Tagebuch

Samstag 35/2019

Ich warte drauf, das Mini endlich wach wird. Damit wir einkaufen können. Damit ich was zu tun habe. Damit ich alle Punkte für heute erledigt habe. Zumindest das, was wirklich dringend ist. Der Rest? Ist mir egal …

Die letzte Nacht habe ich gerade mal 4 Stunden oder so geschlafen. Die Nacht zuvor auch nicht wesentlich mehr. Das Cortison, obwohl am ausschleichen, haut jetzt nochmal zu … 🙄

Außerdem bin ich blockiert. Fühle mich klebrig, beschmutzt und habe das Gefühl, durch eine zähe Masse zu waten, die mich konsequent zu Boden ziehen will, um mich dann völlig zu umhüllen und zu vereinnahmen. Kein Wunder, das mir da die Luft fehlt.

Der Infekt nur das Symptom oder doch der Auslöser?

Ich habe keine Ahnung. Ist mir aber auch wurscht. Letztlich scheint es austauschbar. Habe ich körperlich ein Problem, zieht es die Psyche runter. Wandelt die Psyche munter in den Keller, nimmt sie die Luft gleich mit. Warum auch nicht? Nichts ist effektiver jemand zum nachdenken zu bringen, als ihn auszubremsen.

Stunden später …

Einkaufen waren wir. Die Wohnung ist zumindest oberflächlich sauber und aufgeräumt. Ich habe alle Rolläden wieder runter und habe langsam aber sicher genug von der Wärme. Aber was soll’s. Meckern hilft nicht.

Ich bin fürchterlich genervt. Angespannt. Und müde. Jetzt könnte ich schlafen. Na toll … 🙄 … Wenn ich das jetzt mache und mich hinlege, kann ich heute Nacht wieder nicht schlafen. Was für ein Mist.

Heute fühle ich mich wie Grumpy Cat. Und ganz ehrlich? Ich möchte mir heute selbst nicht begegnen … 😳

Ich will nicht wütend sein. Und doch bin ich genau das. Auf mich. Auf andere. Ich staune, mal wieder, wie übergriffig manche doch sein können und wie selbstverständlich, eine Grenze überschreiten.

Ich bin verärgert, nichts dagegen unternommen zu haben. Nichts gesagt und getan. Und im Rückblick ist sie wieder da. Diese Situation, die schon x – mal erlebt wurde, mit all den widerlichen Gefühlen.

Ach komm schon, stell dich doch jetzt nicht so an.“

Du kannst doch gar nicht wissen, was gut für dich ist.“

Natürlich kannst du nein sagen, aber findest du das in Ordnung, nachdem ich so viel schon getan habe?“

Wie keine Lust? Das glaub ich nicht. Komm mal her!“

Zurück geworfen in Situationen, in denen ich mich weder ernst, noch respektiert gefühlt habe. Benutzt, damit fremde Bedürfnisse befriedigt wurden. Nicht „Nein – Sagen“ dürfen, weil das nicht in das Konzept passte. Nicht „Nein – Sagen“, weil man sonst abgelehnt und nicht geliebt wird. Weil gefallen wollen besser ist als nicht gewollt zu werden, wenn …

Ziemlich oft erlebt, durchlebt, ausgestanden, überstanden. Mit allen daraus resultierenden Konsequenzen.

Es wundert mich nicht wirklich, das ich mich so beschmutzt und dreckig fühle. Alles hinterläßt Spuren und irgendwann ist es dann einfach genug. Da reicht es einem so richtig.

Ich geh jetzt baden. Es wird vielleicht nicht den ganzen Dreck abspülen, aber vielleicht schon mal ein paar Krusten aufweichen.

