Tagebuch

Montag 27/20

Es geht mir gut. Dem Rest geht es auch gut. Aber …

Ich brauch einfach eine Pause, weil ich Knoten in den Gedanken habe.

Und es bringt mir nichts, mir hier die Worte raus zu quälen, die noch gar nicht raus wollen.

Zum Schluß noch ein Bild von meiner Zuckermaus …

Ist sie nicht Zucker? 😍
Tagebuch

Abends am Donnersberg …

Den Tag recht faul zugebracht. Immer wieder mal in der Sonne gehockt und gelesen, dann wieder drin auf dem Sofa gelümmelt und auch dort gelesen … 😁 … Das Buch, das mich so fesselt ist natürlich mein Geburtstagsgeschenk. „Doktor Sleep“ … 😊 (https://schriftweise.wordpress.com … Ich bin mit der Übersetzung sehr zufrieden, habe deine Frage aber an meinen Besten weitergereicht, der King’s Bücher auch nur auf englisch liest … 😉)

Festgestellt, das ich ziemlich unkonzentriert bei anderen Dingen bin und dort die Gedanken schnell abwandern und wegdriften … 🙄 … Auch zu interessanten Dingen oder Fragen wegen Mini an diverse Leute oder, oder, oder …

Kurzfristig gedacht, das ich vielleicht mal wieder Methylphenidat bräuchte (Also den Wirkstoff zur Behandlung von Adhs) und geschmunzelt. Sagte doch der Hr.B. zu mir, das er mir kein Ritalin verschrieben hätte, als ich ihm erzählte, welche Erfahrung ich damit gemacht hatte. Was er mir aber statt dessen verordnet hätte, sagte er nicht, weil wir unterbrochen wurden und so grinse ich vor mich hin und setze diese Frage auf die imaginäre Liste.

Vielleicht fehlt auch einfach etwas Druck? … 🤔 … Erscheint mir plausibel und logisch. Ich kann offensichtlich wirklich nur effizient arbeiten, wenn ein gewisser Druck vorhanden ist. Ohne den scheine ich einfach nur vor mich hin zu treiben. Ja, das geht eine zeitlang, aber dauerhaft? Och nö …

Drüber nachgedacht, ob mein Blog noch immer gestalkt wird … 🤔 … Festgestellt, das mir das sowas von egal ist … 😂😂😂 … An meine Oma gedacht, die bei solchen Gelegenheiten sagte „Der Lauscher an der Wand … “ … 😎 …

Davon weg, um zu kontrollieren, wer hier liest, müsste ich alles umstellen und dann die Leute einladen oder mich mit den Anfragen beschäftigen und das ist es mir dann doch nicht wert. Also bleibt alles hübsch beim alten und wer hier mitliest, soll sich selbst denken, was er will oder mutmaßen oder was auch immer.

Über die Opferrolle nachgedacht. Passivität und Hilflosigkeit scheinen nur 2 Merkmale zu sein. Für mich entschieden, das ich mich nicht wieder in diese Rolle drängen lasse und gerade den beiden Punkten oben keinen Raum mehr biete. Wie das aussehen wird oder sich gestaltet, wird sich zeigen. Eine genaue Vorstellung habe ich jetzt noch nicht.

Heute beim Telefonat mit Mini festgestellt, das es ihr tatsächlich gelingt, ihre Stimmung auch so zu übertragen. Das war schon recht krass. Nach dem ersten Telefonat heute, war ich nämlich ziemlich aufgekratzt und angenervt, eine ziemlich üble Kombination. Ich kann mich inzwischen gut wieder davon lösen, aber auch nur, weil ich zum einen weiß, worauf ich achten muss und wenn es mir gelingt, genug Distanz dazwischen zu bekommen.

Jetzt gerade festgestellt, das das Fernsehprogramm für den Müll ist und ich beruhigt mein Buch nehmen kann … 😁

Tagebuch

Samstag 26/20

Gestern tatsächlich mal wieder für mich gekocht und dabei allerlei Gedanken nachgehangen. Während ich also Wurst kleinschnitt und anbriet, später dann Kohlrabi und Kartoffeln schälte und ebenfalls klein schnibbelte, stellte ich fest, das ich nicht gern allein wohne. Ich kann das „Allein – Sein“ zwar sehr genießen, aber mir fehlt einfach was. Vor allem wenn es um Küchenarbeit und später ums Essen geht.

