Tagebuch

Ereignisreicher Sonntag …

Erst war ich mit Mini im Schwimmbad. Da hatte Mini aber nach drei Stunden die Nase voll … 😂😂😂 …

Wundert mich nicht, sie tobte die ganze Zeit durch das Nichtschwimmerbecken und fand auch relativ schnell Anschluß. Ich trennte diesen aber zügig wieder, weil ich schnell merkte, das diese Kombination Mini so gar nicht gut tat. Sie drehte langsam aber sicher auf und das wollte ich so gar nicht.

Gott sei Dank war das nur mit wenig Maulerei verbunden und Mini suchte sich die restliche Zeit andere Gesellschaft.

Zu Hause parkte ich sie und mich in den kühlen Räumen und ordnete eine Pause an. Waren wir doch am Abend noch verabredet. Hier am Ort. Mini hat hier auch eine Bekanntschaft geschloßen und die Mutter lud nun zum kennen lernen.

Na ja, was soll ich sagen? … 😂😂😂 … Um 18 Uhr waren wir dort eingeladen und halb elf wieder zu Hause … 😳😁 … Man kann also sagen, der Abend war erfolgreich und Mini darf sehr wohl zum spielen kommen. Und ich darf auch immer wieder mitkommen … 😎

Eine coole Patchworkfamilie, er mit einem Kind, sie mit vier und inzwischen einem gemeinsamen Kind. Also genug Jubel, Trubel und Heiterkeit … 😄

Ich bin gespannt, wie die Familie so tickt und freu mich auf ein weiteres Kennenlernen.

Zu Hause angekommen hatte der Junior mir ein Vidio geschickt. Das Handy hatte ich nämlich zu Hause gelassen. Weil ich nicht gestört werden wollte. Und auch nicht abgelenkt werden wollte.

Ich musste ziemlich grinsen, als ich mir den Clip anschaute. Der Junior hatte mir doch tatsächlich eine Aufnahme seines Zimmers geschickt. Als Beweis das er Ordnung geschaffen hat und sein Zimmer nun endlich betretbar ist … 😂😂😂

Alles andere, was sich heute noch so anschickte, löste im ersten Moment eine Welle aus. Nein, ich ärger mich nicht, darauf reagiert zu haben. Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht reagiert hätte … 😂😂😂 … Aber alles wieder gut. Ich lasse nicht mehr zu, das mich diese Wellen mitnehmen.

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Tagebuch

Sonntag 26/2019

Zwei der drei Kater haben mich aus dem Schlaf gerissen …🙄 … Weil sie fangen gespielt haben. Auf meinem Bett. Und ohne Rücksicht darauf, das ICH da auch gelegen habe … 😠

Egal. Schreib ich halt ein wenig. Über dieses, jenes und das hier sowieso und lege mich später nochmal schlafen.

Diese Woche hat viel Gutes mit sich gebracht und ich habe mich über jede einzelne Begebenheit richtig gefreut. Inzwischen kann ich das, ohne mich zeitgleich zu fragen, was dafür wieder schief gehen wird oder welche anderen Katastrophen ins Haus stehen. Das nenne ich einen wirklichen Fortschritt.

Natürlich wird es nicht so weiter gehen, das weiß wohl jeder so gut wie ich. Aber inzwischen lasse ich mir davon das „Heute“, das hier und jetzt nicht mehr kaputt machen.

Im übrigen Fortschritt … Ich habe mich die letzten Jahre sehr verändert. Zum positiven. Viele der Veränderungen waren mir lange gar nicht bewußt, sie kamen langsam und werden tatsächlich erst im Rückblick offensichtlich.

Eine zeitlang hatte ich dabei das Mädchen, die junge Frau vor Augen, die ich mal war. Natürlich war mir klar, das ich diese nicht wieder werden könnte, aber ich wollte bestimmte Dinge, Fähigkeiten wieder reaktivieren, die diese Person ausgemacht hatten.

