Tagebuch

Reise in die Vergangenheit … Elternhaus und Garten

Ich habe ein paar Bilder rausgesucht, um zu zeigen, was meine Eltern, den Garten betreffend mein Vater, geleistet hat.

Bei dem Haus handelte es sich um eine ehemalige Baracke der Schachtleute, denn da wo ich aufgewachsen bin, wurde tatsächlich mal Erdöl gefördert (im übrigen wurde dort auch das erste Erdöl überhaupt gefördert, noch bevor es in Texas entdeckt wurde!).

Das Grundstück hatte insgesamt etwas über 2000qm. Im hinteren Teil war ein ganz alte Streuobstwiese, von der ich leider kein Bild habe. Auch nicht von der dreistämmigen Silberpappel, ein Hauptstamm, aus dem sich dann drei weitere ausbildeten.

Der Anbau, der dann das Wohnzimmer wurde, mit noch nicht existierender Terrasse.

Das Haus an sich wurde von der einen Seite vom Wein überwachsen. An der anderen Seite war es dann der Efeu, der das Haus grün machte. Auch am Carport war Begrünung Pflicht und kam von ganz allein. Im übrigen nisteten die Hornissen genau rechts am Anfang des Carports. Dort, wo immer am meisten lis war … 😂😂😂

Gemäht wurde 2x im Jahr, ansonsten stand alles immer kniehoch. Wir hatten das größte Grundstück und hatten insgesamt 5 Nachbarn, an die wir grenzten. Der Spaß war also grenzenlos 😁 … Vor allem mit dem linker Hand, ein Bankangestellter. Ich überlass es der Fantasie des Lesers, wie sein Garten aussah und was das immer für Diskussionen gab, weil unser „Dreck“ in sein Garten flog (Samen, insbesondere Löwenzahn!).

Tagebuch

Donnerstag 18/20

Regen, Dauerregen. Mal stärker, mal seichter, aber nicht abnehmend. Toll. Das hat auch gefehlt. Ich hoffe, es regnet noch eine gewisse Zeit und spült endlich den Blütenstaub fort.

Morgen steht also die erste Schicht mit Mundschutz an. Meine Begeisterung ist grenzenlos … 🙄 … Werde ich etwas dazu sagen? Nein, noch immer nicht. Wozu auch? Es gibt genug „Experten“ und tatsächliche Fachleute die sich gegenseitig mit Meinungen vom Thron schubsen.

Ich könnte auch darüber berichten, was einem so beim einkaufen passiert und begegnet, aber auch das lasse ich. Es wird anderswo auch nicht anders laufen, wie hier. Nämlich so, das die Mehrheit der Leute glaubt, das sie wieder so weitermachen können, wie vor der Ausgangsbeschränkung … 🤦🏼‍♀️

Die Dummheit der Menschen ist Futter für den Misanthropen in mir und es fällt mir schwer, ihn immer wieder in den Keller zu sperren. Denn er hat ja recht! Für solche Idioten nimmt man all die Verbote und Beschränkungen in Kauf, die es noch nicht hinbekommen, Abstand zu halten? … 🤦🏼‍♀️ … Bäh, Menschen. Die sind so dämlich … 🙄

Ich lass das Thema mal dezent fallen. Keine Lust, das der Troll wieder auf der Matte steht und hier rumwettert, das …

Gestern also war ich auf einer Reise in die Vergangenheit. Fotos habe ich durchgesehen, aussortiert und neu geordnet. Die alten Bilder von zu Hause, dem Elternhaus nebst Garten, rührten schon gewaltig am Gemüt. Teilweise war es schon hart an der Grenze. Es überraschte mich, das ich so auf die Bilder reagierte. Dies heftige Gefühl von Verlust. Dies vermissen von glücklich und geborgen fühlen, dies Stück heile Welt, dieses hier gehöre ich hin und bin ich zu Hause … Das war ein ziemlich hartes Stück.

Die Bilder meiner Eltern aus glücklichen Tagen. Bilder von Familienfeiern mit Menschen, die inzwischen schon längst nicht mehr da sind. Das hat allerdings eher einen beängstigenden Zug an sich … Von der riesigen Familie ist lediglich eine handvoll geblieben.

Der anstehende Geburtstag meiner Mama am 03. Mai macht es momentan nicht leichter, denn sie fehlt mir noch immer. Dieses Jahr ist es noch etwas schlimmer. Ich erreiche das Lebensjahr, indem sie damals starb.

Überrascht es mich, das ich so heftig darauf reagiere? Nicht wirklich. Es zeigt mir sehr deutlich, was beherrschendes Thema im „Inneren“ ist.

