Tagebuch

Sonntag 43/20

Aus zwei Zimmern schnarcht es. Was mich geweckt hat? Keine Ahnung. Die Kater waren es dieses Mal nicht. Im Gegenteil. Etwas verschlafen haben die mich gerade angeschaut, als ich in die Küche geschlurft bin.

Im Wohnzimmer erwischt mich dann die Zeitumstellung. Na toll … Der Mist nervt. Bei meinem ersten Kaffee frage ich mich, was das eigentlich noch soll. Wem bringt das eigentlich was, die Zeitumstellerei? Eigentlich könnte mir das ja egal sein. Ich brauch die Uhr nicht wirklich. Uneigentlich aber muss ich durch Mini einen festen Törn einhalten. Wegen ihrer Medis. Wegen der Termine.

Ab morgen herrscht wieder etwas wie „Alltag“ und ich bin heilfroh darüber. Die drei, bzw. vier Stunden am Vormittag Ruhe, wenn Mini außer Haus ist, haben mir gefehlt. Und auch Mini hat die Auslastung gefehlt.

Ein paar Stunden später. Ich bin halbwegs frisch und wach. Die Wohnung versinkt nicht mehr im Chaos, das eine Kind schmollt, das andere schläft noch und ich habe den „KeineAhnungWieVielten“ – Kaffee in der Hand.

Es ist windig draußen, aber sonnig und ich freu mich drüber. Die dunkle Jahreszeit kommt eh viel zu schnell. Da muss man noch so viel wie möglich von der Sonne mitnehmen.

Gestern festgestellt, das ich das Waschmittel nicht vertrage und mir tatsächlich inzwischen den gesamten Rücken zerkratzt habe. Super … Das hat mir echt noch gefehlt. Vor allem weil ich das Waschmittel nicht erst seit gestern benutze … 🙄 …

Ich kenn das inzwischen, aber es nervt und ärgert mich immer wieder, weil die körperliche Abwehrreaktion nicht sofort sichtbar wird, sondern zeitverzögert auftritt, aber dann heftig. Am schlimmsten ist der Juckreiz dabei. Und nein, es ist weder Neurodermitis, noch ein psychisches Problem. Es liegt an bestimmten Inhaltsstoffen, auf die meine Haut „sauer“ reagiert.

Das traurige dabei ist der Fakt, das es sich dabei um ein Markenprodukt handelt, auf das ich so heftig reagiere. Die günstigen Eigenmarken von dem Discounter mit „L“ verursachen solche Probleme nicht.

Und sonst so? Es ist Sonntag und damit mein fauler Tag … 😁

Macht was aus dem Tag und laßt euch nicht ärgern … ☕

Tagebuch

Samstag 43/20

Eigentlich habe ich nicht viel zu berichten. Uneigentlich habe ich mehr im Kopf, als ich gerade auf Papier bringen könnte.

Der Haushalt ist gemacht und die Heizung läuft nach dem Lüften wieder an. Der Junior schläft noch. Kein Wunder, als ich um halb sechs aufstand, war er noch wach. Gestern Abend brachte er das Mädchen aus dem Dorf wieder mit. Man hätte sich versöhnt. Aha. Ach ja, und darf ich dann beim nächsten Besuch meinem Kumpel mitbringen?

Weder das eine, noch das andere passt mir. Ersteres kann ich wohl nicht verhindern oder unterbinden. Der Besuch mit Begleitung? Macht mir ein ungutes Gefühl und werde ich nicht erlauben.

Ich habe ziemlich oft ein ungutes Gefühl, wenn ich mit dem Junior rede oder ihn beobachte. Vielleicht nur beginnende Paranoia. Vielleicht aber auch der richtige Wegweiser.

Nutzt mir nur nichts, wenn der Junior selbst nicht reden will. Und mit wem sollte ich über meine Bedenken, dem unguten Gefühl reden? Es ist alles nicht wirklich greifbar und man kann es so oder so oder auch so sehen und interpretieren.

Mini fährt weiter ihre „Tour“ und zickt und provoziert weiter. Ich habe nicht übel Lust zu eskalieren und ihr zu sagen, das ich tatsächlich den Tag nicht erwarten kann, an dem sie meine Wohnung verlässt. Das ich eine große, fette Party schmeiße zur Feier des Tages.

Dies Verlangen, es ihr mit gleicher Münze heimzuzahlen, zu vergelten, ist enorm. Würde nur nichts bringen. Also zügel ich das Verlangen, nehme noch ein paar Tropfen zur Beruhigung und mache Atemübungen. Schiebe ihre Gefühle zur Seite und versuche, die Projektionsfläche blind zu machen.

