Tagebuch

Letzte Vorbereitungen …

Hach ja, da ist es nun Silvester. Der Salat steht im Kühlschrank, die Würstchen warten und als Leckerei habe ich vorhin noch Muffins mitgenommen.

Heute Morgen war ich beim Notdienst, wegen dem Rezept und so … Ist irgendwie typisch für mich … 😒 … Wenn man nichts zu tun hat, dann sorgt man für Arbeit und Unterhaltung … 😁 … Allerdings bestättigte sich meine Befürchtung nicht, ich musste nicht stundenlang warten … 😁 … Staunte aber Bauklötze über den Vertretungsarzt. Jenseits der 70 mindestens. Schaute mich kurz an, unterschrieb das Rezept und schickte mich fort … Mit allerlei Gedanken über das Gesundheitssystem und dem, was da noch kommen wird und könnte … 🤔

Einkaufen war auch extrem entspannt. Also für mich, nicht für die anderen … 😂😂😂 … Zuerst schnappte ich mir einen Parklplatz, bevor der Fahrer mit seiner Luxus – Limusine dem freien Platz überhaupt gewahr wurde und dann rutschte ich als erstes an die Kasse, als diese gerade eröffnet wurde … 😁

Zu Hause eingeflogen, habe ich das bißchen Haushalt versorgt und für Junior und mich das späte Frühstück oder frühe Mittagessen vorbereitet. Das kam gut an und wir haben uns mächtig den Bauch vollgeschlagen.

Richtig in den Endspurt geht es ab halb acht. „Dinner for one“ und Abendessen. Ich freu mich drauf. Für mich wird es ruhig, der Junior hat sich verabredet und wird nach 20 Uhr verschwunden sein.

2019 … 😊

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„Herz“ – Filme

Ich habe es überhaupt nicht mit Liebesfilmen. Nicht mit diesen klassischen.

„Ein ganzes halbes Jahr“ ist anders. Erfrischend anders. Und ziemlich gut umgesetzt und vor allem besetzt.

Ich habe Tränen gelacht, bei so mancher Szene. Und sehr oft saß ich da und dachte „Guck, das hättest du sein können!“ …

Es gibt selten Filme, die mich ansprechen, ohne das ich sie kitschig finde oder einfach nicht stimmig. Hier ist das nicht der Fall und auch wenn ich das Ende schon kannte, hat der Film mich mitgenommen.

Hach ja … Schön … Und traurig …

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Der letzte Sonntag in 2018

Wahnsinn … Der letzte Sonntag und ich habe ihn zur Hälfte verschlafen … 😂😂😂

Aber egal … Der Junior hat es mir gleich getan und die Kater gaben Ruhe, nachdem ich morgens im Halbschlaf das Futter servierte und mich danach wieder ins Bett verkrümmelte.

Und was soll’s? Es ist Sonntag, ich habe frei und selbst morgen müßte ich nicht los, wenn … Ja, wenn ich mich nicht mit den Medis verzählt hätte … 🙈 … Na ja, geht’s morgen eben zum Notdienst … 😨

Ich freu mich auf die Reha. So von innen heraus. Ich bin gespannt, welche Leute mir dort begegnen werden. In der letzten Reha war der Tisch gut gemischt und wir ein gutes Team, das einiges zusammen unternommen hat. Sowas wäre angenehm, ein paar Leute mit denen man nette Gespräche führen kann und vielleicht auch etwas unternehmen kann.

Ich freu mich auch darauf, mal komplett raus zu sein. Aus der Arbeit, dem zu Hause und sämtlichen „Beziehungen“. Den Kopf völlig frei zu haben für das, was ansteht und was wichtig wird

Was das Wetter angeht … Nö. Ich freu mich noch immer nicht auf den Schnee und die Kälte … 😁 … Auch wenycmcn es ganz nett aussieht und ich mich auch dafür begeistern kann, lockt es mich nicht im geringsten nach draußen.

Es gibt so einiges, wo ich jetzt einräumen könnte, das ich es, hingegen jeglicher Behauptungen, doch mag und toll finde … 😏 … Aber warum sollte ich mich als hoffnungslos, romantische Seele outen? Das würde ja das Bild zerstören … 😂😂😂

Im übrigen Bilder … Manchmal scheint es arg schwierig und anstrengend zu sein, ein entstandenes Bild von jemanden aufrecht zu halten, obwohl man es besser weiß, das dies gemachte Bild so gar nicht der Realität entspricht.

