Tagebuch

Leben mit Mini … Eigene Gedanken

Gedanklich habe ich es ja schon oft formuliert, das Mini nie ohne eine Betreuung durchs Leben gehen wird. Einige Male habe ich es auch schon ausgesprochen, immer mit einem komischen Gefühl dabei. Fast so, als würde ich über ein anderes Kind reden und nicht über meine Mini. Rational ist mir das alles klar und da sehe ich auch die Notwendigkeit, gerade wenn es um ihre Medikamente und später auch um die Finanzen geht.

Emotional? Finde ich es, um es kurz und knapp zu sagen, Scheixxx und absolut nicht akzeptabel. No, Sir, das sehe ich gar nicht ein. Nicht mit mir! Da läuft das Muttertier zur Bestform auf und rebelluert vom feinsten. Mit der Keule in der Hand.

Ich finde das legitim. Auch das ich mich immer noch frage, warum ausgerechnet Mini? Warum ich? Warum???

Nein, eine Antwort werde ich darauf nicht bekommen. Das ist mir klar, aber manchmal will ich darauf eben eine Antwort.

Und dann höre ich Sätze, das man froh ist, das ich so realistische Vorstellungen von Minis Werdegang hätte, weil das die Arbeit um so vieles leichter macht. Ja. Das stimmt. Und doch … Jedes Mal, bevor solche Gespräche statt finden, muss ich das Muttertier einsperren. Mit dreifacher Sicherung.

Damit ich solche Gespräche ohne Heulerei überstehe. Das berührt die Gesprächspartner immer und hemmt den Gesprächsfluß. Dahin gehend, das die Leute vorsichtiger werden, mit dem was sie wie sagen. Wahrscheinlich weil sie einen in Watte packen wollen, weil sie das Geheule nicht ertragen, weil …

Und dann gibt es die andere Liga. Die, die dir sagen, das sie nicht mit dir tauschen wollen. Ach, echt?! Meistens sage ich nichts dazu. Manchmal sage ich, das sie das schließlich auch nicht müssen. Und bei wenigen Gelegenheiten hau ich dem Gegnüber an den Kopf, das ich auch nicht vorhabe mit ihnen zu tauschen. Was ich noch sage, sage ich jetzt nicht. Das müsste ich eh alles x- sen … 😱

Die einfache Wahrheit ist, das ich weiß, das Mini nie ein „normales“ Leben führen wird und manchmal macht es mich traurig, weil man sich doch genau das für sein Kind wünscht. Statt dessen sitze ich oft da und frage mich, ob es gelingt, eine passende Einrichtung für sie zu finden. Ob sie etwas findet, das sie ausfüllt, eine Beschäftigung in einer Werkstatt, z.B.. Wird sie glücklich sein?

Sie weiß, das mit ihr etwas nicht stimmt. Das sie anders, als die anderen ist und das macht ihr zu svhaffen, läßt sie schlecht fühlen. Weniger wert. Und ich glaube, das ist es, was mir am meisten zusetzt. Das sie sich minderwertig fühlt …

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