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Noch Mittwoch … 26/20

Ich halte fest, 5 Stunden Arbeit geht. Allerdings sind die Leute heute voll bescheuert … 🤦🏼‍♀️ … Ich war nur am laufen und heilfroh, die Tür verriegeln zu können. In einem winzigen, schwachen Jammermoment fragte ich mich, wie ich das jede Woche durchgehalten habe? Plus der eigentlichen Arbeit? … 🤔 … Himmel … Ich bin völlig aus der Form … 😱

Schon letzte Woche mit leichtem Erstaunen festgestellt, das es mir von der Luft besser geht. Heute nochmal drüber nachgedacht und aus dem besser, ein hervorragend gemacht. Zwar pfeift es noch, wenn ich morgens aufstehe oder einiges an Belastung habe, aber bei weitem nicht mehr so arg, wie noch vor 3 Wochen.

Ziemlich sonderbar und dann … Idee … 👌 … Ich hatte doch durch ein Mißgeschick, das alte Spray bestellt. Okay, dachte ich, wenn ich es ja eh jetzt hier habe, kannst du es ja auch nehmen, schadet ja nicht. Fakt ist aber, das es mir seither langsam aber sicher besser geht (ja, das Nikotinpflaster trägt seins dazu bei und auch die „Druckentlastung“ bessern den Zustand, aber bestimmt nicht so grundlegend … 🤔). Mal sehen, was der Lungenfacharzt dazu sagt. Als erstes bestimmt, das dies Spray doch gar nicht für meine Krankheit sei … 😂😂😂 … Jaha, aber das soll er dann meiner Lunge erklären … 😁 … (Würde mich auch nicht wundern, wenn genau das hilft, was nicht zur Krankheit passt, wenn mich sogar der Sauerstoff eher behindert, als gestärkt hat … 😂😂😂)

Und sonst? Über Männer nachgedacht oder einen Mann nachgedacht.

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Mittwoch 26/20

Ah, Mittwoch. Bergfest … 😁

Gestern sollte ja eigentlich das Hilfeplangespräch für Mini stattfinden. Eigentlich, weil alle außer der Dame vom Jugendamt da waren. Nach einem Anruf, erklärte diese, das es für sie selbstverständlich gewesen sei, das der Termin nicht ststt findet, weil Mini ja nicht da sei … 🤦🏼‍♀️

Okay, es wäre zuviel verlangt gewesen, bei den anderen Beteiligten mal nachzufragen, ob vielleicht nicht doch Gesprächsbedarf besteht … 🙄

Egal, so brachten die zwei Damen der ambulanten Maßnahme und ich unser Anliegen in eine angemessene Form und werden diese am Donnerstag, nach der Telefonkonferenz mit der Sozialarbeiterin aus der Klinik, entweder ergänzt weitergeben oder in der bestehenden Form lassen.

Noch während des Gespräches, rief mich die Sachbearbeiterin aus Peine an. Glückliche Fügung, denn als Kostenstelle müssen alle Maßnahmen ja dort abgesegnet werden … 😁 …

Weniger erfreulich war allerdings der eigentliche Grund des Anrufes … 🙄 … Die Sachbearbeiterin lief, bzw. telefonierte schon seit letzter Woche des Ex hinterher, weil sie die Schweigepflichtsentbindung benötig, um mit der Sozialarbeiterin zu reden. Ob ich nicht noch Zugang zu ihm hätte und daran erinnern könnte, ihr das einzureichen … Toll … Jetzt muss ich mich auch noch wieder darum kümmern … 😡

Zu Hause angekommen, versuchte ich natürlich den Ex zu erreichen, aber weder über Festnetz, noch Handy, noch WhatsApp hatte ich Erfolg. Also, eine Sprachnachricht geschickt und die Große angerufen und darum gebeten, ihren Vater an die Dringlichkeit zu erinnern … 🙄

Ich hab mich auch dafür entschuldigt, das ich sie damit belästigen muss und betonte, das ich das nur wegen der Dringlichkeit täte. Sie meinte, es wäre okay, es ginge ja um Mini und sie verstehe auch nicht, warum er das so schleifen lassen würde … 🤷🏼‍♀️

Minimi hat übrigens eine recht witzige Verknüpfung zu mir … 😁 … Immer wenn sie mich hört oder auf dem Telefon sieht, lacht sie und fängt an zu wackeln. „Tanze,tanze“ heißt das bei ihr. Jetzt macht sie das auch, sofern die Große sagt, Oma sei am Telefon … 😂😂😂 …

