er weiß inzwischen, das es zum Feierabend wie geleckt aussehen wird, auch wenn es erst den Anschein erweckt, als wenn ich so überhaupt gar keinen Plan davon hätte, was ich da mache.

Bei meiner ersten Räumaktion war er fassungslos und völlig irritiert, weil ich hier kramte, dann dort und als nächstes wieder ganz woanders im Gange war. Abends sagte er mir, das er am Morgen nicht geglaubt hat, das abends die Halle aufgeräumt und sauber sein würde, weil ich so eine seltsame Art hätte zu arbeiten. Ich grinste ihn damals an und sagte nur, das es aber auch nur für Außenstehende danach aussieht und ich selber aber genau weiß, was ich mache. Es darf mir nur keiner ins Handwerk pfuschen oder von mir großartige Erklärungen erwarten. Seitdem sagt er nichts mehr und lässt mich machen. Ich informiere ihn natürlich von größeren Sachen und lasse mir diese auch absegnen, was eigentlich nur proforma geschieht. Der Oberguru sagt schon lange nichts mehr, ein Zeichen, das es nichts zu bemeckern oder zu verbessern gibt. Wenn er tatsächlich mal Fragen stellt oder etwas bemängelt, ist es eher proforma oder nicht wirklich ernst gemeint. Er scheint zufrieden, das das zuvor herrschende Chaos nicht mehr existiert.

War auch kein einfacher Job, ganz ehrlich. Als ich diese Aufgabe übernahm, hatte ich lediglich ein kleines Grundlagenwissen und habe einen Sumpf an Artikeln übernommen, die nur teilweise mit Nummern versehen waren. Dazu kamen Unmengen von ungeklärten Sachen. Inzwischen gibt es keinen Artikel mehr, der nicht beschriftet oder gekennzeichnet ist. Es gibt eine Bestandsliste in der alles erfasst und vermerkt ist, wo es zu finden ist. Vorher hat man sich nämlich doof und dusselig gesucht. Mitunter über Stunden. Zudem ist es auch nicht mehr so, das alles in der gesamten Halle verstreut ist. Bis auf 2, 3 Sachen ist jetzt alles auf einen bestimmten Platz konzentriert.

Wenn ich also schlagartig ausfalle, kann sofort einer den Job übernehmen ohne lange suchen zu müssen oder an der Aufgabe zu verzweifeln. Damit wäre mein Ziel also erreicht.

Mit wenig Einsatz und Aufwand ist dieser Status sogar zu halten. Dafür, daß man mir sagte, das es unmöglich sei, dort ein funktioniertdes System zu installieren, läuft genau dieses ziemlich gut. Es hat sicher noch irgendwo Schwächen, zum Beispiel die Zeit und den Aufwand es zu pflegen. Dennoch glaube ich, das es günstiger ist, diese Zeit zu investieren, als Zeit dafür zu bezahlen, das irgendetwas gesucht werden muss.

An anderer Stelle sieht man das wohl anders, denke ich. Manche Aussagen und Kommentare lassen es zumindest vermuten. Was für mich manchmal schwer auszuhalten ist. Ich mache das da ja nicht, um Stunden für mich herauszuschinden, sondern darum, diesen Bereich effizient zu gestalten. Es ist auch unfair, wenn man mit diesen Aussagen konfrontiert wird, weil man mir nämlich sagt, wie ich es anders oder besser hätte machen können.

Es wird demnächst Thema werden. Ich möchte keine Parade oder so, aber ich möchte schon eine Anerkennung für das, was ich da geleistet habe.

Und sonst? Na ja, mein Geburtstag steht vor der Tür und ab morgen kann ich die Tage zählen. Was ich früher, als Kind und Jugendliche auch gemacht habe. Komisch. Ich habe mich immer gefreut und doch war dieser Tag nie wirklich ein Ereignis, so wie bei anderen. Ja, ich bekam etwas geschenkt, es gab eine Karte, Kaffee und Kuchen mit der Familie. Aber keine wirkliche Feier oder Party. Und doch war er mir wichtig dieser Tag, auch wenn die Gratulation meist kurz und knapp war.

