Tagebuch

Donnerstag 39/2019

Es nieselt, es ist grau und der Nebel verschluckt den Berg. Na toll … 🙄 … Die Motivation? Tja … ist mir heute noch nicht über den Weg gelaufen … 🤷🏼‍♀️

Ich war mit Mini einkaufen und habe soweit das nötigste in der Wohnung erledigt. Jetzt sitze ich mit einem frischen Kaffee auf dem Sofa und streichel den Schweinehund. Der quitscht vor Vergnügen und rollt sich hin und her.

Es gibt noch einiges, das zu erledigen wäre. Da ist der neue Glasteller, den ich bestellen müsste. Als Ersatz für den, den der Kater die Nacht kaputt gemacht hat … 🤦🏼‍♀️

Ich seufze … Ich müsste so vieles und könnte auch so vieles, einzig die Motivation fehlt mir. Ohne Motivation ist alles sinnlos. Was auch zu der Frage führt, was überhaupt Sinn macht?

Ich glaub, heute kuschel ich mit dem Schweinehund und lass den Tag vorbei ziehen …

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Bergfest 39/2019

Wolkig, grau und nebelig. So das Wetter hier. Kein Wunder, das ich erst um halb neun aus dem Bett gekrabbelt bin.

Richtig wach bin ich noch immer nicht. Aber wen, außer mir, sollte das stören? Mini?

Die befindet sich in ihrem Zimmer und macht irgendwelchen Quatsch mit dem Tablet. Wenn die Zeit um ist (Ja, Zeit mit Tablet und Handy sind hier reglementiert), schicke ich sie ins Bad und in die Wanne.

Die Kater? So lange sie ihr fressen bekommen und das Klo sauber ist, interessiert es die Bande nicht wirklich, ob ich fit bin oder nicht … 😁

Einzig die MST – Therapeutin könnte von mir verlangen ordentlich mitzuarbeiten … 🤔 … Was ich ja auch immer brav mache.

Ansonsten liegt heute so gar nichts an und das finde ich ganz gut. Gelegenheit, ein neues Buch zu lesen. Oder einfach nochmal „rumzuhängen“, bevor mich das Pflichtbewußtsein an viele kleinere und größere Dinge erinnert, die man endlich mal erledigen könnte.

Und das ist einiges. Aber dazu bin ich heute zu lustlos. Die Motivation hat sich krank gemeldet.

Ich hol mir noch einen Kaffee …

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Telefonate …

Hallo Hr. J., hier ist Fr. H.“, ich höre wie der Gesprächspartner hörbar die Luft einzieht und dann lacht. Kurz danach höre ich ihn erstaunt rufen: „Du bist wieder da? Echt???“ …

Das ich nur die Vertretung mache, mildert die Freude etwas, hält die andere Seite aber nicht ab, zu fragen, wie es mir geht und ob ich sicher nur diese eine Woche da bin.

Ich sage ihm, das es mir ziemlich gut geht und das andere? Ja, da wäre ich mir sicher. Füge aber schelmisch hinzu, das er ja mal eine Eingabe machen könnte, das man mich zurück holt. Wir lachen beide.

Die Kollegin schaut mich an und fragt mich auch nochmal. Ich grinse sie an und sage, was anderes wäre nicht im Gespräch gewesen und mein jetziger Einsatz sei ja auch nur zwangsweise. Lachend füge ich hinzu, dritte Wahl … Was mir von ihr einen bösen Blick und ein „Du doofe Nuss!“ einbringt.

Trotzdem grinst sie. So wie ich auch.

Vier Tage kehre ich zurück. Und sehe es als sportliche Herausforderung …

Das ehemalige Helferlein sagte nur trocken: „Du kennst doch alles und kannst auch alles allein“, wobei sie zum Stapler hin nickte. Auch da grinste ich nur.

Auch sie fragte, bleibst du? Ich sagte: „Du brauchst dir um deinen Job keine Gedanken machen, der bleibt dir.“

Ihr Blick war etwas seltsam, wunderte mich aber nicht, weil sie sich zuvor mehr oder weniger darüber ausgelassen hatte, was das alles für Arbeit sei, auch wenn sie nicht ausdruckt. Ich sagte ihr, das sie das wirklich das toll macht und ich es mir nicht besser hätte wünschen können. Worauf sie endlich mal richtig strahlte … 😊

Eine Herausforderung. Auf vielen Gebieten. Endlich mal wieder … 😁

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Dienstag 39/2019

Es fällt mir schwer, morgens gute Laune zu haben. Also mit einem Lächeln aufstehen und so. Geht nicht. Es ist zu dunkel (Und ja, ich wiederhole mich. Ist mir egal.).

Seit längerer Zeit mal wieder, haben mich die Kater geweckt. Einer der drei hat schon gestern Nacht dafür gesorgt, das ich, gerade erst ins Bett gegangen, wieder aufstehen durfte. Der freßgesteuerte Kuh – Kater hat es geschafft, den Glasteller aus der Mikrowelle auf den Boden zu befördern … 🤦🏼‍♀️

Das ich dann heute Morgen wenig erfreut war, von dem Grauen geweckt zu werden, erklärt sich eben aus dem Vorgang zuvor. Egal … Wer Haustiere hat, weiß auch, das nicht immer alles toll und friedlich ist.

Heute werden die Gelben Säcke und Co. abgeholt und gestern stellte ich sie raus und auch die Tonnen. In Zeiten der Plastik – Diskussion fragte ich mich automatisch, ob Mini und ich zu viel davon „produzieren“. 2 Personen, 1,5 Gelbe Säcke in 2 Wochen … 🤔 … Ist das jetzt zu viel? Ist das Durchschnitt?