Die Große wollte schon wissen, was ich mit dem Kind gemacht hätte … 😁 … Gar nichts, war meine Antwort. Ich muss ihr ja nicht auf die Nase binden, das Minimi und ich ganz viel getanzt und gekaspert haben, als sie nicht da war … 🤫

Die Urlaubsplanung steht jetzt fest. Minimi wird fast den ganzen August hier sein … 😁 … Am 01. August kommt Minimi mit der Großen und dem Schwiegersohn in Spe. Am 09. haben die Große und ihr Freund ein Ferienhaus an der Ostsee gemietet und bleiben dort bis zum 15. Am 10. kommt der Junior her und bleibt bis zum 24. August. Die Große wird wohl am 17. oder 18. August auch wieder herkommen, um den Geburtstag vom Junior mitzufeiern und natürlich ihr Baby wieder zu sehen. Sie will dann am 24. mit dem Junior abreisen.

Im übrigen der Junior … 🙄 … Der hat gestern den Bock des Jahres, des Jahrzehnts geschossen … 🤦🏼‍♀️ … Für ihn stand jetzt nur noch eine mündliche Prüfung auf dem Plan. Er sagte, diese wäre am 26. Tatsächlich aber war die gestern und was macht der Bengel? Statt hinzugehen und zu retten, was zu retten ist, bockt er rum und ist gar nicht hingegangen … 😱🙄🤦🏼‍♀️ … Tja … Was das nun bedeutet, weiß noch keiner. Im schlimmsten Fall hat er die sichere Versetzung damit verspielt und dreht doch noch eine Ehrenrunde … 🤦🏼‍♀️

Und was macht der Blödmann noch? Zickt, schmollt und bockt und wollte auch noch mir gegenüber pampig werden. Da war er dann gestern an der richtigen Adresse … 😡 … Pampig und zickig kann ich auch und das um Längen besser, als der pubertäre Nachwuchs!

Na ja, mal sehen, was zu retten ist und wie es dann weiter geht. Mehr kann man jetzt auch nicht mehr machen … 🤷🏼‍♀️

Und sonst? Genieße ich das Wetter und andere hocherfreuliche Dinge … 😊

Tagebuch

Montag 26/20

Weiter geht es mit dem Gedankensalat. Einmal querbeet und bitte schön unsortiert. Und wer Fehler findet, darf sie gern behalten … 😁

Gelesen, für gut und richtig befunden und „geklaut“ …

Ich ziehe gerade Kraft. Auch wenn im Kopf einiges hin und her geht. Aber das kenne ich schon und ich lebe damit. Manchmal entspringen diesem Chaos echte „Gedankenperlen“ … 😎 … Jaha, diesem Wirrkopf entspringen zuweilen echt intelligente Ideen und Gedanken … 😁

Die Frage nach dem „Sinn“ oder dem „Plan“ vom Leben scheint wieder einige Leute zu beschäftigen. Auch für mich immer wieder spannend. Der Sinn des Lebens? Den Sinn im Leben gibt es nicht, ich finde sowieso, das es die falsche Formulierung ist. Denn ganz platt ist der Sinn des Lebens zu „Sein“. Das aber würde zwangsweise zu der Frage führen, was das „Sein“ ausmacht oder definiert. Und da wird es sehr subjektiv, denn jeder wird diesen Begriff anders verstehen, wahrnehmen und letztlich erklären.

Gibt es den „Plan“ vom Leben? Ist unser Leben vorhergesehen und steht fest irgendwo geschrieben? Ziemlich unwahrscheinlich.

In gewisser Art und Weise folgen wir schon einem „Plan“ und wenn es auch nur der genetische Plan ist oder der, der von Natur aus gegeben ist. Aber einen „schicksalshaften“ Plan? Nein, auch das denke ich nicht.

Bei solchen Fragen tauchen irgendwann Glaubensfragen auf. Glaube ich an Gott? Glaube ich an das Universum? Verneine ich das alles und berufe mich auf das Chaos? (Obwohl dem Chaos auch eine geordnete Struktur zugrunde liegt und damit auch wieder ein „Plan“)

Ich glaube nicht an Gott. Denoch ruht ein Glaube in mir, der unerschütterlich ist und je mehr daran gewackelt, gerüttelt und in Frage gestellt wird, desto sicherer werde ich und kann darin ruhen. Nein, es macht wahrhaftig nicht alles „Sinn“ was einem so passiert und auch im Rückblick machen gewisse Sachen einfach keinen „Sinn“, aber man hat daraus gelernt, ist daran gewachsen und ist etwas gefestigter als zuvor.

Was, wenn der „Sinn“ darin besteht, solche Schicksalsschläge, Katastrophen und falsche Entscheidungen, durchzustehen und das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen? Was, wenn es darum geht, aus den Schatten raus zu treten und solche „Ereignisse“ nicht mehr nur negativ zu erleben.