Jetzt, heute kann ich sagen, ja. Ich bin nicht mehr verbittert, verhärmt und schon lange nicht mehr mit der Welt um mich herum im Krieg und Kampf. Gerade letzteres hat sich am längsten gehalten, gegen alles und jeden im ständigen Kampf zu stehen. Selten überkommt mich das auch heute noch, aber schnell kann ich das auch wieder sein lassen. Ich muss nicht kämpfen, ich muss mein „Recht“ nicht erstreiten oder erkämpfen. Was aber nicht heißt, das ich mir nicht das hole, was mir oder den meinen zusteht … 😎

Ich bin noch immer ein streitbarer Geist, aber einer, der sehr gut unterscheiden kann, wann es sich lohnt, in den „Kampf“ zu ziehen oder es einfach bleiben zu lassen.

Das ewige „Verlust – Thema“ bestimmt nicht mehr mein Leben. Ich halte keinen mehr auf, der nicht bei mir sein möchte. Ich achte drauf, mich nicht mehr zu verbiegen, damit mich andere mögen. Statt dessen bleibe ich freundlich, offen und … ☝️ … Ziemliche Herausforderung! Statt abwehrend und ekelig zu sein, übe ich konsequent „Nein“ zu sagen und behaupte meine Grenzen. Ich kann die nötige Balance halten, zwischen Nähe und Distanz, weil ich inzwischen sehr genau weiß, was zu viel oder was zu wenig ist.

Innere Ruhe ist kein Fremdwort mehr für mich, auch wenn ich nie diesen absoluten Zustand erreichen werde. Es reicht, das ich für mich den Weg gefunden habe, zur Ruhe zu kommen, wenn ich mal wieder das Gefühl habe, mich zu verlieren.

Das Gefühl, ständig unter Strom zu stehen hat sich minimiert und auch der stark ausgeprägte Fluchtgedanke, wenn man mir zu nah kam oder die Situation zu eng und zu beschränkend wurde, ist fast weg. Natürlich überkommt mich dieser Fluchtgedanke noch manchmal, meist dann, wenn ich zu viel von anderen übernommen habe und/oder das irrige Gefühl habe, mich verletztlich gemacht zu haben.

Wenn ich das alles so betrachte, bin ich sehr zufrieden mit mir. Ich habe verdammt viel „gearbeitet“ und sehr viel „losgelassen“ und „abgelegt“.

So, und nachdem ich mich jetzt so gelobt habe, kann ich selig noch ein paar Stunden schlafen … 😁

Tagebuch

Geschichten von der Tankstelle …

Ich führe eine neue Rubrik ein. Eben die oben genannte … 😁 … Weil eine Comedyserie im Radio heißt ja schon „Steffi von der Tanke“ … 😂😂😂

Heute Mittag habe ich ja für meinen Lieblingsstudenten die Schicht bis 18 Uhr übernommen und natürlich war Mini mit.

Irgendwann fuhr ein Auto vor, bei dem sogar ich gucken musste und hin und weg war. Das Schmuckstück, das mich zum gucken verführte, war das hier …

Der Fahrer war bei mir drin, holte sich ein Wasser und ich staunte über ihn. Älter als ich, aber sehr locker und sportlich. Er verließ den Laden und ich ging kurz danach auch raus und staunte ein weiteres Mal, weil der Mann mit Mini in ein angeregtes Gespräch vertieft war.

Mini, die mein Handy hatte, bat ich, ein Bild für ihren Bruder zu machen. Auch wenn es die falsche Farbe hat, wie ich lächelnd hinzufügte. Der Typ reagierte ziemlich locker, fragte, was die richtige Farbe sei, nur um dazu zu sagen, das Rot ja alle hätten.

Dafür erlaubte er das …

Kann ja nicht jeder von sich behaupten mal in einer Corvette von 1973 gesessen zu haben … 😁

Auch ich bekam ein „unmoralisches“ Angebot. Der Art, mich auch reinzusetzen … 😎 … Ich lehnte ab, weil ich ja den Laden nicht so lange allein lassen konnte und er sagte, okay. Ob ich denn mal Zeit hätte, für eine Spritztour … 😲 … ??? …

Kundschaft rettete die Situation und im reingehen sagte ich Mini auch, sie solle dann reinkommen. Kam sie auch, mit dem Typ … 😂😂😂

Er sagte, ich hätte eine tolle Tochter und zwinkerte mir zu. Er bat um Zettel und Stift und schrieb mir seine Nummer auf. Gab mir diesen, grinste und meinte, wenn ich mag, könnte ich mich melden.

