Tagebuch

Pfingstsonntag 2020

Humor … Alle scheinen Hunor zu besitzen, nur ich nicht … 🤔

Gestern Post vom Rententräger im Kasten gehabt. Allein durch die Dicke des Umschlags, war mir klar, das es sich um Minis Reha – Bewilligung handelt. Voller Vorfreude aufgerißen und dann nur gedacht, ob die mich jetzt verarschxxx wollen oder ob das humorvolle Sparmaßnahmen sind … 🤔

Schließlich soll ich ja als Begleitperson mit, sagt der Kinderarzt und auch der Psychiater. Das kann man ja umgehen, indem man das Kind in eine Reha – Einrichtung schickt, die nur 25 km vom Wohnort entfernt ist … 😠 … Haha … sehr witzig!

Das wäre an und für sich nicht das Hauptproblem, wenn man mal davon absieht, das ich an Meer gedacht hatte und nicht an eine Heimat – Reha. Nein, wir kennen diese Klinik, in die Mini nun soll und sie ist in sehr schlechter Erinnerung geblieben. Sowohl von der Behandlung, als auch vom Essen her und jetzt bin ich im Dilemma.

Mini in erreichbarer Nähe für 4 Wochen untergebracht, hieße für mich, 4 Wochen Urlaub für mich. In Ruhe. In Stille. Ohne Streß und Ärger. Das ist schon extrem verlockend.

Andrerseits habe ich Bedenken, das sich in dieser Klinik wirklich was geändert hat und Mini soll dort schließlich etwas gegen ihr Gewicht und die Haltungsschäden tun und nicht nur „untergebracht“ sein.

Ich bin mir nicht sicher, was ich nun mache. Mal gut, das ich bis morgen in Ruhe darüber nachdenken kann … 🤨

Zumindest beweist der Rententräger damit Humor und Sinn für Sparsamkeit … Ist ja auch mal was … 🤷🏼‍♀️

Noch weniger Humor besitze ich, wenn es um technisches Spielzeug, in diesem Fall dem Handy, geht. Mini hat mein aktuelles schon mit einer Spider – App versehen, indem es ihr schon einige Male aus der Hand und der Tasche fiel … 😠 … Gestern hat sie ihm dem Todesstoß verpasst, in Kombination mit dem Kater und dem lieben Gott oder dem Universum.

Sie legte es auf dem Tisch und ich sagte ihr noch, sie solle es entweder weiter nach hinten legen (es lag direkt an der Kante!) oder besser noch auf den Hocker legen. Was sie beides nicht tat und der Kater? Springt auf den Tisch und wirft das Handy runter … 😳 …

Äußerlich sah es ganz normal aus und schien nichts weiter abbekommen zu haben. Allerdings … der Bildschirm bleibt schwarz. Totalausfall … 😫

Also lustig ist definitiv was anderes … 😠

Der Besuch bei meinem Anbieter wird nun vorgezogen, damit ich spätestens nächste Woche ein neues Handy habe. Beim Ersatzgerät ist nämlich der Akku ziemlich runter, im übrigen der Grund, warum ich mir zur damaligen Zeit das nun hinfällige Handy besorgte.

Na ja, vielleicht kann ich morgen drüber lachen …

Tagebuch

Kartengeheimnisse … Die Neun

Die Neun … Heute erzähle ich mal, welche Menschen mich beeindruckt haben und/oder Vorbild sind.
Stephen King

Stephen King taucht hier nicht nur auf, weil er mein Lieblingsautor ist, nein. Wenn man sich seine Geschichte mal näher anschaut, wundert es einen, das dieser Mann noch am Leben ist. Drogen, Alkohol, ein Stalker, ein Autounfall … und die Gewißheit irgendwann komplett zu erblinden. Dazu die viele Häme über das Genre das Stephen King bedient und letztlich doch die Anerkennung seiner Leistung in Form diverser Preise.

Katharina, die Große

Wow, was für eine Frau und was für eine Geschichte. Als Deutsche nach Russland geschickt, um dort mit dem Thronfolger verheiratet zu werden. Mit viel Geschick, Mut und auch Skrupellosigkeit räumte sie ihren Mann aus dem Weg und saß selbst auf dem Zarenthron. Katharina war ein Segen für Russland.

