Tagebuch

Montag 40/2019

Wow … Einfach nur Wow für den Montag … 😁 … Ein Montag, der mich geflasht hat und bei dem ich mich nun zufrieden auf dem Sofa zurücklehnen werde und das Gefühl genieße, endlich mal was geschafft zu haben …

Der „erste“ Arbeitstag in der alten Firma? War besser als gedacht, wohl viel zu gut. Als ich das Gebäude betrat hatte ich noch sehr gemischte Gefühle. Unsicherheiten, ob ich dem ganzen überhaupt noch gewachsen bin, ob ich es noch kann? Unbehagen, da von einigen eher lieber von hinten gesehen.

Festgestellt, das ich nichts vergessen habe. Mit einem breiten Grinsen mit dem Stapler meine Runde gedreht. Überrascht festgestellt, das mir das gefehlt hat, genau wie die Arbeit im Büro.

Und? Kommst du zurecht? … Ich antwortete, das ich lieber sagen würde, das ich es nicht schaffe oder mich gar nicht zurecht finde. Das könne ich aber nicht und grinste … Ein Grinsen war die Antwort des Fragenden.

Zu Hause angekommen, haben Mini und ich den üblichen Budenzauber veranstaltet, fuhren einkaufen und holten mein Dhl – Paket ab. Minis Matratze wurde Samstag geliefert, natürlich dann, als wir zum Einkaufen waren … 🤦🏼‍♀️ …

Erstaunlicherweise war das Paket doch kleiner als gedacht … 😳 … Änderte aber nichts daran, das der Karton unhandlich und schwer war … 🤬 …

Sei’s drum. Mini und ich schafften den Karton zum Auto und der Nachbar von oben half dann beim ausladen … 😁

Zu Hause rein, kam auch schon die MST – Therapeutin und der Termin verging ziemlich schnell und erstaunt verabschiedete ich sie um viertel nach vier.

Aber statt dann Ruhe zu haben, mussten Mini und ich nochmal los. Ich brauchte ein Rezept für mein Spray und da ich telefonisch mal wieder keinen erreicht hatte, musste ich also persönlich hin. Was schon nervig genug war. Auch das ich gut 20 Minuten warten musste, war nicht wirklich toll … 🙄 …

In der Apotheke das übliche, was immer passiert, wenn ich unbedingt eines meiner Sprays benötige. Es war nicht da und musste bestellt werden … 🤦🏼‍♀️

Endlich wieder zu Hause, habe ich Mini die Haare aufgehellt, damit wir sie morgen dann rosa färben können. Und nö, ich bin davon nicht unbedingt angetan, muss es aber auch nicht tragen.

Und jetzt erst habe ich Ruhe. Kann mich aufs Sofa kuscheln. Den Tag sacken lassen und ein wenig darüber nachdenken, was das heute war und was es mit mir gemacht hat …

Kommt gut in die Woche … 🍀

Tagebuch

Sonntag 39/2019

Joar … es ist Sonntag. Morgen damit Montag und eine neue Woche, ein neuer Monat. Ende.

So oder so ähnlich könnte der Eintrag stehen bleiben, viel mehr habe ich jetzt nicht dazu beizutragen, um die Blog – Landschaft zu bereichern.

Mein Kalender und ich führen heute Krieg. Eigentlich geht ohne das Ding gar nichts, erst recht nicht, seitdem Mini wieder hier wohnt und ich gefühlt 1.000 Termine für sie habe. Von den 1.000 Dingen, an die täglich zu denken sind, mal ganz zu schweigen. Von daher ist das Ding schon ganz wichtig und ein für mich wichtiges Utensiel.

Aber an Tagen wie diesen (Nee, nicht der Song, leider!), da stehen wir auf Kriegsfuß. Er liegt da und mahnt mich. Erinnert mich an die Dinge, die zu tun sind und auch an die, die ich mir vorgenommen hatte. Hatte, aber nicht umgesetzt und auch nicht angefangen habe, weil …

Weil das Leben eben anders läuft. Vor allem mit Mini. Da ist irgendwie nichts wirklich planbar. Zudem hänge ich noch immer im Loch und sehe auch momentan nicht ein, irgendwas von der Liste abzuarbeiten. Wozu auch? Gibt es einen Preis dafür, das ich Staub gewischt habe oder die Wohnung gewischt?

So verging heute der Tag. Der Kalender starrt mich an und ich starre zurück. Papier ist geduldig. Ich bin es nicht. Tief drinnen nervt es mich, Vorhaben nicht abhaken, sondern wieder übertragen zu müssen.

Bäh … Nicht Fisch, nicht Fleisch. Zwischen „Geh weg, lass mich in Ruhe, ich brauche weder dich, noch andere“ und „Halt mich und lass mich nicht los“.

Die kommende Woche wird arbeitsreich, spannend und sicher aufschlußreich.

Ich darf heute nur nicht vergessen, mir den Wecker zu stellen … 😳

Tagebuch

Samstag 39/2019

Das Wochende klopft an. Besonders verlockend sieht es nicht aus. Zumindest Wettertechnisch. Der Berg ist fest verhüllt in Nebel, der Rest ist grau und stürmisch. Nur ein kleiner Streifen an der Hügellandschaft zeigt etwas Sonne. Ob die Sonne es überhaupt schafft, sich heute hier blicken zu lassen, bezweifel ich allerdings.