Auf dem Zettel stand wirklich seine Nummer und der Satz, das meine Tochter wirklich ein cooles Mädchen sei und sie suche einen Mann für ihre Mutter … 😱 … What??? … Ich wäre am liebsten im Boden versunken … 🤦🏼‍♀️

Ich fragte Mini natürlich, was das sollte und sie ganz trocken, nichts. Ich könnte mich ja mal mit dem Treffen. Zum Kaffee. Und wenn … Da grinste sie. Ich fragte sie auch, was sie den Typ so gefragt hätte. Ob er eine Frau hätte, sagte sie … 🤦🏼‍♀️

Na toll … Jetzt werde ich schon von meiner eigenen Tochter verkuppelt … 😂😂😂 … Und das sogar mit Erfolg. Denn es stand auch noch auf dem Zettel, das man sich freuen würde, wenn ich mich melde … 😉

Allerdings ist die Geschichte noch nicht zu Ende … 😁 … Um dem Aas eine Lektion zu erteilen, fragte ich meinen Lieblingsstudenten, nachdem ich ihm in groben Zügen von der Episode erzählt hatte und sagte, das Mini mich ja an den Mann bringen will, ob ER mich nicht daten will … 😁 …

Der Gesichtsausdruck? … Unbezahlbar … Die Proteste von Mini? … Gold wert … 😂😂😂

A. nahm es mit Humor, reagierte locker und so war der Schichtwechsel lustig und von Gelächter begleitet.

Auf dem Heimweg grinste ich vor mich hin und fragte mich natürlich auch, was den Typ mit der Corvette dazu veranlasst hat, sich wirklich mit mir treffen zu wollen?

Was ist denn bloß mit den Männern los? … 🤔 … Zu viel Sonne?

Und … um das Ganze jetzt noch interessanter zu machen … Bekam ich doch tatsächlich noch eine Whatsapp vom Studeten. Ja, er wüßte, das ich nur einen Spaß gemacht habe, aber … Und ich nur, och nö … 🤦🏼‍♀️ …

Auch er würde sich freuen, mal mit mir was trinken zu gehen. Allein dieses Mal … 😎

Alles klar … 👌 … Ich gebe mir redlich Mühe NICHT gedatet zu werden und bekomme 2 Einladungen an einem Tag … 😂😂😂

Danke, Mini … 😂😂😂

Tagebuch

Samstag 26/2019

Zerknautscht und zerknittert … Fazit der Nacht auf dem Sofa … 🙄 … Selber Schuld, wenn man da einschläft und nicht ins Bett geht … 🤦🏼‍♀️

Egal … ich schlaf gleich noch eine Runde und zur Not geh ich heute Abend früh ins Bett … 😁 … Der Mittagsschlaf wird ausfallen, da ich noch einen Sonderdienst übernommen habe. Für den Studenten … 😁

Gestern habe ich eine Mail bekommen, das die Kosten für MST bewilligt sind und wir nun loslegen können … 😁 … YEAH! Ach ja, MST heißt Multi Systemische Therapie und wird vor Ort, also zu Hause durchgeführt. Ein weiterer Schritt und Punkt zum besseren Zusammenleben ist damit gelegt.

Wird auch für mich eine sehr spannende Angelegenheit, denn der therapeutische Ansatz wird es mit sich bringen, das bestimmte Dinge aufgearbeitet und von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet und geklärt werden.

Dann werde ich mich nächste Woche um den Erstkontakt mit dem familienentlastenden Dienst kümmern. Heißt hier zwar anders, aber unter dem Oberbegriff habe ich ihn kennen gelernt. Durch die Pflegestufe stehen mir ja auch Gelder zur Betreuung zu und das werde ich auch nutzen. Ich bin gespannt, wie zügig sich da was organisieren lässt … 😁

Damit ist eine überaus erfolgreiche Woche zu Ende gegangen und ich bin froh, das sich nun eins ins andere fügt und sowas wie ruhige Gewässer vor einem liegen.