Es stimmt schon, gewisse Dinge verheilen eben nie, aber sie werden erträglich und man lernt damit zu leben.

Noch einen Kaffee für’s aufgewühlte Gemüt und dann geht’s auch wieder los … ☕ … Passt gut auf Eure Familien auf und schätzt, das sie noch da sind … ❤

Tagebuch

Danke …

fjonka … 😂😂😂

Deine Bilder regten mich ja an, dir Bilder vom Garten meiner Eltern zu zeigen … Danke, für die Kettenreaktion … 🙄

Danke für die Reise in die Vergangenheit (War teilweise nicht einfach, aber ertragbar!).

Danke für die Beschäftigung von heute 4 Stunden. Fotos rauskramen, neu sortieren, auf das Bild starren und sich fragen „Waass? Wer hat das Bild gemacht?“ … 😅 … Ich wußte schon immer, das ich nicht fotogen bin … 🙈

Danke auch, das ich die nächsten Tage noch weitere Stunden damit verbringen werde, Fotos zu sortieren und endlich mal in die Alben abzulegen … 😉

Danke, das du mir damit zu einem weiteren Eintrag zu meinem Kartengeheimnis – Zyklus verholfen hast.

Danke … 🍀

P.S. Die Bilder zeige ich, wenn ich alle beieinander habe. Versprochen ✌

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Mittwoch 18/20

So langsam macht es wieder Spaß morgens aufzustehen. Es ist nicht mehr stockfinster und der Krach draußen durch die Vögel ist bombastisch. Der Regen war zu wenig, definitiv. Dennoch riecht es frisch draußen und die Natur scheint über Nacht nochmal explodiert zu sein.

Wieder einmal stelle ich fest, das ich das mag. Frühling, Sommer und Frühherbst. Herbst und Winter sind doch kacke … Trist, trüb, neblig. Dann eisig, kalt, matschig und erst der Schnee … 🙄

Und wie jedes Jahr zum Mai hin stellt sich mir die Frage, warum bin ich noch hier? Es gibt sicher Orte auf der Welt, da hätte man permanent diese Wetterlage und Schnee und Tristesse wären Geschichte.

Habt ihr solche Orte? Traumorte, um dort Urlaub zu machen oder gar permanent zu leben? Und wenn ja, was ist es, was euch damit verbindet? Und habt ihr ernsthaft schon darüber nachgedacht, die aktuellen Zelte abzubrechen, um an jenem Ort zu leben?

Ich hab das auch … 😊 … Diesen einen Ort, wo ich es mir vorstellen könnte. So dermaßen kitschig, das es fast weh tut … 😅 … Und irgendwie so typisch für mich … 🤦🏼‍♀️

Dieser Wochenteiler ist seltsam. Zumindest dieser moment für mich. Es ist selten, das ich ganz für mich bin und mir alles andere völlig egal ist. Die ständigen Fragen, was und wie es mit Mini weiter geht. Was treibt der Junior? Schafft die Große den Absprung?

Alles für den moment nicht beängstigend. Im Gegenteil. Ruhe legt sich darüber und ich bin zuversichtlich, das es so kommen wird, wie es kommt und das es dann gut sein wird.

Das hält so lange an, bis die eigenen Gedanken wieder Wellen schlagen und einem selbst in die Quere kommen.

Ich löse mich nach und nach von vielen inneren Vorstellungen. Auch wenn sie sich immer mal wieder Bahn brechen. Das ist okay. Es ist meine Entscheidung, ihnen Gehör zu schenken oder es bleiben zu lassen.

Auf der Liste von Dingen, die ich bleiben lasse, sammeln sich ganz viele Dinge an und jeder Punkt, der dazu kommt, erleichtert mich. Es entkrampft und entspannt.

Jessas … was für ein spiritueller Text bis hierher … 😂😂😂 … Wird Zeit, wieder normal zu ticken, um nicht aufzufallen … 😎

In diesen frühen Stunden, denke ich nicht nur an solche tiefgreifende Dinge. Meist aber ist das meine „kreative“ Stunde. Die Zeit, wo ich verschiedene Ideen habe und sich daraus Dinge zum umsetzen ergeben.

Ein anstehendes Fleiß – Projekt wird die Neu – Ordnung des Blogs werden. Themenbezogene Gliederung, Übersicht und auch eine ausgesuchte Sammlung an Schlagworten. Dieses Chaos muss ja auch mal in Bahnen gelenkt werden … 😂😂😂

Im übrigen Chaos … 😄 … Ich habe es tatsächlich geschafft, in meinem direkten Umfeld, der Wohnung, das Chaos in geordnete Bahnen zu lenken. Heißt, es gibt nichts mehr, das rumfliegt oder irgendwo in irgendeiner Schublade oder Karton gebunkert darauf wartet, genutzt zu werden. Jaaa, darauf bin ich schon ziemlich stolz … 😁

Heißt aber auch, das ich dadurch natürlich mehr Zeit habe, mich um andere Dinge zu kümmern oder mich damit zu beschäftigen.

