Tagebuch

Freitag 05/20

Das Wochenende klopft an die Tür und bevor ich ihm öffne, schaue ich nochmal zurück und mich auch um.

Die Woche war zufriedenstellend und erfolgreich. Nichts, was offen geblieben wäre. Die Liste bis auf den letzten Punkt abgearbeitet.

Heute Abend hole ich dann den Junior vom Bahnhof, der zwischenzeitlich schon auf dem Weg hierher ist. Er freut sich und ließ mich schon wissen, das er die nächsten Tage unbedingt schon mal die Einrichtung in der Nähe sehen möchte.

Nächste Woche ist der Termin beim Jugendamt, der letzte wurde wegen Krankheit verlegt. Ich bin zuversichtlich, was das Gespräch angeht. Die Strategie steht und es wird sich schon finden.

Sportlich war ich die Woche etwas faul. Meine Schritte habe ich kaum geschafft, da mir das Wetter zu nass und zu windig war. Jaaa … 🙄 … Das ist sicher teilweise auch eine Ausrede, allerdings bin ich immer nicht wieder fit und ich will nicht riskieren mir schon wieder was einzufangen.

Hier zu Hause allerdings bewege ich mich fast schon wieder vollständig normal … 😁 … Kein Luft schnappen, keine Zwischenpausen mehr und das macht zufrieden.

Weniger zufrieden macht die emotionale Entgleisung heute. Ich kann halt nicht aus meiner Haut und wenn ich mir um jemanden Gedanken mache, dann ist das halt so. Bevor ich was sage, schaue ich mir das Ganze auch erstmal an. Weiß ich doch von mir selbst, das es einem so ein komisches Gefühl macht, wenn einem gesagt wird, das andere sich um einen sorgen und Gedanken machen.

Man ist sich ja dessen bewußt, das etwas nicht „rund“ läuft. Allerdings gibt es Situationen, die man weder sofort, noch kurzfristig so verändern kann, das alles wieder stimmt.

Der Spaghat zwischen „wissen“ lassen und „zusetzen“ ist dabei sehr schmal und hat mich, wieder einmal, überfordert.

Jetzt geht’s wieder und das ist ganz gut so.

Tagebuch

Fortschritt?

Die Flocke ist voll geladen. Sämtliche Spenden fürs Sozialkaufhaus befinden sich im Auto und selbst meine überzähligen Haushaltsdinge will man mir abnehmen, wie ich heute telefonisch erfragte.

Kleidungstechnisch habe ich ausgesiebt und ausgedünnt. So richtig zufrieden bin ich aber noch nicht. In der nächsten Zeit werde ich mal munter kombinieren und dann nochmal durchgehen … 😁

Immerhin habe ich genug Platz generiert, um ein paar Sachen endlich aus dem Weg zu räumen, was mich widerum versöhnlich stimmt.

Gewichtstechnisch habe ich ein Kilo zugenommen … 😁 … Auch das löste Freude aus. Mini hat auch das erste Kilo abwärts geschafft und so gegensätzlich die Zielsetzung auch ist, wir motivieren uns gegenseitig.

Im übrigen passt sie auch sehr genau auf, wie oft ich mir eine Zigarette nehme und fragt extrem nervig, ob das sein muss … 😂😂😂 … 🤦🏼‍♀️

Natürlich muss es nicht sein und oft genug lass ich es dann auch sein, weil es nervt, ständig gefragt zu werden … 😂😂😂

Morgen kommt der Junior und das Gästezimmer ist soweit für ihn vorbereitet. Ich bin gespannt, er möchte am Wochenende für uns kochen und das soll er auch. Ich lass mich gern mal bekochen und inzwischen bin ich geduldig genug, den Junior und auch die Mini allein machen zu lassen. Auch wenn ich es anders machen würde … 😁

So verschanze ich mich zumeist hinter einem Buch, ignoriere das Chaos in der Küche und lasse es laufen.

