Tagebuch

Donnerstag 09/20

Schon wieder wach … Der Kater hat einen unbestechlichen Wecker … 🤦🏼‍♀️

Heute ist hier der letzte Großputztag. Dann ist wieder Ruhe bis nächstes Jahr … 😂😂😂 … Nee … Natürlich nicht … 😉 … Aber dann reicht der normale Reinigungsrhythmus … 😁

Morgen, wenn Mini in der Schule ist, habe ich ein Supervision – Gespräch. Ich sollte Minis Ausraster zum Thema machen. Aber das halte ich momentan für keine gute Idee. Und ich kann es noch nicht mal erklären, nur das sich in mir alles sträubt, genau dies jetzt zu thematisieren. Ich werde sehen, was ich morgen daraus mache. Ich weiß, das es wichtig wäre, für mich. Dennoch …

Ist übrigens eine sehr typische Situation. Warum denn jetzt noch darüber reden? Es ist vorbei, ja, es geht mir soweit gut. Nein, ich hätte nichts anderes tun können und nein, es ist nicht meine Schuld. Und dann sitzt man da, lächelt irgendwie und innerlich ist da wirklich nichts. Jedenfalls nicht jetzt. Das kommt meist erst mit Verzögerung und erheblicher Verspätung, weil ich ziemlich gut darin bin, bei so ernsten Sachen, elementaren Begebenheiten, die komplette emotionale Beteiligung auszusperren. Ich funktioniere. Ich befinde mich im „Überlebensmodus“. Ich will auch gar nicht fühlen, weil das viel zu viel ist.

Ist schon ziemlich cool, wenn man Muster, Strategien so gut erkennt und analysieren kann. Blöd ist nur, wenn man sie nicht ändern kann, weil … 🤔 … Tja, was hindert mich daran, die eingefahrenen Spuren zu wechseln?

Es ist einfacher. Man fällt weniger auf. Es ist nicht so peinlich. Man fühlt sich nicht unbedingt als Versager. Die Liste ist beliebig weiter fortsetzbar.

Und ja, ich bin momentan frustriert. Nicht, weil Mini ausgerastet ist, nö, das ist es nicht. Sondern weil das letztlich dafür sorgt, das ich mich nun doch mit Sachen beschäftigen muss, die ich bisher fein unter den Teppich gekehrt habe. Weil mein „Ja/Nein/Vielleicht“ – Verhalten nun direkten Einfluß auf einen anderen hat, der mit solchen Ambivalenzen und Unsicherheiten noch sehr viel schlechter umgehen kann, als ich selbst … 🙄 … Na ja, eigentlich kann Mini damit gar nicht umgehen. Für sie gibt es nur Schwarz oder Weiß.

Und ja, ich bin auch übermüdet und vielleicht bewerte ich die Situation gerade völlig falsch. Denn auch wenn ich die Beteiligung von Mini rausnehme, bleibt der Umstand, das mich genau die strittigen Themen schon geraume Zeit beschäftigen. Vielleicht bin ich deswegen frustriert, weil nun der „öffentliche“ Fingerzeig kam, der mir das vor Augen führte und ich nun zum Handeln quasi gezwungen werde, obwohl es anders doch so viel bequemer wäre …

Auch das gehört zum Leben mit Mini.

Ich brauch einen großen Kaffee … ☕

Tagebuch

Fastenzeit …

Bisher habe ich die Fastenzeit übergangen. Warum sich auch damit beschäftigen? Für mich kam fasten nie in Frage, zumindest nicht das, wo man auf bestimmte Lebensmittel verzichtet.

Letztes Jahr wollte ich in der Fastenzeit auf bestimmte Dinge verzichten. Das fiel aus, da ich zu viele Dinge zu organisieren hatte, schließlich sollte Mini ja zu mir kommen. (Tatsache, es ist bald ein Jahr her … 🤔)

Dieses Jahr begebe ich mich in die Fastenzeit und habe vor auf einige Dinge zu „verzichten“ und hoffe, das mir gewisse Dinge einfach klar werden und ich den für mich richtigen Weg finde.

