Tagebuch

Samstag 26/20

Gestern tatsächlich mal wieder für mich gekocht und dabei allerlei Gedanken nachgehangen. Während ich also Wurst kleinschnitt und anbriet, später dann Kohlrabi und Kartoffeln schälte und ebenfalls klein schnibbelte, stellte ich fest, das ich nicht gern allein wohne. Ich kann das „Allein – Sein“ zwar sehr genießen, aber mir fehlt einfach was. Vor allem wenn es um Küchenarbeit und später ums Essen geht.

Um all die seltsamen Gedanken abzukürzen. Da mein jetziger Zustand auch wieder ein Ende findet, da Mini ja nach Hause kommt, ging es also mehr um die Zukunft. Ich dachte also an einen oder mehrere Mitbewohner, eine Wohngemeinschaft. Das löste leichten Grusel aus, denn das würde nur mit einem mir schon länger bekannten Menschen funktionieren und auch dann nur in einer neuen Wohnung. In meiner jetzigen wäre das Gefühl von „Meine Wohnung, mein Reich!“ viel zu übermächtig.

Der nächste Punkt … Räumlichkeiten teilen müssen, wie das Bad, z.B. … 🤨 … Ähm … Ungern. Also das Thema Wohngemeinschaft zur Seite geschoben.

Dann fiel mir ein, das man sich in Japan „Gesellschaft mieten“ kann. Also Leute, die dann zu einem nach Hause kommen und Feiertage mit einem verbringen oder was auch immer. Als ich den Bericht zum ersten Mal sah, fand ich das ganz schön krass. Für Gesellschaft bezahlen? Menschen dafür mieten?

Andrerseits finde ich das gar nicht mehr so abwegig. Da kommen Menschen zu mir, für einen begrenzten Zeitraum und gehen danach wieder. Ich finde, das Konzept hat was. Man bekommt, was man will, Gesellschaft und das ohne weitere Verpflichtung oder Aufwand.

Zu einem Ergebnis bin ich nicht gekommen. Außer zu viel mehr Fragen, z.B. der, ob es nicht egoistisch sei, sich nur für bestimmte Tätigkeiten oder Anlässe Gesellschaft zu wünschen oder zu suchen … 🤔 … Erscheint mir allerdings ehrlicher, als eine Beziehung zu führen, die man eigentlich gar nicht will, aber dadurch eben gewisse Punke an Annehmlichkeit abzudecken.

Ärgerlich festgestellt, das mich eine gewisse Person echt „infiziert“ hat. Unbrauchbar für die „normale“ Gesellschaft … 🤦🏼‍♀️

Das „Gesellschafts – Thema“ zur Seite geschoben, mein Essen für mich genoßen und mich in die Sonne verzogen. Nee, ich lass das mit der Gesellschaft und dem ganzen drum herum. Ist mir zu viel Aufwand und ehrlich? Wenn ich mich ärgern will, kann ich mich jederzeit in Gesellschaft begeben und bin danach erstmal wieder kuriert. Und so lange ich mich auf Freunde verlassen kann, die Anflüge von rosa – romantischen Anwandlungen erfolgreich mit Fakten eleminieren, ist alles gut.

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2 Kommentare zu „Samstag 26/20

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