Jetzt noch den Wecker stellen, schließlich muss Mini morgen wieder zur Schule … 😊

Tagebuch

Donnerstag 05/20

Aus dem Bett gefallen? … 🤔 … Joar … Könnte man fast so sagen. Unbedingt aufstehen wollte ich nicht, aber sei es drum. Jetzt bin ich halbwegs wach, die Kater alle abgefüttert und der Kaffee ist fertig.

Den trinke ich inzwischen nur noch ganz selten schwarz. Inzwischen brauche ich Milch und Zucker zum und im Kaffee. Es gibt tatsächlich Momente, da frage ich mich, ob das am Alter liegt und ich nun defintiv alt bin … 🤔 … 😳

😂😂😂 … lustig, oder? ICH bin alt. Mit 45 bin ich nämlich in der Mitte angekommen und damit definitiv nicht mehr jung. Obwohl innerlich … 🤔 … Da bin ich kein Tag älter als 23, im Wesen und manchmal auch im Verhalten. Noch immer kann ich von jetzt auf gleich die Fassung verlieren und emotional eskalieren. YEAH, Baby, DAS kann ich … 😎

Egal … weder übers Alter, noch über Kaffee wollte ich schreiben. Aber was wollte ich dann? … 🤔

Erfreulicherweise dümpelt mein Leben gerade so vor sich hin und es sind mal keine schwarzen, schwere Regenwolken in Sicht. Auch kein Nebel. Das bißchen Nebel in dem Seitenarm des Beziehungsgeflechts umschiffe ich momentan geschickt durch Ignoranz. Es besteht kein Handlungsbedarf, so lange man nicht weiter eintauchen, bzw. einfahren will. Und nö, ich will nicht.

Im übrigen Beziehungen. Was macht eigentlich eine „gute“ oder eine „schlechte“ Beziehung aus? Und sagt meine Art von Beziehungen zu anderen etwas darüber aus, wie meine Beziehung zu mir selbst ist? … 🤔 … Schließlich ist die einzige haltbare Beziehung die zu sich selbst. Alle anderen haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Was sicherlich auch in einigen Fällen ganz gut ist … 😁

Ich leiste derzeit „Beziehungsarbeit“. Die Beziehung zu mir selbst steht im Vordergrund. Nachholbedarf? Nein, nicht wirklich. Die Vorarbeiten habe ich in den letzten Jahren schon geleistet. Jetzt geht es einfach darum, gut zu mir zu sein, mehr auf mich zu achten. Stolz auf mich zu sein, auf meine Stärken, Schwächen und die 1000 Macken.

Ich ordne mich neu, von dem, was geblieben ist, wird nun erneut aussortiert und reduziert. Was sich auch äußerlich bemerkbar macht und langsam sichtbar wird. Zum absoluten Minimalisten werde ich nicht, das weiß ich, aber sehr viel aufgeräumter und leichter als jetzt, darf es und soll es schon werden … 😊

Ich löse Warteschleifen auf. Sorry, aber ich werde nicht mehr darauf warten, das XYZ sich endlich rührt oder B endlich eine Entscheidung trifft. Mein Zug fährt pünktlich ab.

Aus der Reaktions – Falle in den Aktions – Modus. Viel zu lange nur reagiert, statt zu agieren und dabei zu der Musik von anderen getanzt. Dabei aus dem Tritt gekommen und den eigenen Rhythmus verloren.

Und jetzt werde ich gekonnt meinem Rhythmus folgen, mir noch einen Kaffee holen und es genießen, das ich gar nichts muss, alles kann, wenn ich denn will und es einfach „sein“ lassen … 😁

Tagebuch

Bergfest 05/20

Spät, aber immer noch rechtzeitig … 😁

Viel zu berichten gibt es nicht. Die Tage verdümpeln in gewohnter Weise. Ich kümmer mich um Mini und darum, die Punkte auf der Liste abzuarbeiten.

