Tagebuch

Bergfest 35/2019

Krank sein rockt so gar nicht. Aber ich will mich nicht beschweren und schon gar nicht jammern. Es könnte sehr viel schlimmer sein, was ich aus eigener Erfahrung weiß. Ändert aber nichts an der Tatsache, das ich es doof finde, alles gedrosselt erledigen zu müssen und immer mal wieder Pause machen zu müssen … 🙄

Das Cortison wirkt gut, aber die Schwestern Schlafstörung und Hunger, nerven etwas. Ab morgen dürfte es besser werden, da kann ich die Dosierung schon mal halbieren … 😁 … Der ständige Hunger ist nicht so schlimm. Um mein Gewicht brauche ich mir ja keine Gedanken machen … 😂😂😂 …

Im übrigen Gewicht. Ich musste Montag ja tatsächlich nochmal auf die Waage beim Arzt. Ich habe tatsächlich noch was zugelegt. 44 kg zeigte die Waage und brachte mich zum grinsen. Geht doch! Die Strategie, sich nicht die Bohne weiter darum zu kümmern, scheint aufzugehen. Wenn ich ehrlich bin, denke ich wirklich nicht viel darüber nach, was ich wann, wo und in welcher Menge esse. So kann es ruhig weiter gehen … 😊

Was mich weniger freut ist der Umstand, das es nun morgens noch wirklich dunkel ist, wenn ich für gewöhnlich aufstehe. Aber gut, das ist nicht zu ändern. Ich denke, der kommende Herbst wird schon nicht gleich in Regen und Nebel umschlagen und mir damit die Laune verhageln … 😉

Diese Woche werde ich noch mein Bild fertig stellen. Ich hatte mir ja letztes Jahr ein Bild von einem Lavendelfeld besorgt. Es fehlen nur noch kleinere Stellen, dann wird es noch behandelt, gerahmt und bekommt seinen Platz an der Wand. Ein Bild mit hohen Erinnerungswert. Ein neues habe ich mir noch nicht ausgesucht. Erstmal dieses hier beenden, dann schau ich nach dem nächsten Projekt.

Mini hat sich beim Discounter ein Leuchtpuzzle ausgesucht. Ich habe ohne weiter darüber nachzudenken, noch das zweite Motiv dazu mitgenommen. Also Langweilig wird es nicht wirklich … 😁

Das fest vorgenommene tägliche Lesen wird auch wieder besser. Inzwischen lese ich fast jeden Tag wieder eine Stunde, manchmal auch länger. Darauf bin ich schon stolz. Lange Zeit habe ich nicht wirklich Lust dazu gehabt und das, obwohl ich so gern gelesen hatte und es inzwischen auch wieder gern tue.

An manchen Tagen lesen Mini und ich um die Wette … 😂😂😂 … Also nicht ganz ernsthaft. Ich stelle den Timer und wenn es klingelt, vergleichen wir, wer von uns mehr Seiten gelesen hat.

So und jetzt schau ich mir in aller Ruhe das Farbspektakel draußen an und genieße dabei noch einen Kaffee … 😊

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Auch mal positives erzählen …

Das Telefonat mit dem Finanzamt war erfreulich. Nach erstem Check der Sachlage werde ich meine Rente nicht versteuern müssen, da zu gering … 😁 … Es war eigentlich nur noch mal die Bestätigung dessen, was ich schon selbst heraus gefunden hatte. Dennoch freu ich mich darüber … 😎

Einen Termin beim Sozialamt habe ich noch nicht, da die Sachbearbeiterin noch krank ist. Jetzt habe ich Namen und Nummer hinterlassen und um Rückruf gebeten. Also nur ein halbes Erledigungshäkchen.

Der Termin mit dem Lehrer vom Beratungszentrum war sehr locker, recht entspannt und es gab einige gute Ideen. So wird er als Koordinator der Schulsache dafür sorgen, das beim Termin am 11. September auch ein Vertreter der Wunschschule dabei ist. So kann man den Übergang und den Weg dahin besser abstimmen und besprechen und das nötige schon jetzt in die Wege leiten.

Er bekam von mir die Schweigepflichtentbindung dem Jugendamt und seiner, wenn auch entfernten, Kollegin gegenüber, die die MST bei uns durchführt. So ist es auch leichter für mich und Informationen können direkt und ohne Umweg ausgetauscht werden.

