Tagebuch

Feiertag

Durch meinen Umzug vor drei Jahren komme ich in den Genuß einen weiteren Feiertag zu haben. Für einen Niedersachsen, zudem auch noch ein ehemaliger Angehöriger der evangelischen Glaubensrichtung der pure Wahnsinn … 😁

Der Tag wird heute sinnvoll sinnlos vertan und ich werde jede Minute davon genießen. Keine Arbeit, keine Aufträge und vor allem, kein Kindergarten … 😁

Auf Arbeit hat die eine aus dem Keller seit zwei Wochen permanent schlechte Laune und lässt diese gern freien Lauf. Mich lässt das kalt, genau wie die Kommentare, wenn ich das System für mich und meine Aufgaben beanspruche. Ich muss aufpassen, gestern wäre mir fast entruscht, das, wenn sie doch so viel zu buchen hat, nicht früher kommt oder länger bleibt, um das zu erledigen? Das hätte aber wohl zur totalen Eskalation geführt … 🤔

Na ja, egal. Ich lasse mich nicht von ihr zum Prellbock machen und diene auch nicht weiter als Projektionsfläche ihrer schlechten Laune und Unbehagen. Ich bin freundlich, nett und lächelte alles weg … 😂😂😂 … Was ihr vermutlich auch den Nerv raubt … 😂😂😂

Gestern habe ich mir um halb zwei den Luxus gegönnt und habe Feierabend gemacht. Ich hätte auch schon viel früher gehen können, aber … Ich habe die Zeit genutzt im Lager noch ein paar Sachen umzustellen, was nur geht, wenn Platz und Zeit vorhanden ist. Der 2. Geschäftsführer kam ein paar Mal gucken, sagt aber nichts mehr. Er weiß inzwischen, das es zum Feierabend wie geleckt aussehen wird, auch wenn es erst den Anschein erweckt, als wenn ich so überhaupt gar keinen Plan davon hätte, was ich da mache.

Bei meiner ersten Räumaktion war er fassungslos und völlig irritiert, weil ich hier kramte, dann dort und als nächstes wieder ganz woanders im Gange war. Abends sagte er mir, das er am Morgen nicht geglaubt hat, das abends die Halle aufgeräumt und sauber sein würde, weil ich so eine seltsame Art hätte zu arbeiten. Ich grinste ihn damals an und sagte nur, das es aber auch nur für Außenstehende danach aussieht und ich selber aber genau weiß, was ich mache. Es darf mir nur keiner ins Handwerk pfuschen oder von mir großartige Erklärungen erwarten. Seitdem sagt er nichts mehr und lässt mich machen. Ich informiere ihn natürlich von größeren Sachen und lasse mir diese auch absegnen, was eigentlich nur proforma geschieht. Der Oberguru sagt schon lange nichts mehr, ein Zeichen, das es nichts zu bemeckern oder zu verbessern gibt. Wenn er tatsächlich mal Fragen stellt oder etwas bemängelt, ist es eher proforma oder nicht wirklich ernst gemeint. Er scheint zufrieden, das das zuvor herrschende Chaos nicht mehr existiert.

War auch kein einfacher Job, ganz ehrlich. Als ich diese Aufgabe übernahm, hatte ich lediglich ein kleines Grundlagenwissen und habe einen Sumpf an Artikeln übernommen, die nur teilweise mit Nummern versehen waren. Dazu kamen Unmengen von ungeklärten Sachen. Inzwischen gibt es keinen Artikel mehr, der nicht beschriftet oder gekennzeichnet ist. Es gibt eine Bestandsliste in der alles erfasst und vermerkt ist, wo es zu finden ist. Vorher hat man sich nämlich doof und dusselig gesucht. Mitunter über Stunden. Zudem ist es auch nicht mehr so, das alles in der gesamten Halle verstreut ist. Bis auf 2, 3 Sachen ist jetzt alles auf einen bestimmten Platz konzentriert.

Wenn ich also schlagartig ausfalle, kann sofort einer den Job übernehmen ohne lange suchen zu müssen oder an der Aufgabe zu verzweifeln. Damit wäre mein Ziel also erreicht.

Mit wenig Einsatz und Aufwand ist dieser Status sogar zu halten. Dafür, daß man mir sagte, das es unmöglich sei, dort ein funktioniertdes System zu installieren, läuft genau dieses ziemlich gut. Es hat sicher noch irgendwo Schwächen, zum Beispiel die Zeit und den Aufwand es zu pflegen. Dennoch glaube ich, das es günstiger ist, diese Zeit zu investieren, als Zeit dafür zu bezahlen, das irgendetwas gesucht werden muss.

An anderer Stelle sieht man das wohl anders, denke ich. Manche Aussagen und Kommentare lassen es zumindest vermuten. Was für mich manchmal schwer auszuhalten ist. Ich mache das da ja nicht, um Stunden für mich herauszuschinden, sondern darum, diesen Bereich effizient zu gestalten. Es ist auch unfair, wenn man mit diesen Aussagen konfrontiert wird, weil man mir nämlich sagt, wie ich es anders oder besser hätte machen können.

Es wird demnächst Thema werden. Ich möchte keine Parade oder so, aber ich möchte schon eine Anerkennung für das, was ich da geleistet habe.

Und sonst? Na ja, mein Geburtstag steht vor der Tür und ab morgen kann ich die Tage zählen. Was ich früher, als Kind und Jugendliche auch gemacht habe. Komisch. Ich habe mich immer gefreut und doch war dieser Tag nie wirklich ein Ereignis, so wie bei anderen. Ja, ich bekam etwas geschenkt, es gab eine Karte, Kaffee und Kuchen mit der Familie. Aber keine wirkliche Feier oder Party. Und doch war er mir wichtig dieser Tag, auch wenn die Gratulation meist kurz und knapp war.

Später wurde er unwichtig. Ich machte nichts an diesem Tag, lud lediglich die Schwiegereltern ein und ein paar Freunde und gut war es. Zweimal war ich jetzt zuletzt zu meinem Geburtstag auf Reisen. Das war … Es hat mich sehr berührt und glücklich gemacht.

Dieses Jahr habe ich das abgesagt und verzichte darauf, auch wenn mir das ziemlich … Es ist nicht wirklich einfach und ich bin auch nicht wirklich davon überzeugt, das es richtig ist. Aber letztes Jahr hat mich genau das emotional völlig aus der Bahn gekippt und fast in den Abgrund geführt. Das will ich nicht nochmal. Für mich war es halt anders, als für meine Begleitung und damit komme ich halt nicht klar.

Ich habe hinter dieses Thema einen Punkt gesetzt. Ich verstehe und akzeptiere die Ansichtungen und Entscheidungen der anderen Seite, was aber nicht bedeutet, das ich damit konform gehe oder es emotional auf die Reihe bringe. Vielleicht kann ich es irgendwann.

Garstiges Thema … Es wird Zeit für Ablenkung.

2 Kommentare zu „Feiertag

  1. Geh in die Sonne und genieße den Tag!
    Im ersten Teil habe ich mich selbst wiedererkannt. So ging es mir in der Druckerei. Ich weiß, warum ich dich mag.

    Liken

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