Tagebuch

Dienstag 14/20

Die letzte Woche in der Betreuung, dann hat Mini regulär Ferien. Wie es danach weiter geht? Das weiß noch keiner. So wie im Rest des Landes auch … Schulter zucken und die Devise „Abwarten“ ziehen sich durch das gesamte Spektrum.

Für mich jetzt nicht besonders aufregend. Meine Planung ging eh nur bis Ostern. Spätestens am 12. wird der Junior abreisen, damit er am 14. April in die Wohngruppe wechseln kann. Mini hat bis zum 17. dann Ferien und kann sich von der Zeit mit Junior „erholen“.

Die Sommerreifen werde ich erst im Mai wechseln lassen, weil ich durch das momentane hin und her nicht wie geplant vor Ostern in den Norden komme … 🙄

Ob ich bei der Gelegenheit die Oma sehen werden? … 🤔 … Mal schauen, schließlich ist die Oma nah der 90 und damit hochgradig gefährdet. Heute rufe ich sie wieder an, so wie in der letzten Zeit immer wöchentlich, um zu hören, wie der Stand der Dinge ist. Sie schimpft und meckert, das sie nur zu Hause bleiben soll, noch nicht mal raus zum Hühner fütter soll sie. Wie dämlich sei das denn, fragt sie mich … 😳

Aber sie hält sich dran, sie weiß, das die Lage ernst ist, auch wenn der Tod an sich ihr keine Angst macht. „Ich war jetzt lang genug hier!“, so ihre Aussage dazu.

Dem Besten in der Haupstadt geht es auch gut, auch hier herrscht nun regelmäßiger Kontakt, was aber mehr an Mini liegt. Sie telefoniert einmal wöchentlich mit ihm. Klar, das auch ich dann ein oder zwei Worte mit ihm wechsel … 😁

Und sonst? Alle anderen Kontakte, die sporadische Besuche mit sich brachten, sind auf WhatsApp beschränkt. Reicht vollkommen. Auch ohne das Ereignis hätte ich derzeit kein Interesse an persönlichen Kontakt. Soziale Distanz? Kann ich … 👍

Ich geh freiwillig auf Distanz. Kein Platz, um sich auch noch mit anderen auseinander zu setzen. Kein Nerv dazu, sich auf andere einzustellen. Minis Präsenz überlagert gerade alles. Das Jahr, das hinter uns liegt, hat Spuren hinterlassen. Der Art, das ich extrem angespannt bin, es mir an Ruhe und Gelassenheit fehlt und ich wegen Kleinigkeiten aus der Haut fahre.

Mal sehen, ob das regelmäßige Gehen nun den nötigen Abstand schafft oder noch anderes her muss.

Jetzt reicht erstmal ein Kaffee … ☕

Tagebuch

Montag 14/20

Joar … Ich bin heute spät dran. Macht nichts. In Zeiten von Corona gibts kein zu spät … 🤷🏼‍♀️

Gestern Nacht habe ich noch ziemlich lange fern geschaut. Resident Evil und Suicid Squad. Ist zwar kein Bildungsfernsehen und vielleicht auch nicht besonders wertvoll. Aber hey … ☝️ … Dafür war es einfach nur trashig geil, mit Chips und einem Bier, mit dem Junior auf dem Sofa zu sitzen und sich das Spektakel anzuschauen … 😁

Deswegen bin ich heute morgen auch etwas verspätete aus dem Bett gekrabbelt. Natürlich war genug Zeit für den gewohnten Ablauf, auch wenn ich diesen Morgen noch zum Arzt mußte. Mini hatte ihren ersten Labortermin, wegen der Medi – Anpassung, nicht wahr … 😉

Danach hatte ich das übliche Gedöhns unter Zeitdruck. Um 11 Uhr sollte ich ja zum Gespräch in der Einrichtung sein, schaffte ich auch. Mit dem Gefühl, auch den Haushalt gewuppt zu haben.

Das Gespräch war interessant und wenn ich mich etwas gesammelt habe, werde ich auch ausführlich darüber berichten. Nur so viel vorne weg. In der Einrichtung und der Betreuung wird nun intensiv geguckt, welche Rahmenbedingungen eine Wohngruppe mitbringen muss, um Mini langfristig aufnehmen zu können, und … ☝️ … Gibt es eine solche Einrichtung, wenn ja, wo. Was wäre eine Alternative …

Besser habe ich mich nach dem Gespräch nicht gefühlt. Eher erschlagen. Müde. Kaput.

