Tagebuch

Das „Richtige“ tun …

Das richtige zu tun ist dadurch erleichtert, das es gesellschaftliche Normen, Gesetze und zwischenmenschlich, tolerierte Verhaltensweisen gibt.

Das richtige für sich zu tun, kann mit ersterem und letzteren kollidieren. Das Gesetz nehme ich mal aus der Betrachtung heraus. Erwähnte es auch nur der Vollständigkeit halber.

Die Motivation, das richtige zu tun, können ebenfalls vielfältig sein. Angefangen darüber, immer hübsch angepasst zu sein in dem Rahmen, in dem man lebt. Perfektionismus ist auch davon geprägt, es richtig zu machen, halt perfekt. Anerkennung und Lob dafür zu erhalten. Kurz, positive Bestätigung dafür zu erhalten.

Und dann gibt es da noch die Sache mit dem „Fühlen“. Das innere Barometer sagt einem, ob sich etwas „richtig“ anfühlt oder ob etwas nicht stimmt an der Situation, dem Menschen.

Spannend wird es, wenn man etwas tut, um sein inneres Barometer wieder in den grünen Bereich zu bringen, was im außen und von anderen Menschen weder verstanden, noch nachvollzogen werden kann. Oder schlimmstenfalls Bewunderung mit sich bringt.

Es scheint sehr einfach zu sein, „da draußen“ alles richtig zu machen. So lange es an die jeweiligen Rahmen der Gesellschaft angepasst ist oder aber zum Nutzen und Wohl eben jener ist.

Wenn der Grundsatz auf diese einfache Aussage reduziert wird, wie Gesellschaft funktioniert, offenbart sich auch das Haar in der Suppe. Denn viele Dinge, die gerade in unserer Gesellschaft passieren, sind eben nicht zum Nutzen und Wohl aller ausgerichtet, sondern auf kleinere Gruppen beschränkt, die davon profitieren.

Führt dann auch zu der Frage, „Was“ in der Gesellschaft als richtig angesehen wird und vor allem „Wer“ das letztlich festlegt. Viel von dem, was einem als „richtig“ verkauft wird, ist eher eine grandiose Manipulation der Massen, um die Interessen einiger weniger zu wahren und durchzusetzen.

Bäh … furchtbares Thema. Denn es führt dazu, das man ein weit verbreitetes Phänomen aufdeckt. Einer, eher der Verbund einiger weniger, diktiert das „Richtig“ in der Gesellschaft und definiert auch sehr genau das „Falsch“ und die große Masse folgt freudig und ohne es je weiter zu hinterfragen. Es scheint fast so, als wären Menschen froh und glücklich darüber, ihre „Verantwortung“ abgeben zu können. Fast so, als wäre es ein lästiges Anhängsel, das man los werden muss.

Und genau dieses Vorgehen, zeigt sich nicht nur im Großen, sondern auch schon in kleinen Konstrukten, wie zum Beispiel, Beziehungen.

Woher kommt das? Warum geben Menschen ihre Verantwortung für ihr Leben und Wohlergehen ab, ohne es jemals zu hinterfragen? Warum verbleiben sie in diesem Status und jammern und heulen lieber rum, als das zu tun, was wirklich „richtig“ wäre? Weil es einfacher ist? Bequemer?

Und warum, zum Henker, macht man mir das zum Vorwurf, wenn ich kurzfristig das Bedürfnis habe, die Verantwortung abzugeben?

Weil es nicht „richtig“ ist?

Egal … Wenn man sich dafür entscheidet, das „richtige“ zu tun, im Einklang mit dem, was im Außen „erlaubt“ und „akzeptiert“ wird und dem, was im Inneren für einen als „Wohlfühlbereich“ gilt, trifft man auch Entscheidungen, die Einfluss auf das Leben anderer haben.

Manchmal still und leise. Manches Mal mit der Keule in der Hand, um anderen die Augen zu öffnen oder sich selbst abzugrenzen.

Und manches Mal hätte ich gern ein Eis und eine Schaukel … Denn „Erwachsen“ zu sein macht mich so müde …

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Aufgeweckt …

Es lebe der verkorkste Schlafrythmus. Na ja, ist wohl der Preis den man zu bezahlen hat, wenn man sich den Luxus gönnt, tagsüber zu schlafen.

Stört mich inzwischen kaum noch. Diese Phasen gab es und wird es auch immer mal wieder geben.

Zudem kommt es mir eh entgegen. Ich bin vom Typ her weit von der Eule entfernt und kann meine Zeit schon nutzen.

Diese Woche ist nichts außergewöhnliches geplant … 😂😂😂 … Zumindest nichts, von dem ich schon Kenntnis hätte. Eine Reinigungsaktion steht an.