Der Ausbruch von Mini begleitet mich in die Fastenzeit. Schließlich brachte sie auch Dinge zur Sprache, die sie beschäftigen, die mit mir direkt und persönlich zu tun haben. Das geht nicht. Also werde ich die offenen Fragen dazu klären müssen.

Ich fühl mich etwas unwohl dabei. Andrerseits … Schlimmer als jetzt kann es auch nicht werden.

Also, auf eine fröhliche Fastenzeit … Denn auf Humor werde ich nicht verzichten …

Tagebuch

Bergfest 09/20

Statt gestern zu Arbeiten, gab es eine Krisenintervention. Ich steh noch etwas neben mir und bin zu allem Überfluß flügellahm. Der linke Arm schmerzt vom Festhalten.

Noch mehr schmerzt mich allerdings, der Ausraster und das dazu gehörige Programm das Mini dazu lieferte.

Gott sei Dank hat sie sich relativ schnell beruhigt, so blieb ihr ein Aufenthalt in der Klinik erspart und ihre Kinderärztin ist mein persönlicher Held vom gestrigen Tag ❤

Sie hielt sofort Rücksprache mit dem Kinder – und Jugendpsychiater, mit dem ich dann auch kurz sprach. Mini erhielt gestern eine Beruhigungsspritze, heute wird ihre Dosis minimal erhöht (die des Dämpfers) und erneut der Spiegel bestimmt.

Der Grund des Ausrasters? Schlichte Überforderung. Es streßt sie, das sie zukünftig mit einem weiteren Kind beschult werden soll, das macht ihr Angst. Das der Junior ihr gesagt habe, das sie Schuld sei, das er nicht hier sein kann, verursacht ihr Streß. Viele Kleinigkeiten, die sich zusammenballten und sich gestern Bahn brachen.

Allerdings … und das wird ein Thema für den Kinder – und Jugendpsychiater werden, versuchte sie gestern weder sich selbst zu verletzen, noch äußerte sie konkrete Suizidgedanken. Statt dessen war sie motorisch total unruhig, weinte, schrie und wollte permanent weglaufen.

Gestern Abend, nachdem sie schon Stunden geschlafen hatte, tauchte sie bei mir im Wohnzimmer auf. An Schlaf und Ruhe war gestern erstmal nicht zu denken.

Und dann saß sie da, wie ein Häufchen Elend, heulte Rotz und Wasser und brachte raus, was ihr auf der Seele lag und bedrückte. Ich ließ sie, tröstete sie, indem ich sie festhielt, aber ihr Reden unkommentiert ließ.

Nachdem alles raus war, beruhigte sie sich, entschuldigte sich für den Aufstand und den Ausbruch. Ich versicherte ihr, das dieser Ausbruch nicht zur Folge hat, das sie ausziehen muss und brachte sie wieder ins Bett.

Danach war an Schlaf erst recht nicht mehr zu denken. Also gab es eine halbe Nachtschicht, denn die drei Stunden Schlaf haben nicht wirklich was gebracht … 🤦🏼‍♀️

Emotional bin ich noch abgeschaltet, das kann ich gerade nicht gebrauchen. Statt dessen rattert es rational und analytisch. Alle Begebenheiten der letzten Zeit habe ich mir nochmal angeschaut. Kreuz und quer gedacht. Letztlich das Hilfenetz unter die Lupe genommen und zu verbessernde Schwachstellen auf die Agenda gesetzt.

Die Frage nach der „Schuld“ stellt sich mir gerade nicht. Viel mehr interessiert mich, wo es Lücken gibt, das es soweit kommen konnte und wie lassen sich diese verhindern. (Zudem bin ich mir bewußt, das sich diese Episoden nie zu 100% verhindern lassen. Sie sind Teil von Minis Erkrankung.)

Heute geht es darum, wieder zurück zur Routine zu kommen. Für Mini. Damit sie sich orientieren kann. Ich versuche souverän zu bleiben.

Auch wenn ich innerlich alles andere als souverän und stark bin. Zumindest habe ich jede Menge Kaffee … ☕

Tagebuch

Dienstag 09/20

Gott sei Dank ist morgen dieser Karneval – Fasching – NärrischeTage – Hype vorbei. Und wieder einmal kann ich mit Stolz sagen „Karneval 2020 – Ich war nicht dabei!“ … 😁

Mach ich mich damit unbeliebt? … 🤔 … Bestimmt. Ist mir aber egal. Ich bin ein Nordlicht. Geboren in der Lüneburger Heide. Ich muss mit dem hier so typischen Brauch nichts anfangen können.

