Tagebuch

Dienstag 40/20

So langsam ordnet sich alles. Die Betreuung in der Einrichtung wird Schritt für Schritt ausgebaut und seit zwei Wochen geht sie nun einmal wöchentlich zur Psychologin. Das neue Medikament verträgt sie erstaunlich gut und führt dazu, das sie abends um halb neun schläft.

Heute steigern wir die Dosi. Zu der am Abend kommt heute die am Morgen dazu. Nächste Woche ist Laborkontrolle und wenn ich die Ergebnisse habe, kommt die große Frage, ob und wann wir das andere ausschleichen lassen oder es zumindest reduzieren.

So schön ruhig es auch sein mag, die Medikamente haben natürlich auch Nebenwirkungen und ich will nicht unnötig Medis geben und das Risiko dadurch steigern. Auch wenn das Streß für mich bedeutet, aber ich liebe mein Kind.

Donnerstag fahren wir also in den Norden und so langsam verliert Mini auch ihre schlechte Laune deswegen. Die Flocke bekommt ihre Winterreifen und eine Achsvermessung, da die letzten Reifen komisch abgefahren waren. Ebenso ist ein Ölwechsel eingeplant. Dann sollte erstmal Ruhe bis nächstes Jahr sein. Da wird der nächste TÜV fällig.

Meine Chefin ist traurig, das ich nicht mehr komme. Kein Wunder, habe ich den Job auch nicht erst seit gestern gemacht, sondern gut 4 Jahre. Ich würde den Job gern weitermachen. Es gibt dort viele Stammkunden, mit denen man mehr als „Guten Tag“ und „Guten Weg“ gewechselt hat.

Gestern den Tag damit verbracht, so „Montagstypisches“ Zeug zu machen. Anrufe erledigt und Mails verschickt, um diverse Termine zu organisieren. Die Wohnung fit gemacht und zu guter Letzt eingekauft.

Heute beginnt der Tag wieder mit neuen Nachrichten. Vom Ex. Der möchte Donnerstag zum Gespräch mitgenommen werden, weil er den Tag auch kein Auto hat … 🙄 … Mal sehen, ob ich die Werkstatt dazu übereden kann, die Flocke schneller flott zu bekommen … 😅

So, und jetzt noch ☕ und dann kann es losgehen …

Werbung

5 Kommentare zu „Dienstag 40/20

    1. Sie ist im Juli 14 geworden.
      Und nein, es kam nicht über Nacht. Auffällig war Mini von Anfang an, neben ADHS schien auch immer was anderes da zu sein, aber in sehr jungen Jahren nicht greifbar.
      Mit 11 ist sie in die Pubertät gekommen und da kamen dann noch andere Verhaltensauffälligkeiten dazu (in erster Linie das Ritzen).
      Nach einem Wutanfall mit Aggessionen gegen den Betreuer kam Mini zuerst zur Krisenintervention in die dortige KJP. Aus den geplanten 3 Monaten (erneute Diagnostik und Medikamteneinstellung) wurde dann fast ein Jahr mit Vollprogramm (Isolation und Fiexierung).
      Mini zeigte dort erste deutliche Zeichen einer bipolaren Störung. Auf gängige Medikamente reagierte sie gar nicht oder mit heftigen Nebenwirkungen.
      Letztes Jahr kam sie dann zu mir, relativ stabil eingestellt und jetzt im Sommer hatten wir eine ausgeprägte Krise, in der sie auch vollkommen abgedriftet war.
      Die Hoffnung liegt derzeit darauf, das sie etwas „ruhiger“ wird, wenn die Pubertät abklingt und vor allem der Hirnumbau abgeschlossen ist. Allerdings wird sie auch dann noch auf Medikamente angewiesen sein.

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s