Ein Umstand, der mich vor einiger Zeit mal völlig verwirrte. Da fragte mich jemand nach dem Bild, das ich mir von ihm gemacht hätte … 🤔 … Ich mach mir ja vieles, aber noch nie machte ich mir Bilder von den Menschen. So ein Bild verdeckt doch all die anderen Facetten und lenkt zu sehr davon ab, was da wirklich ist.

Mir selbst ist es immer ganz recht, wenn Menschen an dem Bild oder der Schublade festhalten, in der sie mich gesteckt haben. Das macht mein Leben für mich einfach, auch wenn meine Umwelt es gerne anders sieht. Fangen die Menschen nämlich an, ihr Bild von mir zu revidieren, nehmen sie mich wahr und zwar so, wie ich bin. Ein für mich wenig gewollter Zustand …

Aber egal … Schließlich ist es ihre Verwirrung und nicht meine … 😊

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Erfolgreich …

Ja, erfolgreich den Tag mit dem Junior gerockt … 😁

Der Einkauf wurde heute Morgen spontan in Anbetracht der spiegelglatten Straße verschoben. Statt dessen bin ich durch die Wohnung gefegt, während der Junior schnarchend im Bett lag … 🤔

Vorgestern kam er abends angeschlichen und fragte betont nebenbei, was wir eigentlich die Tage essen wollen. Na ja, sagte ich ihm, bis auf den Kartoffelsalat mit Würstchen an Silvester bin ich noch offen für Vorschläge.

Schnitzel hat er sich gewünscht. Mit Pilzsoße, Kroketten und Gemüse. Ich war, zugegeben, etwas verwirrt. Sagte doch mein Ex, er müsse an Weihnachten Schnitzel machen. Das hätten sich die Kinder gewünscht … 🤔

Der Junior, ja, es gab schon Schnitzel … Okay, lass mal. Es gibt am Wochenende Schnitzel … 😊 … Und die gab es auch. Lecker war es und reichlich.

Einkaufen war die Hölle … 😒 … Und dabei war ich schon spät dran. Egal, die Leute sind wieder völlig bar jeder Vernunft und kaufen was möglich ist. Okay, mein Wagen war auch voll. Was aber daran lag, das ich aus Gewohnheit nur den kleinen genommen hatte … 😂😂😂

Der Junior hat später den Abwasch übernommen, Ausgleich zu dem, was Mutter heute schon gemacht hatte. Und … ☝ … Er bot es von sich aus an … 😊

Mein Schreibtisch ist aufgeräumt. Ihr wisst schon, wegen Neujahr und so … 😁 … Vor Weihnachten bekam ich noch Post von den Ämtern, die wie üblich meine Finanzen abfragen. Mich wunderte nur, das sie ebenfalls früh dran sind damit … 🤔 … Für gewöhnlich trudeln diese Schreiben im Januar ein. Wahrscheinlich waren die Sachbearbeiter auch so im Flow und wollten nichts unerledigtes mitnehmen … 😂😂😂

Sei es drum. Die Anträge sind ausgefüllt. Nächste Woche kopiere ich die Unterlagen und dann wäre wieder Ruhe.

Die Unterlagen für die Reha habe ich auch zusammen gepackt und die restlichen Fragebögen ausgefüllt. Was die alles wissen wollten … 😒 … Unglaublich. Allein der Fragebogen zur Arbeit umfasste 6 Seiten. Aber … Ich sage mir immer wieder, alles für die Gesundheit … 😊

Jetzt werden wir gleich noch essen und uns dann zusammen die Dart – WM ansehen und wieder heftig mitfiebern.

Im übrigen, erfolgreich. Was ist eigentlich Erfolg? Ist das auch wieder etwas, was von einem persönlich abhängig ist? Gilt nur sichtbarer Erfolg in Form von Ansehen, Vermögen? Welchen Wert hat dieser Erfolg? Welchen Wert mißt man selbst dem Erfolg bei?

Und noch ein Einblick in meinen Kopf und dem, was ihn gerade beschäftigt. Werte. Woran orientiert man sich und welche Werte sind einem wirklich wichtig? Und wenn sie im Gegensatz zu dem stehen, was Gesellschaft an Werten vertretbar oder erstrebenswert hält, wie geht man damit um?