Zugegeben, nötig ist die Sache. Schon länger. Jetzt also … Und wieder erwischt es mich … 😂😂😂 …

Schon einmal wurde ich zu einer solchen Aufgabe verdonnert und zog schon einmal die A – Karte, weil der andere durch einen Unfall gar nichts mehr mit Höhe machen konnte.

Und ich? Ich meide Höhe. Mir wird schlecht und im schlimmsten Fall werde ich einfach stocksteif. Dann geht gar nichts mehr … 😂😂😂

Letztes Mal habe ich mich überwunden, weil es gemacht werden musste und so werde ich es auch dieses Mal sehen. Aber gern mache ich es nicht.

Ich lass mich überraschen, was noch kommen wird.

Tagebuch

Zutrauen …

Man soll beizeiten seine „Komfort -Zone“ verlassen und auch mal Dinge tun, die man sonst nicht tun würde. Oder sich nicht zutraut.

Zutrauen … Da hängt es bei mir ja auch manchmal. Was wohl eher an dem Hasenfuß in mir liegt, der alle jenseits seiner „gutbürgerlichen“ Vorstellung liegende Ideen, als völlig verrückt abstempelt. Interessanterweise hat der Hasenfuß auch immer sofort die passenden Argumente „Warum“ man dieses und jenes doch lieber nicht machen sollte. Meist sind es wahre Horrorbilder und Geschichten, die er da projeziert.

Nun, der Hasenfuß hat seine Berechtigung, ohne Frage. Oft waren seine Vetos auch berechtigt. Dennoch … Er schränkt mich zuweilen noch immer ein.

Ich könnte nicht erklären, was und warum ich gerade jetzt am Wochenende, eher nebenbei, als wirklich bewusst, zu dem Entschluss gekommen bin, den Hasenfuß wieder auf seine normale Größe zu bringen.

Mich also entschlossen habe, mich diversen Ängsten zu stellen und so aufzuarbeiten.

Auslöser dafür war die Idee, einen Städtetrip zu unternehmen. Drei Tage in einer Stadt nach Wahl, mit selbst ausgesuchten Programm zu einem erschwinglichen Preis.

Angebote gibt es dazu genug. Und warum eigentlich nicht? Auf was soll ich warten? Darauf, das ich die Zeit dazu habe? Die passende Begleitung? Genug Geld gespart habe?

Pfff … Zeit kann man sich nehmen. Das wäre ein für mich wichtiger Grund, mir ein langes Wochenende zu organisieren. Würde übrigens recht fix funktionieren … 😎

Geld? … Oh, man … Wenn ich darauf warte, bis ich genug auf der hohen Kante habe, wird garantiert wieder etwas anderes kommen. Und sich Geld zu beschaffen, stellt jetzt auch keine Herausforderung mehr dar.

Letztlich der Punkt der Begleitung ist schwierig. Es ist schon sehr lange her, das ich mich allein in solch ein Abenteuer gestürzt habe … 🤔 … Und das macht schon etwas Unbehagen. Allein, in ein fremdes Land?

Der Hase bekam in Anbetracht dieser Vorstellung schon einen Herzinfarkt … 😂😂😂 … Die Bilder, dementsprechend. Verunglückt im Ausland, beraubt, verschleppt … All das zeigte er mir.

Und doch … Trotz Herzklopfen, schob sich der Trotzmund vor und ich hörte mich innerlich sagen „Und? Das kann, muss aber nicht passieren!“

Und um den Hasen in den Wahnsinn zu treiben, setzte ich dem Vorhaben noch die Krone auf, indem ich mich dazu entschied, das Ziel mit dem Flugzeug zu erreichen … 😎

Seitdem rennt der Hase jammernd und klagend durch das Innere und ich habe, trotz des Herzklopfens und dem trockenen Mund, diebisches Freude daran.

Das Ziel habe ich schon. Nächste Woche werde ich sehen, wann ich es umsetzen kann … 😁

Ich werde fliegen … 😁 … Und ich werde allein reisen … 😂😂😂 …

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Netzfund …

SOMMERNÄCHTE

Ich schau dich an und warte.
Ich warte dass du mir erlaubst
dir zu begegnen. Ich warte
dass du dir erlaubst dir zu
begegnen, damit wir uns
begegnen können.

Ich atme dich, fühle deine
Haut, lausche deinem Herz-
schlag und hör deinen
Gedanken zu. Sie laufen,
sie rennen. Sie drehen sich
und kreisen sich.

Ich bleib. Beobachte deine
Mauer und auch die Angst
vor Liebe. Warum ich das
weiss, oder sehe, oder fühle
weil ich die Vibration erkenne.
Wir alle haben Angst vor ihr.
Der Liebe.

