Tagebuch

Kartengeheimnisse … Die Acht …

Nein, ich habe nicht in acht Tagen Geburtstag. Dann wäre ich aufgekratzter und würde mich sehr viel unwohler fühlen. Erfahrungswerte. In den letzten Jahren war ich vor meinem Geburtstag immer unleidlich und nur schwer zu ertragen. Auch und in erster Linie für mich selbst.

Vor meinem Geburtstag erfasst mich immer die „Sinnfrage“ und die Frage, was mache ich hier, will ich das, wo will ich eigentlich hin und was zum Teufel will ich überhaupt … 🙈

Dieses Jahr werde ich es etwas anders gestalten und hoffe, das weniger unruhig wird. Meine Baustellen, denn um nichts anderes handelt es sich, endlose Großbaustellen. Hat ja auch was, das Leben als Baustelle zu betrachten … 🙈

So, da wären also meine Baustellen.

1. Die Mini, akute Baustelle.

2. Der Junior, zur Zeit ruhend, aber mit zukünftigen Projekten belegt.

3. Die Große mit der Minimi, auch ruhend, aber im Beobachtungsmodus.

4. Die Zukunft von Mini, sehr akut und aufreibend.

5. Meine Gesundheit … *Hust* … ziemlich akut.

6. Meine Zukunft, ist leider nicht akut, da andere Dinge vorgehen, was auch ärgerlich ist, denn damit würde ich mich schon gern mehr beschäftigen.

7. Die Sinnfrage oder die dämliche Frage, was will ich eigentlich? Ziemlich akut. Es juckt in den Fingern, es grummelt im Bauch und es rebelliert in mir. Also akut.

8. Der „Was-Auch-Immer-Das-Hier-Ist“ – Schattenmann. Will ich den zum akuten Thema machen? Nö, eigentlich nicht, aber auch hier muss mal aufgeräumt werden. Never Ending Story? Anscheinend …

Ich gebe zu, es handelt sich um Luxus – Baustellen, da ich dank der Rente von finanziellen Sorgen soweit befreit bin, das ich meinen Lebensunterhalt davon gut sichern kann. Und mich nicht mit Arbeitsplatzsorgen belasten muss.

Dennoch, gerade die Baustelle die Mini betrifft scheint endlos zu sein und statt übersichtlicher zu werden, wird es immer komplizierter und verworrener. Zu den aktuellen Sorgen, Mini klagt über Herzrasen, was ein Zeichen dafür sein kann, das sie das Lithium nicht mehr verträgt. Das, wenn es sich bestätigt, entweder zu einer Reduzierung der Dosis führt, was wiederum Probleme im Umgang mit ihr vorprogrammiert, da sie unter Stimmungsschwankungen leidet. Im schlimmsten Fall heißt das, das die Medis gewechselt werden müssten und das hieße wieder Klinik … Kreislauf. Und kein erfreulicher.

Und immer wieder die leise, zaghafte Frage, wann ich auch mal wieder unbeschwert sein kann.

Die Frage, die wie das berühmt, berüchtigte Damaklisschwert über einen schwebt … Wie lange schaffe ich das noch?

Was mich auch zu der Frage bringt, ob das „Was-Auch-Immer“ überhaupt für mich noch tragbar ist. Es ist nichts halbes und schon gar nicht ganzes. Weder das eine, noch das andere. Es ist ein ewiger Kreisverkehr, mal kleiner, mal größer.

Fragen über Fragen. Ein beständiges Kribbeln und der Wunsch nach Veränderung.

Zumindest acht Karten kommen jetzt auf den Tisch …

Tagebuch

Donnerstag 22/20

Da habe ich glatt das Bloggen vergessen … 😄 … Ist aber kaum dramatisch, da nichts aufregendes oder katastrophales passiert ist. Statt dessen purer Alltag mit alltäglichen, langweiligen Dingen.