So … und jetzt kümmer ich mich um das bißchen Haushalt und fahre mit Mini noch eine Kleinigkeit einkaufen … 😎

Tagebuch

Freitag 26/2019

Es hat sich ganz schön abgekühlt und ich fröstel etwas im Shirt … 🤦🏼‍♀️ … Obwohl es gar nicht so „kalt“ geworden ist … 😂😂😂

Auch wenn der Tag noch so jung ist und ich noch nicht so lange wach, bin ich heute Morgen mit einem ziemlich zufriedenen Grinsen unterwegs. Der erste Kaffee ist auch fertig und ich summe ein Lied vor mich hin. Von „Ich&Ich“ … „So kann es sein, so kann es bleiben, so hab ich es mir gewünscht …“ … 😊

Es gibt viele Gründe, die mich zufrieden und glücklich machen. Na ja, eigentlich ist es nur ein Grund, aber es gibt viele Faktoren, die es be – und verstärken.

Da ist zum einen schnödes Geld. … 😂😂😂 … Natürlich bin ich darauf angewiesen, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dennoch … Mein Verhältnis zum Geld hat sich erneut sehr verändert. Nach der langen, sehr langen Zeit, in der Geld immer so knapp war, das ein tatsächlicher Mangel daran herrschte, kam eine Zeit, in der ich sehr langsam wieder lernte, das es da ist, das ich es ausgeben darf, ohne das die Welt untergeht und das es letztlich immer da ist. Ich gebe es noch immer nicht mit vollen Händen aus, zumindest nicht für mich … 🤦🏼‍♀️ … Aber ich kann es ausgeben, ohne mich später schlecht zu fühlen oder gar etwas zu vermissen … 😊 …

Kurzer Ausflug in die Geschichte … 😁 … Na ja, der schnöde Mammon ist für mich nur deswegen interessant, das nun alle Zahlungen eingetroffen sind und damit auch die monatlichen Eingänge gesichert sind. Damit ist also ein weiterer Punkt geklärt, um den ich mich nicht weiter kümmern muss.

Dann ist da Mini. Es zeigte sich gestern Nachmittag, das sie in der „richtigen“ Gesellschaft ohne aufzufallen in der Kleinstadt unterwegs sein kann … 😊 … Sie hat sich einen Bücherei – Ausweis besorgt, den ich dann später nur gegenzeichnen musste. Traf ein anderes Mädchen, das sie aus dem Schwimmbad kennt und in ihrem Alter ist, mit dem sie sich auch für Sonntag verabredete. Zum Schwimmen.

Zudem hatten wir ein langes Gespräch darüber, das es schwer ist, „dazu zu gehören“. Es hat sie sehr erstaunt zu hören, das auch ich nie „dazu gehört“ habe und ich sie sehr gut verstehe, das sie sich einsam und ausgegrenzt fühlt, das aber kein Grund sei, zu vergessen, das sie Mini ist und nicht ABC oder XYZ. Sondern eben Mini und das sie so, wie sie ist, bleiben soll und sich nicht deswegen verbiegen soll, um von anderen gemocht zu werden.

Es schien, als würde sich ein Knoten lösen und gestern Abend hatte ich das Gefühl, das wir es wirklich schaffen können.

Zwei neue Dienstpläne, die mich zum grinsen bringen, weil ich ganz viele „Zuckerstücke“ bekommen habe. Sowieso, das „Arbeitsthema“ … So vieles, das nun möglich sein könnte, aus dem ich auswählen kann. Die Frage, was ich damit anfangen werde … 🤔

Und die Herzangelegenheit? Tja, da ist es so, das da jemand einen Platz eingenommen hat, was weder so gewollt, gedacht oder gar geplant war. Das sich an meinen Gefühlen so gar nichts geändert hat, außer dem, das ich sie nicht mehr hinterfrage. Es ist halt so. Ich finde es zwar noch immer beängstigent und bin zuweilen noch immer von dem Wunsch besessen, wegzulaufen und mich zu verstecken, einfach zu verschwinden.