Ich schau dich an und warte
bis du mich dich küssen lässt,
und diesen Kuss fühlst. Nicht
nur Lippen. .sondern die meinen,
auf deinen. Und es kommen lässt.
Das Zarte. Ich leg meine Hand auf
dein Herz. Unter ihr fühl ich den
Panzer, den goldenen Käfig.

Ich bleib. Beobachte mich.
Was es mit mir macht. Dass ich
dir nicht wirklich begegnen darf.
ich überlege ob mir dein Körper
genügt, deine Sexualität. Ob
es mir reicht, dass du in mich
eindringst. Ob es mir genügt,
dass zwei Körper sich begegnen
namenlos.

Ich leg die Hand auf mein Herz.
Und fühle Traurigkeit. Meine,
vielleicht auch deine ein bisschen
mit dazu. Ein Teil wünscht sich,
dass es genügt. Ein andere Teil
will sehen und gesehen werden.
Erfahren und erfahren werden.
In Hingabe. In Transperenz.
In Zärtlichkeit und auch
Wildheit.

Ich bleib. Es geht nicht darum,
was ich dir wert bin. Es geht
darum was ich mir wert bin.
Ich lausche meiner Zerissenheit.
Meiner Sehnsucht und meiner
Ganzheit. Ich lausche deinen
Stimmen, die dich wegtragen,
hinaus aus diesem Moment
der Intimität aus der Möglichkeit
dass wir uns zeigen.

Ich schau dein schönes Gesicht an.
Doch weiter lässt du mich nicht
blicken. Die Angst legt sich leise
auf unser beider Herz…. und
erzählt etwas von einer
Chance.

Ich bleib.
Bei mir.

By Moksha Devi

Tagebuch

Entschleunigung …

Kann man das Leben, den Moment entschleunigen? Auf die Bremse treten? Einen Schritt aus dem Strom heraus machen?

Ist Zeit eine bewuste Wahrnehmung oder etwas, was einfach so passiert? Und warum war Zeit so lang, als man noch Kind, Schüler und Heranwachsender war? Wann hat man den Schlüssel zur „Ewigkeit“ verloren?

Dreht sich die Welt schneller oder ist es das Leben um einen herum, das sich beschleunigt hat? Geht dabei nicht der Blick aufs Wesentliche verloren?

Machen wir nicht alles und erleben trotzdem nichts? Alles ist getacktet, genormt und feste Zeitgefüge gepresst.

Arbeitszeit, Freizeit, Lebenszeit … Alles hat seine „Zeit“ … Aber hat es auch Qualität? Zeit ein Massengut, Massenprodukt und doch nie zur Genüge verfügbar.

Warum verbietet man das pausieren, das trödeln, wenn man doch am Ende feststellt, das immer nur zu rennen, zu hetzen nicht das Ziel gewesen ist? Das man mit dem von Außen gewollten Zeit effektiv zu nutzen, nur seine Zeit vertrödelt hat?

Momo … Das beste Buch, das ich jemals las. Ein Kinderbuch, das ein Thema der großen Menschen grausam darstellt. Eine Hommage an das Kind – Sein und … An das Kind bleiben … Eine versteckte Warnung „Erwachsen zu werden“ …

Ein Schritt zurück und nach hinten, zur Seite. Weg aus dem, was sich so beschleunigt hat, das man sogar Nachrichten und Informationen nur noch am Rande wahrnimmt und nicht mehr hinterfragt.

Der Strom, der dafür sorgt, das einem Scheuklappen angelegt werden und es nur noch zählt, höher, weiter, schneller, besser zu sein, zu werden. Immer mehr muss es sein. Immer besser muss es sein. Geld, Macht, Güter, Luxus und Menschen.

Eine, gewollte, Entwicklung, die jeden einzelnen von seiner Basis trennt. Von seinen Gefühlen, dem eigentlichen Leben. Funktionierende Maschinen, die perfekt angepasst ins System passen. Ohne zu fragen, was mit dem Nebenmann ist. Warum hier und dort Konflikte ausgetragen werden. Blind gemacht durch die Scheuklappen und dem schönen Bild, wie Leben sein soll.

Diktierte Wahrnehmung und Gehirnwäsche. Jahrzehnte, Jahrhunderte lange Konditionierung macht das Individuum zu einem schön eingereiten, form – und gedankenlosen „Grauen Mann“, der klaglos, fraglos sein Leben, Streben und vor allem seine Zeit dem alles vereinnahmenden Moloch freudig opfert.

Dem ist nicht so? Nun dann, lieber Leser, nimm diesen Beitrag, als das, was er ist.

Gedanken aus dem Kopf eines verirrten, verwirrten Mädchens in der Form einer Frau.

Fühlst du dich hingegen unbehaglich beim lesen … Dann empfehle ich dir, mal sehr genau hinzusehen.

Willkommen in der Matrix …