Elisabeth I

Noch eine Frau auf einem Thron. Elisabeth, die I. Auch hier beeindruckt mich, das sie sich als Frau gegen alle Schwierigkeiten und Wiedrigkeiten behauptet hat und ihr Land richtig groß gemacht hat. Dafür brachte sie Opfer, denn sie blieb bewußt unverheiratet und kinderlos. Auch wenn es, wie bei Katharina auch, genügend Liebhaber gab. Munkelt man zumindest.

Steve Jobs

Auch hier beeindruckt mich das „Dahinter“ und nicht sein Erfolg. Einfach war sein Weg nicht, einfach war er als Mensch erst recht nicht. Interessant ist die Verbindung zu Bill Gates und das es dieser war, der Steve Jobs vorm Konkurs rette, obwohl es die schärfsten Konkurrenten waren. Tja, ein bewegtes Leben von einem Getriebenen. Schade, das er so früh gehen musste.

Emily Davison

Die Frau und das Gesicht der „Suffragetten“ schlechthin. Die Gleichstellung der Frau war das Anliegen der Vereinigung. Für ihre Überzeugung ging sie auch ins Gefängnis und starb einen tragischen Tod.

Sophie Scholl

Ein junges Mädchen, das für ihre Überzeugung in den Tod ging und diesen auch in Kauf nahm. Bloß, um nicht weiter zu schweigen und tatenlos zuzusehen. Bis zur letzten Konsequenz hinter dem zu stehen, was für einen gut und richtig ist, dafür steht sie für mich.

Leonardo da Vinci

Wow, was für eine Persönlichkeit und was für ein Geist. So viel Schöpferkraft. So viele Ideen. So viel Tatendrang und was er alles hinterlassen hat … Nicht nur die „Mona Lisa“.

Michelangelo

Er scheint etwas aus der Art zu tanzen, aber nur auf dem ersten Blick. Ich bewundere seine Arbeit in Sixtinischen Kapelle, die ohne großartigen Hilfsmittel geleistet wurde und … Ich bewundere seinen Mut in den Bildern kleine Seitenhiebe gegen die katholische Kirche eingebaut zu haben.

Anne Frank

Die Geschichte dürfte ja jedem bekannt sein. Auch, das Anne Frank in Bergen – Belsen starb, kurz bevor die Engländer das KZ befreiten. Ich bin in der Nähe von Bergen – Belsen aufgewachsen. In dem Dorf, wo ich wohnte, sind damals die Züge angekommen, deren Insassen nach Bergen laufen mussten. Ich fand es damals sehr ungerecht, das dies Mädchen so lange durchgehalten hatte und kurz vor der Befreiung starb. Für mich ein Sinnbild dessen, das es nicht immer gerecht zugeht.

So, ich hoffe, ihr hattet Spaß beim lesen und laßt mich vielleicht auch wissen, wer Euch so beeindruckt. Und auch so dürft ihr natürlich gern einen Kommentar hier lassen.

Tagebuch

Samstag 22/20

Yeah … Langes Wochenende … 😁 … Der neue Dienstplan bringt überraschendes mit sich. Ich darf zumindest 3x den kommenden Monat an einem Donnerstag arbeiten … 😂😂😂

Immerhin bringt das ein paar Stunden mehr, aber das Gelbe vom Ei ist es nun auch nicht. Mal sehen, ich werde nochmal mit der Chefin reden und nachfragen, warum ich noch immer auf Spsrflamme sitze … 🤔

Allerdings ist es jetzt auch nicht so dramatisch, aber jeder Extra – Euro ist momentan gern gesehen. Neben meinem Geburtstag jetzt im Juni, folgt Mini im Juli, der Junior, nebst Oma, im August und dann im September die Minimi. Sommerferien sind dann auch noch … 🤦🏼‍♀️ … Und irgendwie wollte ich noch x – Sachen zwischendrin … 😂😂😂

Dies Wochenende werde ich dazu nutzen, um meine „Baustellen“ zu Papier zu bringen. Erfahrungsgemäß hilft mir das, Dinge und Situationen wieder klarer zu sehen und hilft manchmal, Impulsiv – oder Übersprungshandlungen zu vermeiden. Zumindest aber verringert es den Druck, wenn ich das, was mich beschäftigt, aufschreibe.