Heute noch fix den Termin mit dem Kieferorthopäden vereinbart, damit es auch hier nahtlos weiter gehen kann und dem Vermieter nochmal auf die Finger geklopft. Der nette Installeteur war zwar hier, wollte auch wiederkommen und ward bis dato nicht mehr gesehen … 🙄 … Da streikt es dann auch mit meiner Geduld.

Das Schlafzimmer habe ich heute von der „Frühjahrsputzliste“ als erledigt gestrichen und das macht ein gutes Gefühl. Nächste Woche bringe ich die ersten Sachen zum Second – Hand – Laden und bin gespannt, was ich dafür noch bekomme … 🤔

Die Spendenkisten bringe ich Freitag zum Sozialkaufhaus. Mini will mich dabei begleiten und so machen wir das, wenn ich sie Mittags von der Schule abhole, gemeinsam. Ich denke, sie ist einfach gespannt, ob man ihre alten Sachen wirklich gebrauchen kann … 😉

Das Gespräch mit meiner Chefin war zufriedenstellend. Es wird erstmal dabei bleiben, das ich von den Wochenenden befreit bin, da die „Neue“ hauptsächlich nur an diesen arbeiten kann und ab und an wird diese auch mal eine Wochenschicht von mir übernehmen. Als Ausgleich bekomme ich dann noch „Zusatzschichten“, damit ich auch auf meine Stunden komme. Der „Wackelkollegin“ wird das am wenigsten schmecken … 😁 … Denn es werden ihre Schichten sein, die ich dann übernehme.

Und sonst so? Habe ich mich heute mal etwas mit meinen Finanzen auseinander gesetzt und war doch etwas erstaunt, was unterm Strich zur Verfügung bleibt. Erstaunt, weil ich diese Zahl bisher noch nicht real auf dem Papier habe stehen sehen … 😁 … Ein komfortables Polster ist es, um ohne großartig zu Rechnen, den Monat zu bestreiten … 😎

Und tatsächlich rief es auch den Sparfuchs auf den Plan … 😂😂😂 … Der gleich fragte, wie viel ich wirklich ausgeben muss. Ob und um wie viel man die Summe der Ausgaben reduzieren kann … 🤦🏼‍♀️ … Des Spaßes wegen, werde ich es demnächst mal ausprobieren … 😁

Tagebuch

Innehalten …

Sich auf sich selbst besinnen. Mal drei, vier Schritte zurück treten und sich und die restliche Welt mal von außen betrachten. Sich erheben und die Pespektive wechseln.

Den Blick auf das legen, was man schon geschafft hat. Auf das, was man alles erreicht hat, statt an dem zu haften, was nicht funktionierte.

Ruhe und Sicherheit darin finden, das man genug ist, so wie man ist. Man kann, wenn man will. Muss es aber nicht.

Ich richte mich und mein Leben neu aus. Die „Baustellen“ minimieren sich endlich und Dinge kommen in Bewegung und damit in Fluß. Die „Durststrecke“ endlich überwunden und ich kann annehmen, was mir da gerade angeboten wird. Weil es gut ist, wie es gerade kommt.

Die Entscheidung für mehr Leichtigkeit im Leben, für mehr Spaß und etwas mehr „Verrücktheit“ … Ist nicht verkehrt, da Teil meines Wesens.

Bei all meinen Überlegungen lande ich auch früher oder später bei dir. Und während mir alles andere klar erscheint, weiß ich bei dir gerade so gar nicht, wie du in das Bild passt. Viele „???“ formen sich im Kopf und sie werden nicht weniger.

Ich lasse das Thema fallen, es bringt mir nichts. Statt dessen hilft es tief durchzuatmen.

Mutig sein … Neue Wege finden und mal etwas außergewöhnliches ausprobieren. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Mir sind keine Grenzen gesetzt.