Einkaufen war so semi erfolgreich. Kein Mehl, keine Suppennudeln … 🙄 … Yeah … Morgen mal sehen, ob ich bei uns vor Ort erfolgreicher bin.

Nach dem Einkauf gab es schnelle Ravioli aus der Dose, der Hunger der Kinder war zu groß und ehrlich gesagt, hatte ich vorhin auch keine große Lust mehr, großartig zu kochen. Die schnellen Nudeln kamen gut an, machten satt und die Kids zufrieden.

Morgen gibt es eine Hühnersuppe. Der Junior wünschte sich diese und was soll’s, schaden kann es nicht … 😁

Morgen kann ich vom Hausarzt mein Rezept holen und werde den nächsten Kontrolltermin absprechen.

Heute Abend bleibt es wohl ruhig. Ich nehme mein Buch und werde mich rechtzeitig vom Acker machen … 😊

Tagebuch

Netzfund …

Wenn du die kleinen Locken am ende ihres Haares nicht liebst oder die Falten ihrer Nase wenn sie von Herzen lacht, dann lass sie gehen… Wenn du sie nicht als ein Meisterstück von Gotteshänden gemacht siehst, dann lass sie gehen, weil jemand anders wird sie so sehen… Sei nicht Egoistisch…

Wenn du es nicht liebst wie sie niest oder wie ihr während dem Zähneputzen, die Zahnpasta am Kinn hinunter läuft weil sie dabei lacht, dann lass sie gehen… Wenn dein Herz nicht aus der Brust springt vor glück, wenn du morgens neben ihr aufwachst und sie friedlich auf deiner Schulter schlafen siehst, dann lass sie gehen..

Lass sie gehen, denn es gibt einen Mann da draußen der Töten würde für das was du nicht geschätzt hast!

Du hältst sie bei dir, obwohl du sie nicht liebst, das ist Grausam… Nicht nur Grausam, du enthältst sie dem Mann vor, der ihr alles geben würde der sie im Gegensatz zu dir aufrichtig Lieben und Schätzen würde..

Jemandem bei dem es zittert im Brustkorb wenn er sie um die Ecke kommen sieht, bei dem die Welt stillsteht in dem Moment wenn sie ihn Anblickt, jemand der an einem schlechten Tag nur an sie Denken muss um zu wissen was für ein Glück er hat, der egal wo er ist, weiß Zuhause wartet die tollste Frau der Welt auf ihn und deshalb ist er ihr Treu an jedem Ort der Welt und auf jede Entfernung und egal wie lange sich ihre Augen nicht sehen, er ist Loyal und Treu weil er weiß was er an ihr hat…

Und bist dieser eine „Jemand“ nicht DU, dann lass sie gehen…!

Sie ist ein Wunder, sie ist Magie, sie ist Heilung, sie ist verdammt nochmal dass wovon wir Männer sagen „Es gibt solche Frauen kaum noch“…

Und sie verdient einen Mann der ihr das Gefühl gibt, das alles in ihr zu sehen und zu schätzen… Zu Lieben…

Der Poet

Ich finde, dem Text fehlt noch die Ergänzung, das man auch jemanden gehen lassen sollte, wenn die Lebenseinstellung nicht passt. Den nichts halbes und nichts ganzes macht auch nicht glücklich.

Aber vuelleicht sehe ich das zu eng und zu beschränkt … 🤷🏼‍♀️ … Gern sind Meinungen und Kommentare gesehen.

Tagebuch

Ausgebrannt …

Manchmal ist es der Zufall, der einen dazu zwingt, die Augen zu öffnen. Mit Gewalt und mit aller Wucht. Da hilft es auch nicht, „Nicht – Sehen“ zu wollen, die Fratze der Realität lacht einem ins Gesicht und läßt sich nicht leugnen.

In Sekundenbruchteilen offenbart sich der Betrug. An erster Stelle der des Selbstbetruges, denn … Hat man es nicht gewußt? Zumindest aber geahnt? War da nicht immer das Gefühl, das etwas nicht stimmt?