Im übrigen Impulsivhandlungen … Die hätte es gestern Abend beinahe gegeben, in Form der Frage, was, zum Henker, mit dem anderen jetzt wieder nicht stimmt. Erst war ich sprachlos und überrascht, klar, eben mit dieser Reaktion hätte ich nicht gerechnet. Nein, Sir, diese Möglichkeit war als unmöglich ausgeschlossen.

Neben der leisen Freude, die folgte, mischte sich auch Verärgerung. Echt jetzt?! Was soll das jetzt? Und warum erst jetzt? Der Giftzwerg in mir hat ziemlich klare Worte dafür gehabt, die ich nicht wiederholen mag … 😳 … Nope. Das war nicht schmeichelhaft, zumindest der größte Teil.

Eine Weile hat mich das schon beschäftigt. Hauptsächlich deswegen, weil ich es einfach gern verstehen würde. Aber ich gehe ohne Bauchgrummeln ins Bett. Sowohl Freude, als auch der Giftzwerg wurden ins Bett geschickt und verboten, sich weiter zu rühren … 😉

Der letzte Gedanke, bevor ich einschlief, war der, das die Reaktion nicht meins ist, sondern die des anderen und nichts mit mir zu tun hat. Ich nehme mich zurück und bin froh, nicht impulsiv gehandelt zu haben. Obwohl ich mir wieder einmal denke, das reden hilft. Nicht nur mir.

Heute morgen denke ich mir, okay, wenn es so sein soll, soll es so sein und ich werde mich überraschen lassen, was das so geben wird … 🤔

Und ich stelle für mich fest, das es zunehmend leichter wird, sich nicht davon so stark einnehmen zu lassen, was andere in Bezug auf mich tun, sagen oder unternehmen. Auch wenn ich noch immer gern und bereitwillig in diese Grube falle … 🤦🏼‍♀️

Später also geht’s noch einkaufen. Yeah … Auf ins Getümmel … 😅 … Ich freu mich schon. Wieder einmal kann man Menschen dabei erleben, wie sie sich mit Mengen an Lebensmitteln eindecken, als gäbe es ab Dienstag nichts mehr … 🙄

Aber zuvor gibt es noch einen Kaffee und eine Kuschelrunde auf dem Sofa … ☕ … 🐈

Tagebuch

Freitag 22/20

Tatsächlich wieder Freitag und dieses Mal nicht nur ein langes Wochenende, sondern auch arbeitsfrei … 😁 … Uihh … Viel Zeit um Sonne und Luft auf dem Balkon zu tanken. So zumindest der Vorsatz. Sonne und Luft wird es dennoch geben, aber wahrscheinlich nicht nur auf dem Balkon. Schließlich will das Kind auch unterhalten und bespaßt werden … 🤷🏼‍♀️

Mal sehen, ob ich mich später noch mit der Mini ins Einkaufsgedränge stürze oder das doch erst lieber morgen erledige … 🤔 …

Der Juni ist ins Blickfeld gerutscht. Ein weiteres halbes Jahr ist vergangen und alles was ich feststelle, ist die Tatsache, das meine Haare zu lang geworden sind. Ich kann sie sogar schon wieder flechten … 🤦🏼‍♀️ … 😂😂😂 … Quatsch … Natürlich ist viel mehr passiert, aber vieles davon ist so subtil, das es einem erst bei genauerem Hinsehen auffällt.

Eine ausgesprochene, gemeinsame Erinnerung sorgte für kurzfristigen Aufruhr im Inneren. Schöne Momente. Ich hüte sie in meiner „Schatzkammer“. Die Bilder, die Erinnerung daran, erfüllen mich mit Freude, Wärme und Dankbarkeit. Dankbarkeit, diese Momente mit jemanden zusammen erlebt zu haben.

Zu diesem Gefühl kam dann später auch die Traurigkeit. Als wäre etwas verloren gegangen. So, als schaue man auf etwas, von dem man weiß, das es man es nicht wieder bekommt, erlebt. Was ja auch den Tatsachen entspricht.

Bäh … Themenwechsel. Ich habe keine Ahnung, was die Zukunft bringt. Das einzige, was feststeht, es geht weiter. Also, durchatmen, loslassen und vertrauen.