Und ich freu mich drauf. Schließlich hat die Welt genug zu bieten und spielt täglich ein neues Schauspiel … ☕

Tagebuch

Kartengeheimnisse … Die Drei …

1 + 1 ergibt auch manchmal 3 … Obwohl auch hier gilt 3 ist einer zuviel …

Eigentlich hätte sie es ja wissen müssen. Es war einfach zu perfekt, zu ideal, zu … Eben einfach zu gut. Er zu aufmerksam, zu bemüht, zu verschwiegen …

Warum es sie trotz aller Anzeichen so traf, war ihr dennoch ein Rätzel. Verletzt und wütend rannte sie durch die Wohnung. Unfähig einen klaren Gedanken zu fassen.

Oh, es war nicht so, das da keine Gedanken waren. Das ging über den festen Vorsatz, dem Arsch am nächsten Tag in aller Öffentlichkeit eine Scene hinzulegen und damit den Sack zuzumachen. Die Wut loderte lichterloh und die Sachen, die er hier gelassen hatte, flogen quer durch den Flur.

Nachdem der erste Sturm verraucht war, überlegte sie, das es sicher für ihr Ego gut wäre, ihm einen bühnenreifen Auftritt zu liefern, er das aber gar nicht wert wäre. Warum, zum Henker, sollte sie ihn auch noch mit solcher Aufmerksamkeit „belohnen“?

Nö. Ein klarer Schnitt muss her. Sie würde so tun, als sei alles in Ordnung, würde Fragen nach Treffen entschuldigen und still, leise und heimlich den Absprung vorbereiten. Neuer Job, neue Wohnung und Tschau!

Die Idee gefiel ihr ganz gut. Wußte sie doch, das er garantiert nicht so einfach den Rückzug antreten würde und wissen wollen würde, was vorgefallen sei. Und das genau war es, was sie nicht wollte. Weitere Aufeinandertreffen, Erklärungen.

Sie blickte auf das Tablet. Komisch, dachte sie, war das Zufall? Gibt es eigentlich Zufall? Sie wußte, das es da noch eine andere gab, das war auch nie ein Geheimnis. Und es war die erste Zeit auch kein Thema. Sie wollte nichts weiter von ihm, als eine gute Zeit. Das da vielleicht eine andere auf ihn wartete? Und? Das war sein Problem …

Sie wischt die Tränen weg, die inzwischen ihren Weg gefunden hatten. Warum hat es nicht so bleiben können? So unverbindlich, so unbeschwert? Wann verdammt hatte sich das geändert und gedreht? Und warum, verdammt, hat er nichts getan? Sie erinnerte sich, das sie ihm gesagt hatte, das sie mehr will als das, mehr als nur ein paar Stunden, ein Wochenende.

Und er? Er hatte weder was gesagt, noch getan. Statt dessen machte er weiter wie bisher und vermied solche Gespräche.

Jetzt, in dieser Situation, wurde ihr schmerzlich klar, das sie sich hat verarschen lassen. Das sie sein Spiel stets mitgespielt hatte. Er brauchte Ablenkung? Hast du heute Abend Zeit? Er war nicht ausgelastet? Ich könnte mir das Wochenende frei machen …

Oh, das tut verdammt weh. Wie naiv war sie eigentlich? Wie dumm? Vor ihrem Auge sieht sie ihn, wie er ausgelastet und mit sich und der Welt zufrieden, neben ihr auf dem Sofa sitzt und darüber redet, wie anstrengend der Job doch wäre …

Die Vorstellung läßt sie würgen …

Drei sind einer zuviel, in ihrem Fall sind zwei zuviel. Er und die andere. Die, die all das mit ihm teilte, das er ihr vorenthielt.

Spät am Abend tippte sie eine Nachricht, stellte das Handy auf lautlos und verkroch sich in ihrem Bett. Es dauerte lange, bis der Schlaf kam, aber er brachte Linderung und die Hoffnung, das dies vorbei gehen wird.

In ihrer letzten Nachricht an ihn, forderte sie ihn auf, seine Sachen am nächsten Tag zu holen, den Schlüssel auf den Tisch zu legen und sie zukünftig in Ruhe zu lassen. Sie hatte einen Anhang beigefügt, in dem von seinem anderen Leben berichtet wurde und sie wünschte ihm viel Glück.