Habt einen schönen Samstag 🍀

Tagebuch

Sag’s mit Bildern …

Beste Antwort … So kann sich jeder das passende aussuchen … 😁

Ich finde die Frage legitim … Handelt sich ja schließlich um eine Entscheidung, wo man vorher zumindest ungefähr wissen sollte, was einen erwarten könnte … 😂😂😂

UIHH … Da heißt es dann wohl „Viel Erfolg!“ …

Und wenn das Date einfach nur noch nervt …

Tagebuch

Freitag 35/2019

Aus dem Bett gefallen, in die Küche gestolpert, kleinen Zeh angestoßen … Tag schon jetzt gelaufen …

So könnte ich das jetzt zusammen fassen … 😂😂😂 … Also aus dem Bett bin ich nicht wirklich gefallen. Das wäre bei der Größe und Breite des Schlafmöbels schon ungewöhnlich … 🤔 …

Dennoch bleibt der Umstand, das ich mir den Zeh gestoßen habe, was zu erheblichen Schmerzen, einer doch eher unfreiwilligen Tanz – Einlage und einer Schimpf – und Meckertirade führte.

Natürlich hätte ich nicht im dunkeln rumtappern müssen. Da ich zuverlässig meine Rechnungen bezahle, hätte ich nur den Lichtschalter bedienen müssen. Was aber nach dem Aufstehen immer zu dem „Reh im Scheinwerfer“ – Effekt führt. Krampfhaftes Schließen der Augen, sekundenlange Blindheit und Irritation, bevor man sich in einer viel zu hellen Umgebung wieder findet.

Der Zeh tut noch immer weh, ich trage erheblichen Groll gegen den Türausschnitt in mir und die Motivation? Pff … blinzelte kurz und schläft weiter … 🤦🏼‍♀️

Wenigstens der Kaffee ist fertig und heiß. Heiß. Vergess ich ja auch manchmal … 🙄 … Tief drinnen ahne ich schon jetzt, das dies nun einer jener Tage wird …

Der Art, wo man irgendwie so gar nicht synchron mit seiner Umwelt läuft. So einer, wo man ständig denkt „Häh?“ … Tage, wo man sich wie ein Statist im eigenen Leben fühlt.

Halt, Stop! Soll man sich nicht den Tag schlecht denken, weil er sonst wirklich schlecht wird? (Lustigerweise denke ich bei „Halt, Stop!“ immer auch an den Nachsatz „Ich fühl mich gemobbt!“) …

Jetzt kann ich nur mühsam ein Kichern unterdrücken. Ich flüchte vom Balkon zurück ins Wohnzimmer und schaffe es fast geräuschlos die Tür zu schließen, bevor das Kichern tatsächlich rausbricht.

Meine unter mir wohnenden Nachbarn rauchen auch immer draußen und wenn die mich zu dieser Uhrzeit oben kichern hören, ist mein Ruf hier gänzlich ruiniert … 😂😂😂

Verdammt … Jetzt habe ich tatsächlich die schlechte Laune vertrieben. Na toll … 🙄

Ich denke, ich starte den Tag nochmal neu und kuschel mich noch ein Stündchen in meine Decke und träume etwas vor mich hin … 😊

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Spontane Ich – Zeit

Mini wollte heute unbedingt zum Jugendclub. Da die letzte Woche sehr gut lief, brachte ich sie um 16 Uhr hin, hinterließ meine Nummer und sagte, das ich um 18 Uhr wieder da sei. Na ja, eigentlich sagte Mini mir, das ich sie dann holen soll.

Dann stand ich am Auto und fragte mich, was ich denn jetzt mit den 2 Stunden mache. Nach Hause fahren? Och nö, da hatte ich nun echt wenig Lust zu. Also bin ich zum Eiscafe, hatte Glück und bekam einen Tisch für mich im Schatten und gönnte mir ein Eis und was zu trinken.

Ich hatte meinen Rucksack dabei und damit auch mein Notizbuch. Und es war spannend, was mir in den zwei Stunden alles so eingefallen ist … 😅

Einiges ist komplette Spinnerei, ein paar Ideen allerdings scheinen ganz brauchbar zu sein. Ein paar Vorsätze finden sich auch in den Aufzeichnungen.