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Netzfund … Eine besondere Geschichte

Besondere Mütter

von Erma Bombeck (übersetzt aus dem Englischen)

Die meisten Frauen werden durch Zufall Mutter. Manche freiwillig, einige unter gesellschaftlichem Druck, andere haben es lange geplant und erhofft, und ein paar werden Mutter aus reiner Gewohnheit. Dieses Jahr werden mehr als 100.000 Frauen Mütter behinderter Kinder werden.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, nach welchen Gesichtspunkten die Mütter behinderter Kinder auserwählt werden? Ich stelle mir Gott vor, wie er auf die Erde sieht und sich die Werkzeuge der Arterhaltung mit größter Sorgfalt und Überlegung aussucht. Er beobachtet genau und diktiert dann seinen Engeln Anweisungen ins riesige Hauptbuch.

„Maier, Irmgard: Einen Sohn. Schutzheiliger: Matthias

Foerster, Margot: Eine Tochter. Schutzheilige: Caecilie

Ruester, Carola: Zwillinge. Schutzheiliger? Gebt ihr Gerhard, der ist es gewohnt, dass geflucht wird.“

Schließlich nennt er einem Engel einen Namen und sagt lächelnd: „Ihr gebe ich ein behindertes Kind.“

Der Engel ist neugierig: „Warum gerade ihr, oh Herr? Sie ist doch so glücklich !“ „Eben deswegen !“ sagt Gott lächelnd. „Kann ich einem behinderten Kind eine Mutter geben, die das Lachen nicht kennt? Das wäre grausam.“

„Aber hat sie denn die nötige Geduld?“ fragt der Engel.

„Ich will nicht, dass sie zuviel Geduld hat, sonst ertrinkt sie in einem Meer von Selbstmitleid und Verzweiflung. Wenn der erste Schock und Zorn abgeklungen sind, wird sie es tadellos schaffen. Ich habe sie heute beobachtet. Sie hat den Sinn für Selbständigkeit und Unabhängigkeit, der bei Müttern so selten und so notwendig ist. Verstehst du, das Kind, das ich ihr schenken werde, wird in seiner eigenen Welt leben. Und sie muss es dazu bringen, in der ihren zu leben. Das wird nicht leicht werden.“

„Aber Herr, soviel ich weiß, ist ihr Glaube an dich nicht besonders stark!“

Gott lächelt. „Das macht nichts, das bringe ich schon in Ordnung. Nein, sie ist hervorragend geeignet. Sie hat genügend Egoismus.“

Der Engel ringt nach Luft. „Egoismus? Ist das denn eine Tugend?“ Gott nickt. „Wenn sie sich nicht gelegentlich von dem Kind trennen kann, wird sie das alles nicht überstehen. Diese Frau ist es, die ich mit einem nicht ganz volkommenen Kind beschenken werde. Sie weiß es zwar noch nicht, aber sie ist zu beneiden. Nie wird sie ein ‘gesprochenes Wort’ als Selbstverständlichkeit hinnehmen. Nie ‘einen Schritt’ als etwas Alltägliches. Wenn ihr Kind zum ersten Mal ‘Mama’ sagt, wird ihr klar sein, dass sie ein Wunder erlebt. Wenn sie ihrem Kind einen Baum, einen Sonnenuntergang schildert, wird sie ihn so sehen, wie nur wenige Menschen meine Schöpfung sehen. Ich werde ihr erlauben, vieles deutlich zu erkennen, was auch ich erkenne — Unwissenheit, Grausamkeit, Vorurteile — und ich werde ihr erlauben, sich darüber zu erheben. Sie wird niemals allein sein. Ich werde bei ihr sein, jeden Tag ihres Lebens, jede einzelne Minute, weil sie ihre Arbeit ebenso sicher tut, als wäre sie hier neben mir.“

„Und was bekommt sie für einen Schutzheiligen?“ fragt der Engel mit gezückter Feder.

Da lächelt Gott: „Ein Spiegel wird genügen!“

Ich finde, das diese kurze Geschichte viel enthält, um Mütter von diesen besonderen Kindern wieder Kraft zu geben und den Blick auf das zu lenken, was wirklich zählt.

Und jedes Mal wenn ich sie lese, bekomm ich Tränen in die Augen. Sorry … ich bin halt ein Weichei …