Später wurde er unwichtig. Ich machte nichts an diesem Tag, lud lediglich die Schwiegereltern ein und ein paar Freunde und gut war es. Zweimal war ich jetzt zuletzt zu meinem Geburtstag auf Reisen. Das war … Es hat mich sehr berührt und glücklich gemacht.

Dieses Jahr habe ich das abgesagt und verzichte darauf, auch wenn mir das ziemlich … Es ist nicht wirklich einfach und ich bin auch nicht wirklich davon überzeugt, das es richtig ist. Aber letztes Jahr hat mich genau das emotional völlig aus der Bahn gekippt und fast in den Abgrund geführt. Das will ich nicht nochmal. Für mich war es halt anders, als für meine Begleitung und damit komme ich halt nicht klar.

Ich habe hinter dieses Thema einen Punkt gesetzt. Ich verstehe und akzeptiere die Ansichtungen und Entscheidungen der anderen Seite, was aber nicht bedeutet, das ich damit konform gehe oder es emotional auf die Reihe bringe. Vielleicht kann ich es irgendwann.

Garstiges Thema … Es wird Zeit für Ablenkung.

Tagebuch

Rückführung

Das Thema beschäftigt den Junior. Gestern rief mich sein Bezugsbetreuer an, zum einen wollte er von mir wissen, wie das Wochenende war und … Er erzählte, das Junior das Gespräch über die Rückführung wohl einen Motivationsschub verpasst hat. Es sei, als hätte dies einen Schalter umgelegt. Sogar in der Schule ist das aufgefallen. Seine Einträge sind von okay zu gut mit Smiley aufgestiegen.

Es war nie ein Thema, weder für mich, noch ür meinen Ex, das der Junior nicht wieder zu einem von uns zurück soll. Er sollte sich in der Wohngruppe erstmal stabilisieren und den Konflikt überwinden, zwischen einen von uns wählen zu müssen.

Im nächsten Hilfeplangespräch wird die Rückführung dann zum Thema und es wird besprochen, wie und mit welchen Schritten das nun in Angriff genommen wird.

Ich flippe jetzt nicht gleich aus … 😂😂😂 … Ich bin mir zum einen bewusst, das dieser Prozess mindestens ein Jahr dauern kann und zum anderen, müssen alle Beteiligten die Entscheidung tragen und stützen.

Zudem muss man sich auch ganz klar vor Augen führen, das dann ein Junge von 15 in den Haushalt kommt, der mitten in der Pubertät stehen und dessen Entwicklung auf Ablagerung stehen wird. Außerdem ist es mein Junior und ich kenn ihn … 😂😂😂 … Friede, Freude, Eierkuchen wird es da nicht 24 Stunden lang geben.

Dennoch, ich bin glücklich, das dies Thema nun endlich angegangen wird. Zeigt es doch, das der Junior inzwischen soweit ist … 😊

Neben den vielen tollen Sachen und Neuigkeiten, gab es aber auch eine Hiobsbotschaft. Der Junior hat ja von je her ein gespaltenes Verhältnis zu Glas … 😒 … Er hat es also auch dort geschafft, eine Scheibe kaputt zu machen. Er ist zwar schon zu diversen Diensten verdonnert worden, aber das wird natürlich nicht den Schaden abarbeiten. Na ja, ich sagte, das wäre nun wirklich kein Problem, dafür habe ich ja die Versicherung und hörte ein erleichtertes Aufatmen am Ende der Leitung.

Heute werde ich mal versuchen, den Ex zu erreichen, um das Thema mit ihm durchzusprechen.  Es ist immer wichtig, das er auch am selben Strang zieht. GsD hat er das ja inzwischen eingesehen und boykottiert das nicht mehr.

Und sonst? Bin ich gespannt, ob die Welt es heute schafft, mich zu überraschen … 🤔 …

Tagebuch

Was man den Tag über so treibt …

Natürlich arbeiten … 😂😂😂 … Scherz am Rande. Aber was treibt man so auf der Arbeit, außer seinem Geschäft nachgehen?