Durch die Wohnung gewirbelt, na ja, eher gemächlich durchgeschlendert. In der Apotheke ein Placebo für Mini besorgt und für mich die normale Schmerzmittel – Dröhnung für die Kopfschmerzen. Nur einen winzigen Moment habe ich mich gefragt, ob ich eine schlechte Mutter bin. Schließlich besorge ich ein Placebo … 🤔 … Dann siegt die Vernunft. Oder gesunde Menschenverstand, so genau läßt sich das nicht unterscheiden. Das Placebo ist rein pflanzlich, riecht aber voll nach Medizin und laut der Apothekerin schmeckt es eckelhaft, also genau das, was Mini erwartet.

Essig besorgt, um dem „Unkraut“ auf dem Parkplatz Herr zu werden und die Nachbarn zu beruhigen. Dabei festgestellt, das der bevorzugte Hersteller inzwischen von Glas auf Plastik umgestellt hat. Ich bin irritiert(?), schockiert(?) und sogar etwas traurig. In Zeiten, in denen es um Nachhaltigkeit geht, ist eine solche Entscheidung nicht nachvollziehbar. Vielleicht bin ich auch nur deswegen traurig, weil mich dieser Essig in Glas seit Kindertagen begleitet. Egal. Der Anflug ist schnell vorbei.

Nach dem Mittagessen geht Mini ihren besprochenen Aufgaben nach, das „Unkraut“ mit Essig einsprühen und danach ihr Zimmer aufräumen und ein Nachbar bringt mein Paket.

Ahhh … Mein neues Spielzeug … 😍 … Ein Akku – Schrauber … 😁 … Jetzt bin ich fast perfekt ausgerüstet und muss nicht immer beim Nachbarn auf der Matte stehen … 😂😂😂 …

Natürlich habe ich ihn, nachdem der Akku geladen war, gleich getestet und Minis Bett repariert und zusammen geschraubt. Jetzt ist das Bett nicht mehr auseinder zu nehmen … 😁

Der Junior fragte, ob er das Wochenende nach meinem Geburtstag kommen könnte. Dann wären die Prüfungen vorbei und er könnte ein paar Tage länger kommen. Ich habe ihm das freigestellt. Die Prüfungen sind wichtig. Sie entscheiden darüber, ob er gleich in die 10. geht oder die 9. Klasse wiederholen muss.

Ich lass mich überraschen, ob er da sein wird oder nicht.

Das lange Wochenende vor der Tür und es scheint ruhig zu werden. Arbeiten muss ich nicht und das Wetter scheint auch schön zu werden. Mal sehen, was wir zwei machen werden, um unsere Beziehung wieder etwas zu verbessern.

Zeit, noch etwas zu schlafen … 😴

Tagebuch

Dienstag 22/20

So, jetzt kann ich es tatsächlich nicht mehr ändern. Ich werde meinen Geburtstag feiern und alle Kinder zu Hause haben. Nebst Lebensgefährten und Enkelkind … 😁 … Also, Lebensgefährte von der Großen, wohlgemerkt. Nicht, das es noch zu Mißverständnissen kommt … 😅 … (Aber ich wünsch mir einen vom Universum für das neue Lebensjahr, versprochen ✌)

Ich muss zugeben, das mich diese Entwicklung etwas überrascht hat. Das der Junior zu dem Wochenende „Ja“ sagt, war klar. In erster Linie kommt er ja, um seine Freundin zu sehen. Meine Wenigkeit rangiert dann irgendwann danach in seiner Prio – Liste … 😂😂😂

Überrascht war ich dann von der Reaktion der Großen, die sofort zusagte und mich kurz danach informierte, das ihr Freund versucht, entweder den Freitag oder den Montag frei zu bekommen, weil auch die drei mit dem Zug kommen wollen. Aber sie kommen … 😊

Tja, was soll ich sagen? Ich freu mich, auch wenn ich etwas gemischte Gefühle wegen Mini habe … 🤔 … Aber das wird schon werden. Immer schön positiv denken … 👍

Gut, dann kann ich mich jetzt um den anderen Teil kümmern, der sich die Tage als Plan (?), Idee (?), Vorhaben (?), im Kopf formte und na ja, mal sehen, was dabei rauskommt … 😉

Tagebuch

Montag 22/20

Eigentlich würde ich jetzt noch mindestens 1 Stunde lang im Bett liegen und schlafen. Uneigentlich bin ich wach und im Wohnzimmer. Mit dem ersten Kaffee und einem leicht grummeligen Gefühl im Bauch.

