Tagebuch

Zusammengefasst

Reagiert mein Körper stärker und besser, autonom, auf die Streßreduzierung. Heute mal wieder ein Bad genossen, ohne zeitliche Begrenzung und ohne dem Gefühl, das ich nicht atmen kann.

Das fand ich schon erstaunlich. Während Seele und Geist noch Samba und Tango tanzen, nehmen also die Streßhormone schon ab.

Erklärt auch, warum ich die Tage tatsächlich besser Luft bekomme und der Einsatz der Sprays rückläufig ist.

Damit führt Körper mit einem Punkt Vorsprung.

Mini hat sich für die Gruppe in Viersen entschieden und kann sich vorstellen, dort zu wohnen. Okay. Also wird der Dienstag ein harter Tag werden. Für sie, mich und die Klinik.

Wenn die Gruppe sie nicht nimmt, wird sie in ein Loch fallen und wir fangen das Suchspiel wieder von vorn an.

Sollte sie eine Zusage bekommen, falle ich in ein Loch. Das ich mir nicht anmerken lassen werde. In einem Monat wäre sie dann fort.

Das macht sehr viel mit mir.

Es ist ein Unterschied, ob ich mal für ein paar Tage oder Wochen für mich bin. Allein bin. Oder ob ich wieder dauerhaft für mich allein bin.

Das macht auch finanziell einen Unterschied. Das erwähnte ich schon. Nein, das wäre kein Grund für mich, sie hier bei mir zu behalten. Davon bin ich frei und kann trotzdem zum Besten von Mini entscheiden.

Dennoch … Wenn es um die Summe geht, die Miete, Nebenkosten und Strom deckt, schluckt man schon erstmal.

Und dann macht man das, was ich auch schon die letzten Tage machte. Man nimmt Zettel und Stift, rechnet etwas hin und her, überlegt, schreibt einen Haufen Möglichkeiten auf und wirft irgendwann etwas an die Wand!

Die Fülle an Möglichkeiten, an möglichen „Wenn – Dann“ – Kombinationen sorgt für enormen Druck und Unsicherheiten, weil sich alles nicht „richtig“ anfühlt. Weil sich alles wie ein Kompromiss anfühlt. Weil ich keine der bisherigen Möglichkeiten wirklich will.

Ich will nicht wieder ganz allein sein. Mit jemanden zusammen zu leben und die alltäglichen Dinge zu teilen, hat mir gefallen. Ja, das Leben mit Mini war schon „Over the Top“. Dennoch, in geringer Ausprägung würde ich es vollkommen okay finden.

Ich überlegte auch, mir einzureden, das ein Wechsel von Mini, ja auch ein Neuanfang für mich sein könnte. Und wenn, dann sollte auch alles neu sein. Also neue Wohnung und neue Umgebung.

Aber … Ich mag die Wohnung hier, auch wenn sie für mich allein dekadent groß ist. Und ja, es ist mir klar, das ich auch aus sentimentalen Gründen an der Wohnung hänge.

Natürlich könnte ich auch mehr arbeiten. Meine Chefin würde vor Freude bestimmt aus der Hose springen.

Allerdings artet sowas gern schnell aus und täglich wollte ich schon mal gar nicht mehr arbeiten.

Jammern auf hohen Niveau? Ja, bestimmt. Es gibt garantiert schlimmeres als das, was da als Berg vor mir auftaucht.

Das oben genannte ist allerdings auch nur die Spitze. Da gibt es noch ein paar mehr Sachen, die für Samba und Tango im Kopf sorgen.

Immerhin ist es mir gelungen, die Panik und deren Schwestern bis Dienstag in Urlaub zu schicken, indem ich sie ignoriere.

Ungelegte Eier verursachen Magenprobleme und Kopfsausen. Zudem halten sie die Streßhormone hoch, die sich gerade abbauen.

Ich brauch jetzt etwas Schlaf … 😴

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11 Kommentare zu „Zusammengefasst

      1. Objektive Überlegungen, bei Veränderungen, sind völlig in Ordnung.
        Aber dieses was wäre wenn Spielchen habe ich mir vor langer Zeit angewöhnt.
        Es setzt eine Spirale in Gang, die braucht kein Mensch.

        Gefällt 1 Person

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