Ich finde es momentan extrem spannend, die Leute um mich herum zu beobachten, aus den Augenwinkel heraus. Das allein bringt schon einen Heidenspaß … 😁 … Noch mehr Freude bereitet es mir, für alles und jeden ein offenes Ohr zu haben, immer freundlich, immer mitfühlend und dann … Mach ich so gar nicht das, was der Gegenüber so erwartet … 😎

Und sonst? Na ja, es ist einerlei, mit was ich die Stunden fülle, für das, was zu tun ist, sind es zu wenig. Aber auch das stört mich nicht mehr. Ich mache meine 6 Stunden und verschwinde dann. Meistens zumindest. Öfters allerdings bleibt ich eine halbe Stunde, Stunde länger, natürlich werden diese fein säuberlich vermerkt und quittiert . Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich ja drüber schmunzeln.

Was soll’s, es gibt halt Dinge, die sich nicht ändern. Und das ist eben so eines. Aber es schockiert mich nicht mehr und aufregen? Och nöö … Dazu ist mir meine Zeit zu schade und zu kostbar. Und das demonstriere ich auch auf der Arbeit, was zu reichlich Unsicherheit und Verwirrung führt. Natürlich auch zu Fragen. Meine Antworten sind aber wohl auch nicht das, was man hören will, denn die Ratlosigkeit steht den Frager ins Gesicht geschrieben.

Auch das ist mir egal. Mir geht es gut, ich fühl mich gut und es interessiert mich nicht, wie ich oder mein Verhalten auf andere wirkt oder was sie sich dabei denken. Und ich werde den Teufel tun, dies zu ändern … 😂😂😂

 

 

Uncategorized

Auf ein Neues

Eine kurze Woche liegt vor mir. Na ja, fast. Es ist zwar noch ein Feiertag drin enthalten und diesen brauch ich auch nicht im Nebenjob zu arbeiten. Dennoch … Kurze Woche haben immer den Beigeschmack von komprimierter Arbeit. Ich will mich nicht beschweren, momentan ist der Kunde ruhig und pflegeleicht. Ich habe keinen Streß und die Lieferung der letzten Woche ist beides schon verstaut.

Minis Bearbeiterin vom Jugendamt wechselt zum Juni in einen anderen Fachbereich. Das hat mich schon etwas traurig gemacht. Sie betreut Mini, später kamen in der Trennung steht die beiden anderen dazu, seit 5 Jahren. Das ist schon eine lange Zeit. Heute geht die Kleinigkeit auf die Reise. Ich habe ihr etwas Schokolade und eine doch persönliche Karte fertig gemacht. Ich konnte nie etwas negatives über das Jugendamt sagen. Unsere Bearbeiterin und die Kollegen, die ich kennen gelernt hatte, waren stets erreichbar und bemüht, zum Wohl des Kindes zu handeln und zu entscheiden, auch mal unbürokratisch ohne lange Prüfung. Die neue werde ich im August persönlich kennen lernen, da ist nämlich der Termin zum Hilfeplangespräch.

Ich bereite mich innerlich auf meinen Geburtstag vor. Ist ja nicht mehr lange hin und dann werde ich tatsächlich 44 sein … Das fühlt sich seltsam an. Ich fühl mich bei weitem nicht wie Ü40. Im Urlaub mach ich mir Gedanken darüber, was ich nun weiter mit dem Leben anstellen werde. Ich habe nicht den Luxus wie mein bester Freund und kann mir dazu 13 Jahre Zeit lassen … 😂😂😂

Dieses Jahr bleibe ich wohl zu Hause an diesem Tag. Feiern werde ich sowieso nicht, das ist mir schon von je her zu lästig. Treffen mit lieben Menschen, ja. Aber großartig feiern mit Familie und Freunden? Lieber nicht … Obwohl … 🤔 … Da sich meine Familie so minimiert hat und ich zu vielen gar keinen Kontakt mehr habe, wäre das ein schönes Treffen … 😁

Egal, den Urlaub werde ich mich pflegen und nichts tun, was ich nicht muß. Essen, schlafen und lesen. Das sind die Hauptpunkte auf meiner Liste. Vor allem Essen. Wird wohl ein ewiges Thema bleiben … 😱

Es fühlt sich noch sehr seltsam an, hier zu schreiben. Ich fühl mich noch fremd und etwas unbehaglich. Na ja, das wird sich wohl geben. Hoffe ich …

Es scheint nur eine Veränderung von vielen zu sein, die ins Haus stehen. Und ich versuche mir zu sagen, das es alles irgendwie schon richtig läuft.