Auch als Kind und Teeny hat mich an dieser Zeit lediglich der Schulausfall interessiert. Verkleiden? … 😳 … Geh weg. Das ist doch albern … 😎

Ich gönn den Leuten ihren Spaß, ihre Umzüge und Feiern. Bitte, wer Spaß daran hat, soll sich dort ausleben. Und ja, das Karneval Nationalitäten verbindet, super … 👍

Ich bleib trotzdem lieber zu Hause … 😁

Nach dem schönen Wochenende, mit reichlich Sonne, gab es gestern Regen und … Nebel. Und zwar wieder richtig Nebel. Diese Art von Nebel, das ich lediglich bis zur Hecke gucken kann. Alles dahinter, Feld und der „Hügel“ sind vor der weißen, kompakten Nebelwand nicht auszumachen. Noch nicht mal ansatzweise.

Auch heute ist es nicht besser und es drückt schon etwas die Laune. Sonne wäre mir lieber. Besser fürs Gemüt und besser für die zarte Seele.

Für meine Motivation ist das Wetter auch Mist. Sie versteckt sich wieder und das Suchen ist so verdammt anstrengend … 🙄 … Aber hilft ja nichts. Heute Vormittag wird zu Hause gewirbelt und heute Abend an der Tankstelle.

Nächsten Monat habe ich wohl wieder 2 Wochenddienste im Plan, weil die „Neue“ Urlaub macht. Meine Freude ist begrenzt. Der Sonntagsdienst ist für mich persönlich der Schlimmste von allen. Mal sehen, ob ich da nicht doch noch intervenieren kann und doch den Samstag bekomme … 😁

Ansonsten ist hier alles langweilig. In meinem Fall bedeutet das ja, nichts außergewöhnliches in Sicht und auch keine aktuelle Katastrophe, die behoben werden muss … 😁 …

Das läßt Raum für Dinge, die sonst irgendwie zu kurz kommen. Wie die, ob ich an meinem Blog bastel oder nicht. Und wenn ich daran rumbastel, was genau will ich verändern … 🤔 … Einfacher war es da, ein paar Themen zu finden, die mich interessieren und die ich unbedingt noch bearbeiten will. Ist eine lustige Mischung und, wie nicht anders von mir erwartet, passen sie alle nicht zusammen … 😂😂😂

So und jetzt noch einen Kaffee … ☕ … Dann gehts ab in den Tag … 😉

Tagebuch

Montag 09/20

Tatsache, das Jahr ist schon 9 Wochen alt. Die letzte Februarwoche ist angebrochen und damit die letzte Woche meiner Frühjahrsputz – Aktion.

Ich habe einiges aussortiert und inzwischen auch schon entweder zur weiteren Verwendung abgegeben oder endgültig entsorgt. Diese Woche ist „nur“ noch putzen angesagt … 😁 … Reine Fleißarbeit.

Damit wäre quasi die äußere Ordnung hergestellt und ich kann mir im März die geplante Auszeit nehmen und mich mit verschiedenen Themen beschäftigen.

Innere Ordnung und so … 😁 … Eigentlich hoffe ich ja nur drauf, einen neuen Nagel zu finden, an dem ich alles aufhängen kann.

Nein, war natürlich nur Spaß … 😊 … Ich versprech mir davon eigentlich nur, das sich gewisse Themen klären und ich für mich meinen Weg finde.

Was ist mir wichtig und worauf kann ich verzichten, sind dabei die zentralen Fragestellungen. Was will ich für mich? Da wird die Übung darin bestehen, diese Frage konkret zu beantworten.

Natürlich wird das normale Leben weiter gehen und auch der Nebenjob wird wie gewohnt laufen. Es wird halt nur minimale Veränderungen im Ablauf geben. Und ich werde auf einige Dinge verzichten und andere auf ein sehr reduziertes Maß regulieren. Fast passend zur Fastenzeit.