Um all die seltsamen Gedanken abzukürzen. Da mein jetziger Zustand auch wieder ein Ende findet, da Mini ja nach Hause kommt, ging es also mehr um die Zukunft. Ich dachte also an einen oder mehrere Mitbewohner, eine Wohngemeinschaft. Das löste leichten Grusel aus, denn das würde nur mit einem mir schon länger bekannten Menschen funktionieren und auch dann nur in einer neuen Wohnung. In meiner jetzigen wäre das Gefühl von „Meine Wohnung, mein Reich!“ viel zu übermächtig.

Der nächste Punkt … Räumlichkeiten teilen müssen, wie das Bad, z.B. … 🤨 … Ähm … Ungern. Also das Thema Wohngemeinschaft zur Seite geschoben.

Dann fiel mir ein, das man sich in Japan „Gesellschaft mieten“ kann. Also Leute, die dann zu einem nach Hause kommen und Feiertage mit einem verbringen oder was auch immer. Als ich den Bericht zum ersten Mal sah, fand ich das ganz schön krass. Für Gesellschaft bezahlen? Menschen dafür mieten?

Andrerseits finde ich das gar nicht mehr so abwegig. Da kommen Menschen zu mir, für einen begrenzten Zeitraum und gehen danach wieder. Ich finde, das Konzept hat was. Man bekommt, was man will, Gesellschaft und das ohne weitere Verpflichtung oder Aufwand.

Zu einem Ergebnis bin ich nicht gekommen. Außer zu viel mehr Fragen, z.B. der, ob es nicht egoistisch sei, sich nur für bestimmte Tätigkeiten oder Anlässe Gesellschaft zu wünschen oder zu suchen … 🤔 … Erscheint mir allerdings ehrlicher, als eine Beziehung zu führen, die man eigentlich gar nicht will, aber dadurch eben gewisse Punke an Annehmlichkeit abzudecken.

Ärgerlich festgestellt, das mich eine gewisse Person echt „infiziert“ hat. Unbrauchbar für die „normale“ Gesellschaft … 🤦🏼‍♀️

Das „Gesellschafts – Thema“ zur Seite geschoben, mein Essen für mich genoßen und mich in die Sonne verzogen. Nee, ich lass das mit der Gesellschaft und dem ganzen drum herum. Ist mir zu viel Aufwand und ehrlich? Wenn ich mich ärgern will, kann ich mich jederzeit in Gesellschaft begeben und bin danach erstmal wieder kuriert. Und so lange ich mich auf Freunde verlassen kann, die Anflüge von rosa – romantischen Anwandlungen erfolgreich mit Fakten eleminieren, ist alles gut.

Tagebuch

Freitag 26/20

Seit einer gefühlten Ewigkeit hat mich mal wieder der Kater geweckt … 🙄 … Ich bin hellauf begeistert … nicht!

Also mach ich das beste aus der Situation. Gestern Abend auf dem Heimweg kam der neue Dienstplan und als ich nach Hause kam, kam die Korrektur … 🤦🏼‍♀️ … Der Plan ist okay, bis auf die Kleinigkeit, das ich volle Wochen nach dem 20. Juli bekommen habe und ein eigentlich freies Wochenende ist nun auch geändert … 🙄 … Immer wieder erstaunlich, wie gut einem die Leute zuhören. Das mit dem Wochenende nervt jetzt richtig und ich werde sehen, was ich da noch ändern kann.

