Tagebuch

Alltagsgeschichten …

Post … Davon gab es die Tage reichlich. Allesamt Post zum Kopf schütteln, Augen rollen und genervt seufzen. Und irgendwie so typisch …

Da war zum einen der Brief von der Arbeitsagentur. Oh, wow … Ein Stellenangebot. Auf dem Lager … 🤦🏼‍♀️ … Schon beim letzten Angebot dieser Art habe ich angerufen und auch zur Sicherheit zurück geschrieben, das im Reha – Bericht steht „Nö“ … Ich denke, nach dem persönlichen Gespräch beim Vermittler hat das dann wohl ein Ende. Hoffe ich …

Ein Schreiben vom Rententräger. Leichte Hoffnung auf konkrete Informationen, da dicker Umschlag … Hatte ich das wirklich geglaubt? … 🤔 … Der Rententräger informiert mich nach 3 Monaten darüber, das mein Antrag als Rentenantrag gelten könnte, aber ich auch noch widersprechen könnte … 🤦🏼‍♀️ … Nach 3 Monaten! Wenn ich das nicht möchte, könnte ich ab, habe gerade das Datum nicht in Kopf, Rente beziehen. Wie viel? Also wirklich relevante Informationen, kein Wort, keine Zahl … 🤦🏼‍♀️

Bei der Arbeitsweise und Bearbeitungsdauer wundert es mich ernsthaft, das es in Deutschland überhaupt Retner gibt und diese nicht zuvor das Zeitliche segne …

Ich bin mir gerade noch nicht sicher, ob ich mich nochmal um einen Beratungstermin kümmer … 🤔 … Nach der letzten Erfahrung mit dem Verein habe ich ja erheblich Zweifel an der Kompetenz der dort arbeitenden Menschen.

Post vom Jugendamt und der Kindergeldkasse. Ersteres war nur der Aufhebungsbescheid der Hilfe für Mini vom bisher zuständigen Jugendamtes, also nur etwas, das ich zur Kenntnis nehmen sollte. Letzteres brachte mich dazu, mir zu sagen „Tief einatmen, ruhig ausatmen und nochmal!“ …

Das Schreiben der Kindergeldkasse hatte „Verarschungs – Charakter“. Ja, natürlich haben Sie Anspruch auf das Kindergeld, sofern uns Ihre Bankverbindung vorliegt … Hallo??? … Schon im eigentlichen Antrag habe ich die angegeben, nebst all dem anderen Kram, denn man wissen wollte … 🙄 … Leicht angefressen, das Blatt zur Seite gelegt und die zweite Seite durchgelesen …

Nein, Anspruch auf die Zahlung für die Zeiten, wo Mini in der Klinik war, hätte ich nicht, weil … Da stieg dann der Ärger – Pegel langsam an. Schreiben vom Jugendamt vorgezogen und siehe da, da steht sogar drin, das eben genau für diese Zeiten Kein Anspruch seitens des Jugendamtes besteht. Und da steht sogar, das dies so auch der zuständigen Stelle mitgeteilt wurde … 🤦🏼‍♀️

Aber gut, alles ausgefüllt, eine Stellungnahme geschrieben und auf den Sachverhalt hingewiesen, auch höflich auf das vorliegende Schreiben des Jugendamtes und eingetütet.

Aber … ☝️ … Das postalische Highlight kam diese Woche von der Gebühreneinzugszentrale, kurz GEZ. Ernsthaft, das Schreiben habe ich inzwischen so oft gelesen, das ich es auswendig kenne und es bleibt der absolute Knaller … 😂😂😂 …

Zur Vorgeschichte … Ich halte oben genannten Verein und deren „Zwangsgeld“ für absolut überflüssig und verweigere denen gern mal die Zahlung. Aktuell „schulde“ ich denen – ACHTUNG! UNSUMME! – etwas um die 130€. Ja, ich bin mir bewußt, das meine nicht gezahlten 130€ Schuld daran sind, das ARD und ZDF keinen Fernsehgarten, Tatort oder anderen Firlefanz mehr produzieren können. Da es aber für den Verein andere Möglichkeiten gäbe, sich zu finanzieren, da wir ja im digitalen Zeitalter leben, Beispiel Pay – TV, halte ich es für nicht gerechtfertigt, das ich für Programme und Sendungen zahlen soll, die ich im Leben nicht sehe oder höre. Aber das ist ein anderes Thema.

