Tagebuch

Dienstag 46/21

Ist schon komisch. Ich hätte jetzt ewig Zeit zum bloggen, tu es aber nicht.

Keine Lust würde es nicht treffend beschreiben. Etwas sperrt sich dagegen, würde es schon besser beschreiben.

Aus dem übersichtlichen „Haufen“ an Leuten auf der Station sind seit gestern Massen geworden. Es ist unruhig und wuselig auf der Station. Allein gestern kamen 3 „Neue“.

Es ist okay, ich schirm mich ab und zieh mich erstmal zurück.

Freitag habe ich den nächsten Termin bei der Psychologin und werde mit ihr meine „Hausaufgabe“ besprechen.

Das Antidepressiva scheint schon zu wirken. Ich brech nicht mehr so schnell in Tränen aus, was definitiv ein Fortschritt ist.

Ich habe ein weiteres halbes Kilo zugenommen und freu mich darüber … 😁

Und sonst? Scheint alles außerhalb dieser Mauern ganz weit weg zu sein.

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6 Kommentare zu „Dienstag 46/21

  1. Hey 🙂 wie gesagt, ich beneide Dich um die Ruhe, die Auszeit und die Menschen, die sich gerade professionell um Dich kümmern. Und ich verstehe sehr gut, dass Du in diesem Setting nicht bloggen magst/kannst/solltest. Darf ich fragen, welches Antidepressivum Du nimmst? Ich habe hier Mirtazapin, das bei mir auch erstaunlich schnell einen positiven Effekt gebracht hat. Und netterweise haben ja viele dieser Medikamente eine Gewichtszunahme als Nebenwirkung. Das sollte bei Dir ja auch durchaus erwünscht sein 🙂 Mich hats jedenfalls nach ein paar Wochen genau und seitdem konstant auf mein Wohlfühlgewicht gepusht, nachdem ich vorher Jahre lang immer knapp im Untergewicht war. Bei Dir ist das ja noch viel krasser.

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  2. Komisch, hat man keine Zeit, etwas Bestimmtes zu tun, will man’s unbedingt. Hat auch Ideen und den Drang – und hat man die Zeit, so verläuft sich das alles. So oft habe ich das auch schon erlebt und mich dabei auch über mich selbst geärgert: „Das wolltest du doch? Also los jetzt!“
    Aber wie viel eigenen Wert hat es, einfach zur Ruhe zu kommen, sich auf sich selbst zu besinnen, sich notfalls sogar ganz genüßlich zu langweilen: diese Kugel dreht sich weiter, ob ich etwas tue oder nicht! Ja, die Frage bleibt. Welchen Wert messe ich dem bei?
    Ich bin froh, dass ich gehen kann – trotz, ich verweise auf das Wirbel – Säule, Einschränkungen. Raus kann. Und muß, immer. Es geht sich besser, wenn man geht (manchmal auch weg, manchmal nur im Kreis herum). Es lebt sich besser mit frei geatmeter Luft. Mauern können schützen, aber irgendwann will ich wieder hinaussehen, frei sehen! Aber all das kenne ich auch. Mußte schon, auch bittere, Pillen schlucken, Dinge mitmachen, auf die ich von selbst nie gekommen wäre – manche davon waren gut, manche eigenartig, manche sind einfach nichts für mich. Aber ohne ausprobieren ist die Entscheidung oft schwierig.

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