Bis zum Jahresende habe ich mir noch ein paar Sachen vorgenommen.

Jetzt lehn ich mich erstmal ganz entspannt zurück. Gönn mir bis Montag eine ruhige Kugel, um wieder zu Atem zu kommen, weil Schnappatmung und Atemnot kann ich in Zukunft nicht mehr gebrauchen … 😁

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Donnerstag 35/2019

Der nun 3. Versuch den Eintrag zu schreiben und zu Ende zu bringen … 🤦🏼‍♀️ … Der erste wurde gelöscht, weil ich den Faden verlor und damit auch das Konzept flöten ging … 🙄 … Ja, ich weiß, weder das eine, noch das andere sind eine Stärke von mir … 😅 … So zumindest die scherzhafte, liebevolle Frotzelei von anderer Seite.

Den zweiten Versuch kloppte ich in die Tonne, weil der Junior anrief und unbedingt jetzt, gleich, sofort irgendwas für sein Handy haben wollte. Dann funktionierte was nicht, was Anrufe und Konferenz zwischen mir, Junior und der Großen nötig machten. Worauf ich völlig entnervt den zweiten Anlauf in die Tonne warf.

Jetzt also Versuch Nummer 3 und ich habe eigentlich gar keine Lust mehr das eigentliche Thema anzufassen. Worum es ging? Um den Irrsinn namens Plastikflasche, den Gewohnheiten und wie schwer es ist, eben diesen bequemen Gewohnheiten zu entkommen. Dabei ging es weder um den erhobenen Zeigefinger, noch um eine radikale Ausführung, das jegliches Plastik verboten gehört.

Im Gegenteil. Ich hatte versucht, aus meiner Sicht die Problematik zu schildern und darzustellen, ganz sachlich.

Mal sehen, ob ich das Thema noch mal angehe. Momentan ist mir die Lust etwas vergangen. Zu vieles anderes drängt sich auch noch dazwischen.

Gestern noch gesagt, das ICH mich ganz bestimmt nicht mit diesem Thema beschäftigen werde … 🤦🏼‍♀️ … Reibung und Langeweile. Nein, die Krone der Verrückten trage ICH nicht und schwupps, ist es auch wieder nicht richtig, den Platz jemand anderen zu lassen … 😂😂😂 … Nee, die Krone will ich nicht!

Die Themenauswahl war im Rückblick sehr seltsam. Die oder das Gespräch dazu noch viel mehr. Manchmal braucht man das. So völlig schräge Sachen eben.

Das alles zusammen, mit dem Umstand gemixt, das ich gerade erst wieder aus dem Infektloch krabbel, macht zu viel Gewirr und Gewusel im Kopf.

Zukunftsfragen, was geht ab, was passiert mit der Erde und zwangsweise mit dem Menschen? So viele Baustellen, sei es der Plastikwahnsinn, der Klimawandel, das Feuer in Brasilien und doch hat alles nur einen Ursprung. Den Menschen.

Soll man sich wirklich wünschen, das diese Art überlebt?

Als Einzelperson macht mir ein solcher Gedanke ziemlich Angst. Ich möcht nicht, das meine Kinder und bald das Enkelkind verbrennen, verdursten oder ihr Leben in Schutzräumen verbringen müssen, weil …

Aber was soll man gegen die Trägheit der Massen schon unternehmen, wenn es schon dem einzelnen so schwer fällt auf Bequemlichkeit zu verzichten und die „Komfort – Zone“ zu verlassen?

Ich befürchte, da bewegt sich erst was, wenn es schon zu spät ist … Denn von allein und ohne den entsprechenden Druck wird keiner auf irgendwas freiwillig verzichten.

Bäh … ich hol mir einen Kaffee und ein Eis und geh auf den Balkon.

Das sind selbst für mich zu schwere, schwarze Gedanken.