Der jüngste Kater hat „Wilde Sau“ gespielt. Tut er öfters. Soll er. Aber zukünftig bitte nicht mehr nachts und schon gar nicht, wenn er mir dabei auf den Bauch springt … 😠 … Eben der Grund, warum ich jetzt auf dem Sofa sitze und nicht im Bett liege …

Der gestrige Tag brachte noch 2 Begebenheiten, die zum Kopf schütteln führten und bei der anderen Gelegenheit dazu, das ich mich fragte, warum ich eigentlich nur den Verrückten begene … 🤦🏼‍♀️

Das erste Ereignis führte Mini zu Hause herbei, indem sie ihr Bett erneut zerlegte … 🙄 … 🤦🏼‍♀️ … Bitte, keine Fragen danach, wie man das schafft (die Erklärung dazu ist viel zu abstrus!) und ja, auch das hatten wir schon und ja, ich hatte es erst repariert und neu verschraubt … 🙄 … Ganz ehrlich? Ich war tatsächlich sprachlos und konnte nur den Kopf schütteln, als ich mir die Bescherung ansah.

Egal, heute geht’s wieder mal zum Baumarkt und heute Nachmittag steht das Bett wieder. Und dieses Mal bombenfest. Mit Extra – Verschraubung.

Das zweite Ereignis passierte mir, uns, auf der Tankstelle. Kurz vor Feierabend. Dies Ereignis brachte auch noch die Polizei ins Spiel. Nein, mir oder Mini ist nichts passiert.

Passiert ist nämlich folgendes. Es kam ein junger Mann in die Tankstelle (älter als 25 war der nicht!) und ich bat ihn, er solle einen Mundschutz benutzen. Er, patzig, ja, würde er. Ich, höflich, aber bestimmt, jetzt, bitte, schließlich befinden Sie sich schon im Laden. Er, verärgert, ich solle mich nicht so haben, er würde schließlich was kaufen. Greift zu einer großen Jägermeisterflasche. Ich, langsam auch verärgert, auch wenn Sie nichts kaufen, müssen Sie einen Mundschutz tragen oder den Shop verlassen. Guckt mich kurz an, dreht sich um und bewegt sich zum Ausgang. Mit der Flasche! Ich, hey, Sie müssen noch bezahlen! Öffnet die Flasche, nimmt einen Schluck und geht zur Tür raus … 😱

Noch bevor ich hinterher bin, kommt der Typ kurz zurück und ruft mir durch die Tür zu, ich könne ja die Polizei rufen und geht langsam zum genehmigten Raucherplatz. Als ich an der Tür, letzte Chance, entweder bezahlen oder ich rufe die Polizei. Er, mach doch, ich setz mich hier hin und warte … 😳 … WTF … ??? …

Beim reingehen noch Mini reingepfiffen und auf den Stuhl verbannt und die Polizei angerufen. Dort erfuhr ich dann, das die Polizei schon unterwegs sei, weil es wohl schon andere Vorfälle gab. Und der Typ? Saß auf der Bank, rauchte und kippte sich den Jägermeister rein … 🤦🏼‍♀️ …

Die Polizei war keine 5 Minuten später vor Ort und ich sagte dem einem der zweien Polizisten, das die Flasche nicht bezahlt sei. Und dann erst habe ich meine Chefin angerufen, die natürlich nur semi begeistert war, aber froh, das der Typ nicht randaliert hat und uns nichts passiert war.

Das Ende der Episode? Die Polizei ließ den Typ laufen, nahm meine Personalien auf wegen der Anzeige, notierte sich die Daten der Chefin und sagte mir, das der Mann obdachlos sei und die Personalien von ihm wegen der Anzeige aufgenommen habe.

Als die beiden Polizisten weg waren, alles abgerechnet und geschloßen. Erst dann rief ich nochmal meine Chefin an, um sie zu informieren. Auf dem Weg nach Hause fragte ich mich, warum mir eigentlich solche Sachen passieren müssen. Warum bekomme ich immer die Verrückten? … 🤔

Mal sehen, was mir diese Woche passiert … ☕