Der Stromanbieter hat seine Abrechnung geschickt und ich darf, wie nicht anders zu erwarten, nachzahlen und bekomme wieder einen höheren Abschlag.

Weitaus nerviger ist das Schreiben von Gericht gewesen. Nach Einreichung der Unterlagen ist man nun der Meinhng, das ich die damals erhaltene Prozeßkostenhilfe nun erstatten kann. … ??? … Interessant an dem Schreiben ist nun, das man mir lediglich mitteilt, das ich ja 20€ monatlich bezahlen könnte, aber nicht schreibt, wie lange oder gar, um welche Summe es sich letztlich handelt … 🤦🏼‍♀️ … Statt dessen habe ich Zeit, Stellung dazu zu nehmen.

Das ich diese Berechnungstabellen so gar nicht verstehe, erklärt sich von allein. Auch nicht, das mir Minis Kindergeld und Unterhaltsvorschuß als Einkommen angerechnet wird. Ein Umstand, den ich noch nie verstanden habe und auch schon immer sehr ungerecht fand.

In meinem Fall werde ich nun dafür bestraft, das ich Mini zu mir geholt habe, denn zuvor brauchte ich keine Kosten erstatten.

Nächste Woche werde ich halt mit der netten Dame vom Gericht telefonieren und hören, was Sache ist und natürlich werde ich schriftlich Stellung dazu nehmen.

Die Rückkehr zur alten Wirkungsstätte verursacht leichte Freude. Schon die Tage, als ich dort war und mit meinem Bienchen gesprochen habe, war ich stolz auf sie. Es hat einige Zeit gedauert, bis sie sich an mich gewöhnt, warm mit mir geworden war und auch Tips von mir angenommen hatte.

Das sie das eingeführte System weiterführt und drauf achtet, macht mich schon etwas stolz. So verkehrt und falsch, kann es also nicht gewesen sein … 😊

An der Tankstelle herrscht akuter Personalmangel. Eine weitere Aushilfe hat gekündigt, eine andere ist gestern ins Krankenhaus gekommen. Nabelbruch. Ob mich das beeindruckt? Erstmal nicht. Ich springe ja gern mal ein, aber so oft geht auch nicht, weil ich ja Mini immer mitnehmen muss.

Nächste Woche wird es im „Schillerhain“ einen Runden Tisch geben, von unserer MST – Therapeutin ins Leben gerufen. Die Kernfrage ist, welche ambulanten Maßnahmen von dort für Mini angeboten werden können, um mich zu entlasten und Mini zu födern.

Große Hoffnung setze ich nicht in das Gespräch. Alles, was es so gibt (zweifellos eine Menge an Angeboten!) ist zu 08/15 und passt nicht. Wie so oft zeigt sich gerade daran, das, bei allen tollen Maßnahmen und Angeboten, Mini durch das Raster fällt oder gar nicht tragbar dafür wäre …

Gerade was Mini angeht fehlt mir momentan Zuversicht. Noch immer sind wir meilenweit davon entfernt, so etwas wie „Normalität“ in ihrem Leben zu haben. Normalität scheitert schon an den so einfachen Dingen wie Schule. Es gibt keinen Schulplatz. Toll, und nun? Ja, keine Ahnung, ist so.

Es ist ein Schxx – Thema, das mich zunehmend frustriert. Denn egal, wo und wen man um Hilfe und Ideen anfragt, kommt nur Ratlosigkeit und Schulter zucken. Wenn danach zumindest der Antrieb kommen würde, sich umzuhören oder zusammen zu setzen, um zu besprechen, was man machen könnte, wäre ich nicht so frustriert oder resigniert.

Auch der Zeitfaktor spielt eine Rolle. Was nutzt mir und Mini eine Maßnahme, die irgendwann nächstes Jahr eventuell, vielleicht, einen Platz hätte, wenn in der Zwischenzeit so gar nichts passiert? Und was nutzt mir ein „Notfallprogramm“, wenn noch nicht mal sicher ist, ob dort tatsächlich ein Platz frei wird?

Natürlich gibt es auch noch andere Kinder, die Hilfe benötigen, ohne Frage. Und es ist mir auch klar, das freie Plätze nicht auf Bäumen wachsen.

Aber ganz ehrlich? Das Elend anderer geht mir momentan, zumindest wenn es um Mini geht, am Arsch vorbei. Was nämlich offensichtlich an den ganzen Stellen vorbei geht ist die Tatsache, das Mini nicht nur kurzfristig Hilfe benötigt. Was toll wäre. Nein, sie wird immer auf Hilfe angewiesen sein.

Egal jetzt. Tür zum Keller wieder zuschließen und sich mit dem täglichen Kram ablenken und im Kreis routieren.

Es geht mir gut, danke. Guck, ich lächel sogar. Alles halb so schlimm.

Tagebuch

Freitag 39/2019

Noch ist Freitag und von daher ist das zumindest korrekt.

Der Rest ist so gar nicht korrekt. Das Wetter schafft mich … Und dabei ist erst September … 🤦🏼‍♀️ … Ich bin irgendwie dauermüde und fange an zu frösteln. Noch weiger ich mich, die Heizung anzustellen, wenn es aber weiter so verdammt nasskalt bleibt, mache ich sie doch an.

Ich hätte Lust auf Winterruhe …

Ich denke, ich verkriech mal ein wenig …