Dann war da ja gestern noch das Gespräch mit der Klinik, dem Jugendamt und der Betreuung der ambulanten Maßnahme. Selbst die Klinik hat nichts in petto, zumindest keine Einrichtung, die Mini nehmen könnte, würde. Den Beobachtungen der Klinik gab es nichts hinzuzufügen, da das alles bekannte Verhaltsauffälligkeiten sind. Fazit des Gesprächs, die ambulanten Maßnahmen sollen ausgebaut werden, das Jugendamt bleibt weiter dabei, nach Einrichtungen zu suchen (allerdings sind wir da bei „bundesweit“ bei der Suche, was jetzt nicht das ist, was eigentlich gewollt ist), die Klinik zieht eine Entlassung Anfang Juli in Betracht und für die Sommerferien wird eine Betreuung installiert, um mich zu entlasten.

Etwas peinlich berührt war ich, als die Frau vom Jugendamt hier vor Ort sagte, das ich in dem Jahr einen super Job gemacht habe und es Respekt verlangt, das ich auch weiterhin diesen Weg gehen will. (Andrerseits sind die Alternativen auch nichts, wo ich mit leben könnte!)

Die Klinik zieht eine frühere Entlassung in Betracht, weil es seit 2 Tagen keine Eskalation und auch keine Fixierung mehr gab. Wenn sich nun dieser Zustand hält und die Medi – Kombination weiterhin so gut anschlägt, könnte es sein, das Mini zu ihrem Geburtstag entlassen wird. Ich lass mich überraschen, ob das tatsächlich so kommen wird … 🤔

Morgen fahre ich Mini wieder besuchen und ich lass mich überraschen, wie Mini drauf sein wird und was sie heute noch an „Bestellungen“ aufgeben wird … 😁

Heute und morgen bin ich arbeitsfrei und ich entscheide spontan, was ich mit der Zeit anfangen werde. Den heutigen Tag werde ich damit beginnen, das ich mich nochmal auf’s Sofa kuschel und den Tag ganz ruhig angehen werde … 😊 … ☕

Tagebuch

Donnerstag 26/20

Gleich habe ich die Telefonkonfrenz in der Einrichtung. Hauptbeteiligte wird die Sozialarbeiterin der Klinik sein. Also die zündende Idee für Mini erwarte ich jetzt nicht, das wäre dann wirklich mal was überraschendes … 🤔

Sonst gilt, ruhig bleiben und zuhören. Das sollte mir eigentlich gelingen … 😁

Gestern war Mini das erste Mal außerhalb der Station unterwegs und mit Begleitung im Park spatzieren … 😊 … Ist mir gerade eingefallen und wollte ich nicht vorenthalten.

Die nächste Zeit wird wirklich spannend. Langweilig wird mir bestimmt nicht … 😂😂😂 … Ab nächste Woche starte ich ja die Vollvertretung der ausgefallenen Kollegin. 4 Tage die Woche, meistens 5 Stunden am Abend. Dafür dann langes Wochenende. Ein klein wenig freu ich mich schon drauf, auch wenn der bequeme Schweinehund schon jetzt am stöhnen und jammern ist … 😁

Der Geburtstag von Mini rückt auch immer näher und jetzt am Wochenende werde ich mich hinsetzen und für sie Geschenke bestellen. Die Große hat schon die Bilder von dem bekommen, was auf Minis Liste stand. Sie wird mir das Paket schicken und ich nehme es dann am 09. mit zu Mini in die Klinik.

Zum Friseur habe ich es noch immer nicht geschafft … 🙄 … Kommt jetzt aber ganz nach oben auf die Liste. Ebenso der Werkstatttermin für die Flocke, damit die Kinderkrankheiten behandelt werden können. Was die Haare angeht … Die wachsen unbeirrt von Streß und Chaos weiter … 🤦🏼‍♀️ …

Gestern einem Kunden gesagt, das ich eigentlich nicht arbeiten müsste. Noch bevor er einen dämlichen Spruch bringen konnte, was er zuvor schon gemacht hatte, fügte ich hinzu, das ich hinterm Tresen stehe, weil ich Sozialstudien durchführe, die das Thema hätten, warum Männer sich allein durch ein dickes Auto und/oder gutbezahlten Job für intelligent überlegen fühlen.

Das Gesicht? Gold wert … 😁👌 … Der Typ selber? Quiettierte den Spruch mit einem Lächeln und einem „Touche, meine Liebe!“.

Und jetzt gibt’s noch einen Kaffee , bevor es losgeht 😄