Ich bot an, den monatlichen Beitrag plus kleine Tilgung zu zahlen, was auch angenommen wurde. Das ging genau 3 Monate gut, dann hieß es, ich müßte den „Quartalsbeitrag“ plus Rate zahlen. … 🤔 … Ähm, warum? Davon war in den Schreiben nie die Rede. Nach einigen lustigen Schreiben, auch solchen mit Androhung von Zwangsmaßnahmen, und einigen noch lustigeren Schreiben meinerseits, bekam ich also jetzt dies.

Ja, man wäre gewillt mir eine Ratenzahlung zu gewähren (wie gnädig!), man würde mir auch entgegen kommen (Echt jetzt?! Werde ich auf Lebenszeit befreit?) und schrieb mir, ich solle zukünftig den monatlichen Beitrag zur Tilgung zahlen und alle drei Monate den Beitrag plus Rate … ??? …

Nochmal zum Verständnis … Bisher zahle ich den monatlichen Beitrag plus Tilgung …

Jetzt soll ich nur noch Tilgung zahlen und 1x im Quartal Beitrag plus Tilgung … ??? … Und was soll ich dadurch jetzt gespart haben? … 🤔 …

Ja, ist mir klar, das der Verein sich seine Buchungsgeschichten vereinfachen will. Aber nicht mit mir … 😁 … Da ich das Recht habe monatlich den Beitrag zu leisten und dies auch von dem „Verein“ angeboten wird, bestehe ich darauf. Der damit verbundene Verwaltungsakt interessiert mich dabei mal so gar nicht. Wenn dieser „Verein“ selbst noch durch das Gesetz geschützt wird, und man ihm so nicht beikommen kann, dann eben auf anderen Wegen … 😂😂😂 …

Unnötig zu erwähnen, das das nächste lustige Schreiben heute rausgeht, oder?

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Tagebuch

Feiertage in der Notaufnahme …

Der Feiertag fing an, wie jeder andere auch. Ruhig und entspannt. Bis nach dem Mittagessen war das auch der Fall.

Mini verschwindet zum Spielen. Kommt eine halbe Stunde später wieder und klagt über Schmerzen im Handgelenk … 😒 …

Sie wäre draufgefallen. Sie hätte mit S. um die Wette geschaukelt und Wettspringen gemacht … 🙈 …

Nach einer halben Stunde fahren wir ins Krankenhaus. Die Beule am Handgelenk nahm verdächtig zu, die Farbe veränderte sich und jede Bewegung tat weh.

Während das Kind zum Röntgen geht, sage ich mir nur, jawoll, schaukeln und Wettspringen … Tolle Idee …

Nach knapp 2 Stunden verlassen wir das Krankenhaus …

Nein … Gebrochen ist nichts, dafür geprellt und erstmal mittels Schiene ruhig gestellt. Für 5 Tage … 🙈

Jetzt schmollt das Kind, weil ruhig gestellt und ich sage dazu nur, das läge halt daran, das schaukeln und springen nicht zusammen passen.

Habt noch einen schönen Feiertag …

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Ich – Zeit 22/2019

Was will man eigentlich mehr. Das Wetter verzaubert mit grandiosen Farben am Abend, auch wenn es zu kalt für mich ist, kurzärmelig unterwegs zu sein. Letztes Jahr war es bedeutend wärmer … Und ja, man darf mich gerne steinigen und losmeckern, aber ich fand den Sommer letztes Jahr fantastisch! Ich habe nicht gefroren und auch ich war mal in sommerlichen Sachen unterwegs.

Egal, heute Abend gibt es schließlich Fußball … 😁 … Nebenbei frage ich mich, ob es das je schon mal gab, englisches Derby im Finale … 🤔 … Auch egal. Ich genieße es trotzdem und vermisse ein wenig den Junior. Mit dem hätte ich es heute zusammen gucken und mir auch die Chips teilen können. Aber ist halt nicht …

Bin ich heute etwas sentimental? Wahrscheinlich … 🤔 … Frage ich mich, was gerade in den letzten 12 Monaten, so alles passiert ist? Und wie … Viele Kleinigkeiten tauchen auf. Glück, Freude, Kummer, Sorge, Erleichterung. Noch viel mehr unausgesprochenes taucht auf. Dinge, die man nicht sagte, weil man weiteren Ärger vermeiden wollte. Die Situation nicht verschärfen. Anderes sagte man nicht, weil man niemanden belasten, behelligen wollte. Wieder anders blieb ungesagt, weil es einem selbst sinnlos erschien, auch wenn es vielleicht wichtig gewesen wäre.