Was bringt die ganze Diskussion darüber, wenn den Leuten noch immer eingeredet wird, das sie nur brav ihren Müll trennen müssen und dann wäre alles toll und der Umwelt zuträglich?

Ich könnte wetten, das vielleicht nur 2 meiner Nachbarn in der ganzen Straße tatsächlich wissen, das gerade mal 1 Drittel von dem Plastikabfall tatsächlich wiederverwendbar ist. Was dann zur Frage führt, warum werden solch wichtigen Details dem Konsumenten vorenthalten? Und warum ist das noch immer erlaubt?

Habt ihr eigentlich schon gehört, das man jetzt seine persönliche CO2 – Bilanz mittels eines Programms berechnen kann? Hat das schon einer von euch gemacht?

In einem Beitrag von Frontal21 hat eine Reporterin den Selbstversuch gestartet und war von dem Ergebnis ganz schön enttäuscht. Denn obwohl sie schon auf das Auto verzichtete und die Öffentlichen benutzte und auch beim Einkaufen auf gewisse Dinge verzichtete, riß dann die Wohnung alles in den Keller.

Ernüchternd finde ich auch, das die Regierung den Ausstoß von CO2 ziemlich billig festgesetzt hat. Die Industrie sich wieder die Hände reiben kann und gerade dort kein Zwang besteht, irgendetwas zu ändern. Das es seitens der Regierung auch weiterhin geduldet wird, das damit Handel getrieben werden kann.

Nein, ich rege mich nicht auf. Ich schüttel viel mehr nur still den Kopf und frage mich, wann endlich einer von den „Wachen“ dort in den Reihen auftaucht. Aber das scheint wohl Wunschdenken zu bleiben.

Bäh … ich hol mir noch einen Kaffee. Und auch wenn er weder „FairTrade“, noch sonstig irgendwie besonders umweltschonend hergestellt oder angepflanzt wurde, bin ich mir sicher, das er mir schmecken wird.

Und mit diesem Kaffee überlege ich mir, wie ich heute die Welt retten kann … 😁

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Abens am Berg

Mini rumort noch in ihrem Zimmer rum und hört Musik. Soll sie. Die Lautstärke ist nicht zu laut und kann damit auch nicht nerven. Das rumoren? Sie wird wohl aufräumen oder vielleicht gräbt sie einen Fluchttunnel? … 🤔

Fast eine Stunde Familien – Video – Anruf hinter mich gebracht. Dank WhatsApp funktioniert das ja immer und überall. Zuerst mit dem Junior gesprochen. Er ist krank und jammerte, das seine Nase so wund sei und ihm so furchtbar weh täte … 🙈 … Danach folgte eine eben unkonventionelle Mutter – Sohn – Konversation, in der wir uns ständig gegenseitig dissden (schreibt man das so? 😳 … Ich habe keine Ahnung … 🤷🏼‍♀️).

Irgendwann beteiligte sich auch kurzfristig Mini am Gespräch, verkrümmelte sich aber wieder und tauchte erst wieder auf, als mein Ex, also ihr Vater, nebst der Großen und Minimi die Bühne betraten.

In den ersten fünf Minuten klärten wir die organisatorischen Dinge. Die Schriftstücke, die ich benötige, der Termin morgen mit Junior beim Jugendamt wegen seiner „Straftat“ … 🤦🏼‍♀️ … 🙄 … Ich frag mich noch immer, wie man auf so eine blöde Idee kommen kann, echt mal!

Ich sagte ihm, das ich dann am 18. Oktober zu Besuch komme, was auch die Große freute.

Danach konnte ich mich 2 Minuten zurück lehnen, weil Mini mit ihrem Vater sprach. Und wieder konnte ich feststellen, das da zwischen den beiden wirklich nichts ist, kein Draht zueinander. Mehrfach warf ich ihr ein paar Stichworte zu, damit sie überhaupt etwas erzählte. Und dennoch beharrt und besteht sie darauf, mit ihm zu telefonieren.

Jetzt ist Ruhe und ich lass den Tag sacken. Viel mehr die MST – Sitzung. Das Projekt, mich mehr abzugrenzen und Mini mehr Verantwortung und Kontrolle zu überlassen, läuft jetzt an.

Dazu habe ich mir die „Morgenroutine“ rausgesucht. Klingt albern, führt aber regelmäßig jeden Morgen zu kleineren oder auch größeren Auseinandersetzungen. Mini ist schon informiert und ich habe es ausführlich mit ihr besprochen, wie das nun morgens laufen wird.

Schwierig wird der Part für mich, in der vorgegebenen Zeit so gar nicht auf Mini zu reagieren. Nicht, wenn sie mit der Zahnbürste durchs Wohnzimmer turnt. Nicht, wenn sie naggisch oder halbnackt durch die Wohnung rennt. Nicht, wenn sie die Katzen ins Bad lockt …

Ich soll am Tisch sitzen und meinen Kaffee trinken …

Ich weiß, das das richtig ist und vielleicht auch Besserung bringt. Es wird allerdings ein harter Weg, auch für mich. Ruhig bleiben, ignorieren und vor allem, sachlich bleiben. Keine emotionale Reaktion zeigen, dafür aber Aufmerksamkeit geben, wenn sie diese gar nicht einfordert.

Und noch etwas kreist im Kopf … Eine völlig aberwitzige Idee. Ich weiß noch nicht, ob ich damit tatsächlich etwas anfangen kann … 🤔 … Mal die nächste Woche abwarten.