Zuerst war er von der Idee, Mini erst vor der Schule vor Ort zu beschulen, um sie dann doch noch umzuschulen, weniger angetan. Meine Argumentation war aber nachvollziehbar und er räumte ein, das unter den Aspekten, der Weg gar nicht so abwegig sei.

Ich würde sagen, es bewegt sich endlich … 😁

Und zu guter Letzt habe ich mit meiner Großen gesprochen. Wie es ihr so geht, was sie macht und die Frage aller Fragen … Möchtest du, das ich komme, wenn es losgeht?

Kurzes „Ja!“ von ihr und dann „Wenn es dir nicht zu viel wird und Mini nicht so viel Streß macht.“

Wir einigten uns darauf, das entweder sie anruft oder aber ihr Vater oder der Junior. Ich werde mich dann, unabhängig von der Tages – oder Nachtzeit unverzüglich auf den Weg machen. Das war für sie okay.

Ich schrieb ihr zum Schluß, das mich nichts hält, wenn sie mich braucht und dabei haben möchte, sie sei schließlich meine Große und mein Baby … ❤ …

Sie schien nach dem Gespräch etwas beruhigter zu sein und das ist gut so.

Und auch ich bin etwas beruhigter …

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Dienstag 35/2019

Hallo Cortison, mein Freund, schön das du wieder die Schlaflosigkeit mitgebracht hast … 🙄 … Bin gespannt, wann der Hunger sich dazu gesellt … 🤔 … Den bringst du ja auch immer mit.

Da ich das inzwischen schon kenne, habe ich es mir im Wohnzimmer bequem gemacht. Der Kaffee dürfte auch gleich durch sein und ich mache, wie gewohnt, das Beste aus der Situation.

Sagte ich nicht die Tage, ich hätte nicht genug zum Schreiben? … 🤔 … Eine andere Art der Wunscherfüllung wäre mir allerdings lieber gewesen … 😅

Heute Nachmittag kommt also der Lehrer vom Beratungszentrum, um sich über den schulischen Werdegang von Mini schlau zu machen und sich anzuhören, was das Jugendamt anzubieten hat. Der Termin mit der Schule soll am 11. September statt finden.

Ich hoffe doch sehr, das Mini noch vor den Herbstferien Ende September zur Schule kommt. Alles andere wäre doch blöd und gerade Mini reicht es mit den Verzögerungen. Wenn es nach ihr gehen würde, würde sie schon seit Ende der Sommerferien zur Schule gehen, mit dem Bus allein hin und zurück fahren und natürlich 6 Stunden Unterricht ohne mit der Wimper zu zucken absolvieren … 😳

Es stößt natürlich auf wenig Verständnis bei ihr, das es so nicht funktioniert. Für Mini ist das alles Pipifax und oft genug mit der Frage verbunden, ob ich ihr nicht vertraue. Ob ich ihr gar nichts zutraue …

Was mich immer auf die Frage zurück wirft, was ich ihr überhaupt zutraue. Ich habe hier ja schon erwähnt, das ich mich zwangsweise schon vor einigen Jahren von dem entfernt habe, was ich mir für Mini vorgestellt und gewünscht hatte. Mich verabschiedet habe von dem, was man ein „normales Leben“ nennt. Dennoch ist das Thema noch immer schmerzhaft und manchmal frißt mich der Rattenschwanz an Gedanken förmlich auf.

Die Kernfrage, was wird aus ihr, wenn sie „erwachsen“ ist? Was, wenn ich nicht mehr da bin? Gerade letzteres ist ja nun etwas, womit man sich zwangsweise auseinander setzen muss. Und das ist echt nicht einfach.

Zumal es nicht nur Mini gibt. Die Frage stellt sich bei jedem meiner Kinder und bei jedem ist es mit einem eigenen Rattenschwanz an Gedanken verbunden.

Natürlich sind viele davon nicht zu beantworten und von daher eigentlich sinnlos. Bei anderen wird die Zeit die Antwort liefern und doch beschäftigen sie mich, weil es dazu verschiedene Möglichkeiten gibt, was passieren könnte.

Als der Beste hier war, sprachen wir auch darüber. Streng genommen redete ich und er hörte zu. Und wenn ich nicht redete, musste ich mir die Nase putzen. Ich verstehe das sowieso nicht. Warum läuft der Rotz, wenn man heult?

