Tagebuch

Neid …

Etwas, von dem ich mich im großen und ganzen frei sprechen kann. Neidisch zu sein oder Neid zu empfinden. Schon gar nicht so ätzend und tief greifend, das man nicht mehr klar denken kann und völlig auf das Ding der Begierde fokussiert ist.

Als Kind war ich neidisch. Auf die schmalen, zarten Mädchen mit den blonden Haaren. Die, die von allen gemocht und hofiert wurden. Und wenn sie dann auch noch zum Ballett gingen … 😂😂😂 … Da war mein Trauma perfekt. Meine erste Freundin aus der ersten Klasse hieß Anke. Und Anke war … Na? Wer möchte raten? 😂😂😂 … Vollkommen richtig. Anke hatte alles, was ich wollte. Nebst einem schönen Prinzessinnen – Zimmer und einer Mama, die immer zu Hause war.

Nach zwei Jahren war das auch vorbei. Zum einen durch einen Schulwechsel und zum anderen? Anke war ein widerlicher, kleiner blonder Engel … 😂😂😂

Später war ich froh, nicht blond zu sein. Blondinen – Witze kommen nicht von ungefähr, wie ich feststellen konnte. Womit ich nicht sagen will, das alle Blondinen intelligenzbehindert sind. Nein, es gibt sie auch in schlau.

Brrr … zurück zum Thema. Neid. Das hat mich heute beschäftigt. Bin ich neidisch? Und wenn, wann und weswegen?

Manchmal denke ich, ja, das hätte ich auch gerne oder da wäre ich auch gern. Aber das mich deswegen der Neid auffrißt, weil Kollege XY mehr verdient oder Frau ABC nach Bali zum Urlaub reist? Nö. Überhaupt nicht.

Liegt wohl daran, das ich weiß, das Kollege XY viel mehr arbeiten, ständig erreichbar sein muss und zudem ein übles Maß an Verantwortung trägt und Frau ABC ein Jahr lang für den Urlaub gespart hat.

Ich könnte also auch, wenn ich wollte. Von daher von Neid keine Spur.

Neidisch auf das Eigenheim der Nachbarn oder deren tolle Beziehung? Nun, er ist im Außendienst tätig und wenn er mal zu Hause ist, ist er im Garten oder beim Nachbarn und sie? Gelangweilte, gefrustete Hausfrau mit ausgeprägten Putz-Fimmel … (Kein Witz, sie reinigt alle 2 Wochen ihre Biotonne mit Hochdruckreiniger und Desinfektionszeug … 😱)

Auch nichts, worauf man neidisch sein müsste.

Ich habe festgestellt, das Leute, die neidisch sind, lediglich von dem Wunschobjekt besessen sind und es nur darum geht, genau DAS zu haben. Es dem anderen nicht zu gönnen, weil es einem scheinbar ungerechtfertigt vorenthalten und dafür einem anderen ungerechtfertigt zuteil wird.

Gespräche sind schwer mit ihnen zu führen und mit Vernunft braucht man es gar nicht erst versuchen … 😂😂😂 … Beispiel der Kollege XY. Würde man mit oben genannten Argumenten kommen, würde man vermutlich zu hören bekommen, der sitzt den ganzen Tag nur rum und trinkt Kaffee. Der ist schon wieder rauchen. Was macht der eigentlich den ganzen Tag? … 🤔 …

Okay … Dann ist das halt so. Was soll man dazu auch sagen?

Zugegeben, ich bin froh nicht neidisch zu sein. Für manche Sachen ist der Preis einfach zu hoch. Andere sind der Mühe einfach nicht wert. Und natürlich geht immer mehr, aber braucht man dieses mehr?

Ach ja … dumme Gedanken zum Vollmond …

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14 Kommentare zu „Neid …

  1. Ich finde, es gibt guten und schlechten Neid. Das hätte ich auch gern -> guter Neid. Das gönn ich dem aber nicht -> schlechter Neid. Aber so ähnlich haben Sie es ja oben beschrieben. Und ja – guten Neid kenne ich. Schlechter Neid ist mir wesensfremd.

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