Zugegeben, beim Tod eines geliebten Menschen ist das schon heftig und schwer. Obwohl ich da meine Zweifel habe, ob es deswegen so schwer ist, weil wir gesellschaftlich so geprägt sind (der Tod als Tabuthema sagt schon alles über die Gesellschaft!) oder ob wir so auf das „Negativ-Erleben“ geeicht sind, das der Tod für uns nur mit Verlust behaftet ist.

Sehr schwieriges Thema. Und ich klammer das jetzt auch mal aus. Der plötzliche Tod des Ehemannes meiner Brieffreundin hängt mir auch noch in den Knochen. Und ehrlich? Noch nie ist es mir so schwer gefallen, einen Brief zu schreiben.

Also, die Frage nach dem „Sinn“ oder dem „Warum“ sind die, die am wenigsten beantwortet werden können. Ja, ich frage auch zuweilen danach und fühle mich furchtbar gebeutelt und allein. Ungeliebt vom Leben, dem Schicksal und echt gemobbt von der Glücksfee. Aber das ist kein Dauerzustand. Meist steh ich am nächsten Morgen wieder auf, krempel die Ärmel hoch, putz nochmal die Nase und mache weiter. Und warum mach ich das? Weil das Leben eben weiter geht, die Welt sich trotzdem weiter dreht und weil ich entscheide, das ich auch heute, morgen und übermorgen mitspielen werde und nicht einfach am Rand sitze und heule und jammer.

Es tut gut, zu dieser in mir ruhenden Kraftquelle wieder Zugang zu haben und sich darauf zu besinnen.

Und ja, auch wenn ich mir meiner Stärke und Zuversicht bewußt bin, darf ich zuweilen auch heulen und jammern und das Leben dämlich finden … 😉

Zur Ruhe kommen … Die Überdosis Mini loswerden, die alles überlagert. Ich habe verdammt viel geschlafen die letzte Woche. Irgendwie bin ich bei jeder Gelegenheit eingeschlafen. Heute ist der erste Tag, an dem ich Mittags kein Schläfchen gemacht habe, sondern mich um die Schreiben an die Krankenkasse gekümmert habe.

Mit erstaunen festgestellt, das ich gestern auf der Arbeit nicht wie sonst, mein Spray benutzen musste und auch sonst benötige ich es nicht mehr so oft. Ich könnte wetten, das mein Cortisolpegel wieder im Normbereich liegt … 🤔 … Die innere Unruhe lässt sehr schnell nach und ja, der Gedanke der sich aufdrängt, ist mir auch schon gekommen. Aber ich möchte lieber glauben, das es daran liegt, das ich seit einer Woche konsequent ein Nikotinpflaster trage.

Und sonst? Ist es ruhig. Oder ruhiger, wenn man den inneren Zustand betrachtet … 😊

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Sonntag 25/20

Heute mal alles quer Beet. Zu viel im Kopf oder zu wenig, um es zu struktieren und in ordentliche Sätze zu packen. Oder mir fehlt die Lust dazu … 🤔 … Irgendwas wird es schon sein … 🤷🏼‍♀️

Mini hat heute einen schlechten Tag. Lief es die letzten Tage langsam aber sicher besser, haute sie heute wieder voll über’s Limit. Schade, aber irgendwie zu erwarten. Also, durchatmen und auf die kommenden Tage hoffen, das sie nun doch die Kurve bekommt.

Das Hilfeplangespräch, das eigentlich Dienstag sein sollte, könnte jetzt auch Donnerstag in der Klinik statt finden. Wenn es nach der Sozialarbeiterin geht. Toll. Die Terminverlegung habe ich auch nur zufällig erfahren und stößt mir auch jetzt noch sauer auf. Ist ja toll, das diese Dame sehr engagiert ist, aber mich als Mutter dabei vollständig zu übergehen? … 🤨 … Der Stationsärztin sagte ich am Samstag, das sich die nette Dame umgehend bei mir melden soll, ich hätte Redebedarf.

Die Verfahrensbeiständin von Mini soll ich auch kontaktieren. Das sind die anderen Seite dieser Verfahren. Man führt immer gleiche Gespräche, mit verschiedenen Personen und Instanzen. Nur gut das ich inzwischen genug Routine habe, was solche Gespräche angeht.

Die Große hat mich angerufen. Das Urlaubsdatum steht. Am 01. August wird mir Minimi gebracht und bleibt bei Oma … 😊 … Das Wochenende drauf kommt dann die Große mit dem Schwiegersohn in Spe und bleibt noch eine Woche auf Urlaub. Wie schön … 😊 … Darauf freu ich mich. Eine Woche mit Minimi und dann noch eine Woche mit der Großen zusammen. Da geht mir das Herz auf.