Es tat gut, alles einfach rauslassen zu können. Bei dem einen oder anderen legte er schon ein Veto ein, bei anderem schwieg er einfach, weil es dazu nichts zu sagen gab. Letztlich landeten wir bei der Verantwortung. Wie er ganz richtig sagte, bin ich nicht für alle Dinge und/oder Wege verantwortlich. Auch nicht dafür, was die „Umstände“ dazu beigetragen haben. Aber ab wann man von dieser Verantwortung losgesprochen ist, konnte er mir auch nicht sagen.

Und was soll ich machen, wenn ich sehe und auch fühle, das die Kinder mit dem eingeschlagenen Weg nicht wirklich glücklich sind?

Das sind seltene Momente, wo ich mir wünschte, ich hätte den Ex damals schon früher verlassen. Auch wenn ich nicht sagen könnte, das es dann besser gelaufen wäre. Aber ich denke schon, ich hätte seinen Einfluß etwas minimieren können.

Oder aber ein wenig von seiner Einstellung hätte. Hauptsache das Geld stimmt, der Rest ist mehr oder weniger egal. Hauptsache ich kann machen, was ich gerade will. Sich kümmern? Verantwortung übernehmen? Gerade bei letzterem sind es immer die „bösen Anderen“, die für dieses und jenes verantwortlich sind …

Ach, Mist … Ich kann inzwischen damit leben, das mein Leben ziemlich verkorkst verlaufen ist und die diversen Fehler und falschen Entscheidungen habe ich mir fast alle verziehen. Für mich ist das Thema „Leben“ mit dem großen Haken versehen.

Aber dabei zuzusehen, wie die Kinder Talent und Begabung verschwenden oder erst gar nichts draus machen, weil … Das frißt mich auf.

Ein ziemlich komplexes Thema. Ich geh lieber nochmal eine Runde schlafen, bevor Hormone und Medis zu arg zuschlagen.

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Arzttermin …

Eigenlich wollte ich da ja erst morgen hin. Nachdem ich aber heute Nachmittag fast umgefallen bin, als ich mit Mini zur Krankengymnastik ging, wollte ich nichts riskieren.

Die LuFu war bescheiden, ich rasselte und bekam nach dem Pusten gleich einen Hustenanfall. Erstaunlicherweise war die Sauerstoffsättigung über 90% … 🤔

Na ja, der Arzt grinste, sagte, das er mich lange nicht gesehen hätte. Jedenfalls nicht mit diesen akuten Symptomen. Er fragte, wie es mir sonst ginge und gratulierte mir zur Rente. Immer wieder ein Punkt, über den ich regelrecht stolper. Warum gratuliert man zur Rente? Egal, darüber kann ich mir wann anders Gedanken machen … 🙈

Einmal abhören und kurze Beschreibung der Sachen, die nicht rund laufen und schon konnte ich mit dem Rezept für Antibiotika und Cortison nach Hause.

Natürlich nicht ohne Medis. Das Antibiotika hat mir der Doc als wares Wundermittel verkauft und ich bin gespannt, ob es auch bei mir so gut anschlägt.

Zumindest das Cortison wirkt schon hervorragend. Das Atmen geht etwas leichter und ich habe nicht mehr ganz so schlimm das Gefühl, gegen Widerstand zu atmen. So ein Teufelszeug … 😁 …

Aber ich bin froh, wenn ich es wieder ausschleichen kann und mein Spray alleine reicht, um durch den Tag zu kommen.

Die Divise der nächsten Tage … Alles etwas sehr viel langsamer und mit sehr viel Ruhe.

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Montag 35/2019

Neue Woche, neue Geschichten. Kann man wohl so sagen, denn ruhig wird’s bestimmt nicht … 🤦🏼‍♀️

Morgen werde ich mal zum Arzt. Momentan bekomme ich wieder schlecht Luft und abhusten ist schwierig. Bevor sich das nun auswächst, dann lieber doch zum Arzt, auch wenn ich davon nicht begeistert bin.

Gestern habe ich festgestellt, das ich zu wenig Zeit habe, um hier zu schreiben. Die Veränderung, die Minis Einzug mit sich brachte, ist selbst hier spürbar. Sonst hatte ich in der Vergangenheit, was sich dramatischer anhört, als es ist, oft noch Zeit im Laufe des Tages etwas zu schreiben oder konnte den Leerlauf auf der Tankstelle nutzen.