Momente, bei denen man sich fragte, warum? Warum jetzt? Warum muss das jetzt auch noch dazu kommen? Das häufige Gefühl von „Häh?“ und dem, im falschen Film zu stecken. Im falschen Leben. Die Spielfigur in einem fremden Spiel zu sein.

Verdammt viel ertragen, tapfer weiter gemacht, auch wenn einem zum heulen war. Auch wenn es einem die Luft abschnürrte. Das Gefühl vorherrschte, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Nagende Ungewißheit, die einen fast verrückt werden ließ.

Und statt zusammen zu brechen, war ich Tag für Tag da, wo man es von mir erwartete, zuverlässig, pflichtbewußt und meistens auch mit einem Lächeln. Alles gut, alles okay … Das Leben ist schön … Danke, mir geht es gut. Nein, ich brauche nichts.

Vielleicht sollte ich es einfach sein lassen.

Tagebuch

Bergfest 22/2019

Schon Mittwoch? Tatsächlich … schon wieder ein Mittwoch.

Morgen ist ein Feiertag. Mini und ich werden heute noch ein paar Kleinigkeiten besorgen, was bestimmt wieder ein lustiges Unterfangen wird. Ein Feiertag? Oh, schnell mal einkaufen, was geht, denn Freitag gibt es nichts mehr zu kaufen … 🤦🏼‍♀️

Ganz ehrlich? Das Phänomen von Einkaufsverhalten und Feiertage finde ich wirklich spannend. Auch schon in der Zeit, als ich zur Aufbesserung des Geldbeutels, in einem Supermarkt gejobbt habe. Inzwischen nehme ich es nur noch zur Kenntnis, frage mich nur noch ab und an, was das soll und takte für gewöhnlich meine Einkäufe so, das ich vor dem Feiertag gar nicht mehr los muss. Erstmal stören mich die Massen an Leuten, sie machen mich nervös und die gereizte Stimmung nervt. Zum anderen schockiert mich, welche Mengen an Lebensmittel gehortet werden und die weiterführende Frage, wie viel davon später in der Tonne landet, lässt leichte Übelkeit zurück.

Automatisch landet man bei der Frage des Konsums. Wie viel braucht man wirklich? Ist weniger manchmal nicht mehr? Und was zum Teufel, konsumiere ich da eigentlich? Massenware? Billigprodukte auf Kosten der Nachhaltigkeit? Alles Bio, oder was? Hat mein Konsum bestimmter Dinge Konsequenzen? Ist Geiz wirklich immer geil? Weiß eigentlich einer von den vielen Leuten, die vor und nach einem selbst, an der Kasse ihre begeehrten Lebensmittel und diversen anderen Kram auf das Band legen, wo das herkommt und wie es hergestellt wird? Gerade letzteres ist ein erschreckendes Thema. Denn das, was Lebensmittelchemiker da aus ein paar Konzentraten und Pülverchen herstellen können, ist atemberaubend. Und hat so gar nichts mehr mit dem zu tun, was man sich unter einem Nahrungsmittel vorstellt …

Einkaufen ist für mich eine Qual. Ist es nicht schon schlimm genug, das ich mich und meinen Kram irgendwie organisieren muss, werde ich in dieser „Welt der bunten Verlockungen“ noch von 1000 und mehr Fragen überrannt. Angefangen über die Pfandabgabe, ( TetraPak, Pet und was ist mit den guten alten Glasflaschen?), über Obst und Gemüse, (Bio in Plastik, warum und wozu braucht man 5 Sorten an Tomaten?), Brotautomaten, (Warum schmeckt das Brot vom Discounter eigentlich nach nichts, egal welche Sorte man nimmt?), Fleisch – , Wurst – und Käsetheke …

Und während ich mich also durch die Gänge schiebe und das in den Wagen lege, was ich, bzw. wir benötigen, sind da immer und immer wieder diese vielen, nicht erklärbaren Fragen. Was regelmäßig dazu führt, das eins zum anderen kommt und ich mir eine Auszeit von den Menschen nehmen muss, weil ich sie über habe. Ihre Blindheit, Dummheit, Kurzsichtigkeit, Ignoranz … einfach alles, was den modernen Menschen so ausmacht. Schneller, höher, weiter, hauptsache billig.