Warum ist unsere Sprache so eingeschränkt? Warum muss man bis zum kleinsten Fitzel gehen, um Dinge zu erklären oder verständlich zu machen, weil sonst Missverständnisse entstehen?

Ist es normal, das ich die Lust daran verliere zu reden oder mich zu unterhalten, eben weil Sprache ein ständiger Quell von Mißverstehen ist?

Macht es Sinn über Stärken zu reden oder darüber nachzudenken, wenn man sie nicht „versilbern“ kann? Keine Ahnung oder Plan davon hat, was man damit anfangen soll? (Wäre mal einen Eintrag wert, vielleicht hat ja der Schwarm hier ein paar Denkanstöße 🤔)

Wie erklärt man, was man will und sich vorstellt, wenn es doch fließend ist? Nicht wie Wasser, ich denke eher an Luft und weiß auch nicht warum … 😁

Wie viele Menschen ertrage ich, bevor es mir zu viel wird? Hier muss ich feststellen, das sich der Zeitraum schon jetzt merklich verkürzt hat und ich mir nicht sicher bin, ob es daran liegt, das ich noch immer am „Ausgebrannt“ – Sein leide oder ob meine persönliche Toleranzschwelle sich nach unten geschoben hat.

Und warum nehme ich nicht zu?

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„Zwischen“ – Zeiten …

Viel an Gedanken und viel an Stimmung und Gefühl, das so unterwegs ist. Nicht nur bei mir.

Die eine Kollegin, die nun endlich hat, was sie so lange wollte und doch nicht zufrieden ist. Oder ist sie schon davon besessen, diesen nun erreichten Zustand zu optimieren? Ich weiß es nicht, ich frage aber auch nicht, das ist dann doch zu privat. Dennoch, was bleibt ist die unter der Oberfläche gärende Unzufriedenheit.

Die andere Kollegin, die Bedenken wegen ihrer Reha hat. „Ich habe kein gutes Gefühl“, sagt sie und benannte es nicht näher. Da fehlte mir die Zeit um nachzufragen.

Um mich herum ist viel fragendes im Raum unterwegs. Und ich? Ich bin, wie ich schon gestern schrieb, nicht mehr ganz hier und noch nicht ganz dort.

Das vergangene Jahr ist für mich schon abgeschlossen. Es gab viel spannendes und schönes. Und es gab wenig Auf und Ab. Äußerlich gab es wenig Bewegung.

Das neue Jahr? Ich freu mich drauf, erwarte aber nichts. Es gibt gewisse Vorhaben, Projekte, die ich im Blick habe. Für den Rest? Bin ich offen und lass mich überraschen.

Es gibt Dinge, Gewohnheiten, die ich ablegen möchte. Loswerden … 😁 … Einzig aus dem Grund, weil sie mir nicht gut tun. Auf vielerlei Art. Sei es, weil meine Gesundheit darunter leidet oder aber, weil es mir gefühlsmäßig nicht gut tut.

Was mir nicht gut tut, kann weg. So die einfache Formel.

Mutig sein. In mehr als nur einer Hinsicht. Nicht nur Fremden gegenüber Grenzen setzen und behaupten. Nein, auch denen gegenüber, die einem nah sind. Ein „Nein“ gegen die angetragende Bedürfniserfüllung. Und auch dagegen Gewohnheit und Selbstverständlich zu sein.

Nein zu faulen Kompromissen, die nichts halbes und nichts ganzes bringen. Mutig sein und Verbindungen kappen, die einen nicht erfüllen.

Sich immer wieder bewußt machen, das man Menschen nicht retten kann. Man kann sie begleiten und man kann gewisse Dinge vorbereiten. Aber man sollte auch erkennen, wann der Punkt erreicht ist, wo man sich nichts mehr zu geben hat oder voneinander lernen kann. Im übrigen die Königsklasse im „Loslassen“.

Offen sein für neue Menschen. Ich werde es versuchen, ohne Erwartungen. Mir geht es um meine Bereitschaft, mich überhaupt wieder auf neue Menschen einzustellen. Ohne diese gleich auf Abstand zu halten oder zu vergraulen … 😆 … Das kann ich ziemlich gut.

2019 … Ich bin gespannt, was ich aus dir mache.