Mein Schwiegersohn in Spe ist übrigens von mir angetan und hält mich für eine coole Mom und Oma … 😁 … Dabei hat er mich noch gar nicht in Bestform erlebt … 😂😂😂

Damit hätte ich 5 der 6 Ferienwochen immer Besuch. Denn entweder ist der Junior hier oder aber Minimi, bzw. Minimi mit Anhang. Auch interessant. Ich bin wirklich gespannt, wie ich mich danach fühlen werde … 🤔

Und sonst? Ich denke oft an Felsen. Dem Fels in der Brandung. Und auch daran, eher ein Stein zu sein, als eine Feder. Ob es so verkehrt ist, an bekannten festzuhalten. Oder ist das reine Bequemlichkeit?

Warum sich eigentlich darüber Gedanken machen? Die nächste Zeit wird es nur gleichbleidende Strukturen geben. Mini zuliebe.

Warum sich den Kopf über Männer oder einen Mann zerbrechen? Auch der Ex fällt wieder einmal unangenehm auf. In der Klinik und den Ärzten. Aber vor allem bei Mini und auch bei mir. Ich bekomme schon wieder Magenschmerzen, weil ich es nicht verstehe. Bis heute hat er es nicht geschafft, sich bei Mini zu melden. Was das mit Mini macht, muss ich nicht erklären, das kann sich jeder selbst denken.

Für heute reicht es mir. Schlaft gut … 😴

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Leben mit Mini … Eigene Gedanken

Gedanklich habe ich es ja schon oft formuliert, das Mini nie ohne eine Betreuung durchs Leben gehen wird. Einige Male habe ich es auch schon ausgesprochen, immer mit einem komischen Gefühl dabei. Fast so, als würde ich über ein anderes Kind reden und nicht über meine Mini. Rational ist mir das alles klar und da sehe ich auch die Notwendigkeit, gerade wenn es um ihre Medikamente und später auch um die Finanzen geht.

Emotional? Finde ich es, um es kurz und knapp zu sagen, Scheixxx und absolut nicht akzeptabel. No, Sir, das sehe ich gar nicht ein. Nicht mit mir! Da läuft das Muttertier zur Bestform auf und rebelluert vom feinsten. Mit der Keule in der Hand.

Ich finde das legitim. Auch das ich mich immer noch frage, warum ausgerechnet Mini? Warum ich? Warum???

Nein, eine Antwort werde ich darauf nicht bekommen. Das ist mir klar, aber manchmal will ich darauf eben eine Antwort.

Und dann höre ich Sätze, das man froh ist, das ich so realistische Vorstellungen von Minis Werdegang hätte, weil das die Arbeit um so vieles leichter macht. Ja. Das stimmt. Und doch … Jedes Mal, bevor solche Gespräche statt finden, muss ich das Muttertier einsperren. Mit dreifacher Sicherung.

Damit ich solche Gespräche ohne Heulerei überstehe. Das berührt die Gesprächspartner immer und hemmt den Gesprächsfluß. Dahin gehend, das die Leute vorsichtiger werden, mit dem was sie wie sagen. Wahrscheinlich weil sie einen in Watte packen wollen, weil sie das Geheule nicht ertragen, weil …

Und dann gibt es die andere Liga. Die, die dir sagen, das sie nicht mit dir tauschen wollen. Ach, echt?! Meistens sage ich nichts dazu. Manchmal sage ich, das sie das schließlich auch nicht müssen. Und bei wenigen Gelegenheiten hau ich dem Gegnüber an den Kopf, das ich auch nicht vorhabe mit ihnen zu tauschen. Was ich noch sage, sage ich jetzt nicht. Das müsste ich eh alles x- sen … 😱

Die einfache Wahrheit ist, das ich weiß, das Mini nie ein „normales“ Leben führen wird und manchmal macht es mich traurig, weil man sich doch genau das für sein Kind wünscht. Statt dessen sitze ich oft da und frage mich, ob es gelingt, eine passende Einrichtung für sie zu finden. Ob sie etwas findet, das sie ausfüllt, eine Beschäftigung in einer Werkstatt, z.B.. Wird sie glücklich sein?

Sie weiß, das mit ihr etwas nicht stimmt. Das sie anders, als die anderen ist und das macht ihr zu svhaffen, läßt sie schlecht fühlen. Weniger wert. Und ich glaube, das ist es, was mir am meisten zusetzt. Das sie sich minderwertig fühlt …