Und wenn das nur das einzigste Thema wäre, das mich beschäftigt, wenn ich mich in der Welt da draußen bewege, wäre ich ja glücklich. Aber es kommt ja eins zum anderen. Behörden, Ämterwahnsinn, Gesundheitswesen, Bildung, Klima, Umweltschutz, Terror, Menschenrechte … etc … und mitten drin das Auge das überhaupt nicht ruhig ist, weil sich im Auge des Fokus der tägliche Wahnsinn namens Lebens abspielt.

Ich brauch einen großen Kaffee. Heute mal wieder schwarz.

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Netzfund …

Ein Text nicht nur für Frauen …

Weisst du Süsse,
wenn du mir zu oft, zu nahe kommst, nimmt es mir den Atem. Ich kenne das nicht. Ich wurde immer nur weggestossen. Niemals mit Worten gelobt und schon garnicht mit einer Umarmung. Sehr früh musste ich lernen, dass ich zuviel bin… ein kleiner Junge der zuviel will. Und nun kommst du. Mit deinem Lachen, deinen Tränen, deiner Leidenschaft.. schaust mich fröhlich an und stiehlst mir Küsse einen nach dem anderen. Ich würde lügen, wenn ich sage, ich liebe das nicht.. und doch, und doch, bitte verstehe ertrag ich es auch nicht. Noch nicht?

Wie früh ich gelernt habe, dass ich alles alleine machen muss, ich kann mich garnicht mehr daran erinnern. Tränen, meine Tränen? Die gab es nicht. Nun sehe ich deine und ich muss erst lernen mich von ihn berühren lassen, ohne dass sie mich in die Flucht schlagen. Deine Hingab, so warm und schön…. so anders, so nah, so frei, so ohne Wollen und manchmal voller Aufforderung. Doch morgen, morgen könnte es mir schon wieder zuviel sein, zu nahe gehn… ich kann es mir nicht erlauben schwach zu sein, ich kann es mir nicht erlaube jemanden zu brauchen.. ich bin ein Mann, verstehst du? Sie haben mir das so gezeigt. Sei stark. Sei unabhängig. Das wurde ich, und seid ich dich kenne.. merke ich.. dass ich auch hart bin. Zu mir selber, zu dir…

Weisst du Süsse,
wenn du mir zu oft, zu nah kommst, nimmt es mir den Atem. Darüber zu sprechen ist neu für mich. Sonst war ich immer der, der geholfen hat, der Lösungen wusste.. um mich? Um mich ging es dabei nicht. Ich habe geführt, geleitet.. und auf die Beine gestellt, mich und auch die anderen. Nun bist du da. Und du brauchst mich nicht. Nicht so wie ich das kannte. Ein wenig fühl ich mich fast nutzlos, denn ich war gewohnt, der zu sein der alles weiss. Doch wenn ich dich anschau, weiss ich plötzlich nichts mehr.

Das ist nicht unbedingt schön. Auch wenn ich lerne es zu schätzen, wenn ich lerne darin eine Chance zu sehen für mich… ist es manchmal einfach zuviel. Und weil ich dir das nicht sagen kann, bekommst du es zu spüren. Ich dreh mich weg, ich zieh mich zurück, ich halt mich fern… nicht weil du falsch bist.. weil es etwas ist, mit dem ich noch nie umgehen musste. Du zwingst mich jedoch immer wieder dazu. Ob ich möchte oder nicht. Und manchmal möchte ich nicht. Ich will es so wie es war. Das ist für mich Sicherheit. Mit dir falle ich ins bodenlose. Es ist Unbekannt.

Weisst du Süsse,
noch weiss ich nicht, wie lange das geht. Denn noch ist es mir oft einfach zuviel. Diese Liebe. Ich durfte sie nie erfahren. Damals als ich mich nach ihr sehnte, wurde sie mir entzogen.. und nun mach ich das wohl auch.. doch ich lerne. Ich lerne…. durch dich… und wen ich vor dir fliehe… erinnere dich immer daran, es liegt nicht an dir.

Weißt du Süßer… ich verstehe dich… doch ich werde nicht mehr länger warten … denn ich brauch und will mehr… denn allein sein ist schöner als neben dir einsam.

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Text: Moksha Devi ૐ Wild Woman Poetry
Pic: Unknown