Das fällt jetzt weg, da tagsüber nur kurze Nischen frei sind, die ich dann lieber mit gar nichts fülle, um mich etwas zu erholen und/oder einfach nur abzuschalten. Und abends? Abends bin ich oft froh, wenn Mini endlich zur Ruhe kommt und damit auch ich runterfahren kann. Da fehlt mir oft die Lust oder (was ich persönlich viel schlimmer finde!) im Kopf läuft nur noch das Testbild … 🤦🏼‍♀️

Auf der Arbeit mal was schreiben? Geht nicht, da Mini mich derzeit ja begleiten muss, ergo auch dort meine Aufmerksamkeit verlangt und ganz ehrlich? Sie verleidet es einem schon, da sie, sofern sie merkt, das man intensiv mit etwas beschäftigt ist, anfängt zu nerven und einen mit Fragen bombadiert … 🙄

Bisher habe ich noch keine gute Lösung dafür gefunden und das wird wohl auch noch was dauern. Natürlich könnte ich auch daraus eine passende Übung für Mini machen, würde mir aber nicht wirkluch was bringen, da ich unter Druck und mit einem Zeitlimit versehen, nur schlecht ins Schreiben komme. Obwohl … 🤔 … Bei themenbezogenen Beiträgen könnte das vielleicht hilfreich sein. Mal sehen und ausprobieren … 😁

Der Kindertag war okay. Wir waren zu einer Zeit da, da war es noch nicht zu voll, aber auch nicht mehr ganz leer und Mini kam an alle Stationen der „Olympiade“ gut ran und hatte wenig Wartezeit. Die Hunde der Rettungsstaffel und die beiden Eulen aus dem Wildpark hatten es ihr gleich angetan und sie stellte allerlei Fragen. Die Vorführung der Kampfsportschule hat sie total begeistert und erneut die Frage aufgeworfen, ob das ein Sport für sie wäre. Kinderschminken und Glitzertattoo rundeten den Teil für Mini ab.

Es gab zwei, drei Begenungen, bei denen ich mehr oder minder kurz eingreifen musste. Dabei reichte es, das ich Mini kurz ansprach und verwarnte, was durchaus positiv war.

Weniger erfreulich fand ich die Preise. Für eine kleine Cola, Fanta und Co. 2€ und für eine einfache Bratwurst 2,50 zu verlangen, lag mir schon schwer im Magen. Aber gut. Man geht ja schließlich nicht jeden Tag zum Kindertag, oder?

Das Fazit? Es gab reichlich Programm für Kinder und genug Aktivitäten. Kleine Preise, die die Laune hoben. Klein, überschaubar, aber mit viel Herz für die Sache gemacht. Der Zulauf? In Anbetracht der Tatsache, das der provosorische Parkplatz überfüllt war und die Autos fast bis zum Friedhof parkten, der gut einen Kilometer vom Ort entfernt ist, war das Fest gerade am Nachmittag gut besucht.

Und sonst? Morgen Nachmittag kommt jemand vom Beratungszentrum der Schule, der sich Minis Fall angenommen hat. Es ist derjenige, den wir schon beim Gespräch in der Schule kennen gelernt hatten. Er koordiniert ein wenig die Zusammenarbeit und darüber bin ich schon ganz froh. Der Termin morgen geht in erster Linie um Minis (Schul)Geschichte und natürlich auch um die bisherigen Zeugnisse.

Begeistert war er, auch etwas überrascht und überrumpelt, das ich ihm Freitag schon sagen konnte, das das Jugendamt gern im September ein Gespräch in der Schule vor Ort hätte, weil man ein Angebot hätte. Wow, sagte er, sie machen aber ihre Hausaufgaben sehr genau.

Mal sehen, was er morgen noch zu berichten hat oder welche Vorschläge er mitbringt … 😊

Sonst noch was? … 🤔 … Na ja, die letzte Wochen aufgeploppten Dinge sind erstmal wieder verkorkt und verstaut. Es gibt Dinge, da mag ich momentan nicht dran rühren. Liegt vielleicht auch daran, das ich die (naive?) Hoffnung habe, das sich gut die Hälfte davon von allein regelt und in Wohlgefallen auflöst. Was passieren könnte. Bei einer diesen „Plopp“ – Dinge weiß ich aber, das es nur ein momentaner Ruhezustand sein wird, die regelt sich nicht von allein, dafür beschäftigt sie mich schon zu lange …

Mini rumort auch schon in ihrem Zimmer. Hach ja, dann wollen wir mal …