Tagebuch

Samstag 44/21

Ich bin nicht verschütt gegangen und ich war auch nicht so eingespannt, das ich nicht hätte schreiben können.

Ich hatte schlicht keine Lust irgendetwas zu schreiben. Was auch?

Ich bin unruhig, getrieben und angespannt. Noch nicht wirklich hier angekommen. Die innere Unruhe schafft mich doppelt. Zum einen schnürrt es mir die Luft ab, die ja eh schon knapp ist und zum anderen treibt es den Puls hoch … 🙄

Ich habe eine Bezugstherapeutin, die sehr nett ist und sich schon auf die Einzelgespräche freut. Das Aufnahmegespräch mit ihr war davon geprägt, das sie sehr viel notiert und geschrieben hat.

Die Oberärztin meint, das eines der Themen die Akzeptanz der Situation sein wird. Ja, sagte ich ihr und fing prompt an zu weinen.

Warum ich so traurig sei, fragte sie mich und, seit wann. Ich konnte es nicht beantworten.

Es passiert viel und ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das durchhalte.

Meine Zimmernachbarin zumindest ist ganz nett und wir können gut reden und lachen, was viel wert ist.

Die ersten Tage waren noch Schongang, ab nächste Woche wird es anders laufen und die Therapie wird den Tag bestimmen.

Jetzt gleich werde ich mich mal umziehen und sehen, was die anderen so treiben … 😁

Und bei der Gelegenheit werde ich mir auch noch einen Kaffee holen … ☕

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Tagebuch

Dienstag 44/21

Die Tasche ist soweit gepackt, nur noch die Zahnbürste und das übliche Kosmetikzeug müssen ihren Weg ins Innere finden, dann ist alles beisammen.

Ich selbst muss mich auch noch anziehen und etwas „herrichten“, damit ich nicht ganz so elend aussehe, wenn es in die Klinik geht.

Ein paar Kleinigkeiten in der Wohnung sind auch noch zu erledigen. Oder auch nicht. Es ist nichts lebensnotwendiges. Lediglich etwas Ordnung schaffen. Und Dinge bereit legen, die ich eventuell später, im Verlauf des Aufenthaltes brauchen könnte.

Der Kühlschrank ist geordnet und die paar Sachen, die jetzt noch da sind, nimmt später die Nachbarstochter mit. Auch das ist geregelt.

Und sonst? Ich bin gespannt und neugierig … 😏