Aber eine Ahnung allein? Ach, hab dich nicht so. Man sucht und findet Ausreden, beruhigt sich selber und glaubt, das alles in Ordnung ist. Oder zumindest in Ordnung kommt

Ist die Tatsache, das man etwas nicht sieht, was eigentlich da sein sollte, ein untrügliches Zeichen?

In meinem Fall bin ich zu müde, nach Erklärungen zu suchen. Zu müde, um darüber nachzudenken. Eigentlich bin ich dankbar. Hat das doch wieder einmal gezeigt, das die Sache mit dem Vertrauen nicht taugt und funktioniert.

Und so betete ich still Sätze wie ein Rosenkranz. Ein Mantra, um mich zu beruhigen. Die Welle flach zu halten.

Die Enttäuschung hielt sich in Grenzen. Nur der fade Nachgeschmack war schwer zu ertragen und erinnert an Kupfer. Er wird wohl auch noch bleiben. Egal, lieber den Geschmack von Kupfer im Mund, als mich ständig fragen, warum und wie lange ich mir das eigentlich noch antun will.

Ich brauch Schlaf. Danke, Corona, das ich dank dir genug Zeit zum „Neu – Ordnen“ habe …

Tagebuch

Sonntag 13/20

Der Dienstplan tauchte vor dem Telefonat mit der Chefin auf. Eigentlich machte er genau das überflüsdig, also das Telefonat. Aber Chefin bestand darauf. Also gut … Telefonieren wir eben noch … 🙄

Die Öffnungszeiten und damit die Schichtstunden haben sich geändert, das hatte sie mir ja schon die Tage angekündigt. Den kommenden Monat werde ich lediglich an den Wochenenden arbeiten, immer in der „Totschicht“ und das auch nur 4 Stunden lang. Na ja … Das werde ich auch überleben … 😎

Gestern mit warmer Jacke auf dem Balkon gesessen und die Sonne getankt. Der Wind war teilweise recht frisch, so das ohne gar nichts ging. Kuchen essend auf dem Balkon. Die Vögel beobachten. Milan und Falke teilten sich kurz die Einflugschneise zum Dorf, war ein tolles Bild. Hilft, zur Ruhe zu kommen und einfach mal durchzuatmen.

Und ja, es gab Käsekuchen. Dieses Mal war es der gekaufte, was weder am Geschmack, noch am Genuß etwas änderte. Nächste Woche gibt es den selbstgemachten mit Mandarinen, das ist mit den Kindern schon abgesprochen. Der Junior wünschte sich dazu einen Zitronenkuchen vom Blech, aber dazu muss es erstmal Mehl geben … 😂😂😂

Lagerkoller? … 🤔 … Nee, noch immer nicht. Es gibt noch genug Bücher zum Zeitvertreib und einige Schubladen und Kisten, die ich durchsehen und aussortieren kann. Die Küche lege ich mir nächste Woche neu an. Ausgeräumt und geputzt hatte ich ja schon. Gestern dann dachte ich mir, das mir halt diese und jene Kleinigkeit der Anordnung so gar nicht gefällt. Damit dürfte die kommende Woche auch gerettet sein … 😁

Eine ruhige Woche liegt da vor uns. Außer zum Einkaufen und zweier Arzttermine habe ich keine Gründe, das Haus zu verlassen. Damit bin ich einer der vielen „Vernüftigen“ … 😂😂😂

Die inneren Kinder toben zwar und versuchen, meine Aufmerksamkeit auf gewisse Dinge zu lenken, aber ich weiger mich bisher erfolgreich. Während ich Kisten sortiere oder Schränke poliere, beschäftige ich mich schon damit, im Hintergrund.

Wenn ich nachmittags zum Platz laufe, an dem meine Lieblingsbank steht, dreht es sich im Hintergrund und so ist der Geist, wie der Hund mit dem Knochen beschäftigt.

Ich bin geneigt, viele Spiegel zu zerbrechen oder einfach nur blind zu machen. Die große Entscheidungsfrage, ja oder nein.

Aber jetzt gibt es noch einen Kaffee und eine weitere Schlummerstunde … ☕