Allerdings bin ich ehrlich zu mir. Ich werde tatsächlich eine Party feiern, wenn Mini in eine Wohngruppe zieht. Und ich werde sie in den ersten Wochen auch nicht anrufen! Nö. Mach ich nicht. Will ich nicht. Und damit entspreche ich ihrem Wunsch, das sie mich in den ersten Wochen nicht sehen und hören will. Bitte schön, nichts einfacheres als das.

Demnächst mal mit der Großen und Schwiegersohn in Spe reden. Mal fragen, wie weit seine handwerklichen Fähigkeiten sind. Wenn er über gewünschte Fertigkeiten verfügt, werde ich ihn im nächsten Jahr zu Renovierungsarbeiten verpflichten.

Einmal neue Tapete und frische Farbe. Außer in Minis Zimmer. Das wird erst hergerichtet, wenn … Na ja, wißt ihr ja jetzt.

Und nein, ich bin nicht gestört (ja, doch, bin ich schon irgendwie 🤫). Die Renovierung ist quasi eine Vorarbeit. Entweder zum Auszug, denn ich bin mir nicht sicher, ob ich hier allein wohne bleibe. Zum einen, ob ich das will und zum anderen kann, den finanziel wird sich ja auch einiges ändern.

Das Thema Mitbewohner stellt sich da nicht. Ich will meine Wohnung nicht mit einem fremden Menschen teilen. Und eine andere Art von „Mitbewohner“ gibt es nicht.

Und auch wenn, würde ich mich fragen, ob ich das will. Wozu denn? Was soll ich damit? Och nö. Ich habe mich wirklich dran gewöhnt, alles allein zu machen. Durchzustehen. Da brauch ich dann auch in der „guten“ Phase keinen mehr. Und das bißchen Sex? Wie hat man mir mal gesagt … 🤔 … Ach ja, Sex kann man an jeder Ecke bekommen.

Irgendwie bin ich völlig abgeschweift … 😱 … Egal. Macht nichts. Ist ja auch irgendwie typisch für mich.

Uhh … noch was hübsches paradoxes über mich. Einer meiner Träume ist es tatsächlich mit dem heiß und innig geliebten Mann auf den Eiffelturm zu stehen.

Jaha, steht völlig im Gegensatz zu dem, was ich zuvor schrieb. Ist aber, bei genauere Betrachtung, kein Widerspruch. Das eine ist die aktuelle Situation und das andere ein kitschiger, rosafarbender Traum. Übrig geblieben aus den Zeiten der Naivität.

Und … Achtung, Spoiler! … gar nicht umsetzbar. Zum einen in Ermangelung des Mannes und, auch wenn es diesen gäbe, würde es an meiner Höhenangst scheitern … ☝

😂😂😂 … Sogar meine Träume boykottiere ich selbst … 👌

Ich brauch noch einen Kaffee … ☕

Tagebuch

Freitag 43/20

Hinter der nächsten Woche einen Haken setzen. Die nächste böse „C“ – Woche ist gelaufen. Und schon wieder wird gehamstert … 🙄🤦‍♀️

Ich habe mir jetzt auch einen „persönlichen“ Mund – und Nasenschutz besorgt. Nämlich diesen …

Passt zu mir … 😁

Nächste Woche gibt es noch einen weiteren. Oder vielleicht auch noch 2 … 😁

Und ja, auch die, mit denen ich da liebäugel sind genauso in der Art, wie der oben auf dem Bild. Es wird Zeit die dämlichen 08/15 – Dinger abzulegen und massiv auf Abschreckung zu gehen. Wer freiwillig nicht Abstand hält, wird rabiat darauf aufmerksam gemacht.

Die Woche damit verbracht, mir diverse Serien anzugucken. Dank einer guten Versorgung habe ich daran keinen Mangel. Das „normale“ Fernsehprogramm nervt immer mehr. Die wenigen Ausnahmen sind schnell abgezählt und immer nur Dokus und Reportagen gehen auch nicht.

Auf einen favorisierten Sender einen spannenden Beitrag zum Thema „Verschwörungstheorien“ gesehen. Schon spannend, was es zum einen alles für Theorien gibt, angefangen über die Mondlandung, dem Tod von Elvis, bis hin zu Corona. Auch der Frage, wie sie entstehen ist nachgegangen worden und war alles andere als trocken und langweilig.

Am meisten hat mich begeistert, das dem Phänomen im ganzen nachgegangen wurde. Wann sich geschichtlich Verschwörungstheorien nachweisen ließen.

So, weg von den privaten Einblicken … 😁 … Muss ja keiner wissen, was mich tatsächlich so begeistert und interessiert. Nicht das noch einer dem Wahnsinn verfällt, ich sei eine interessante Person … 🤭 … (Ja, das war ein Spaß 😉)

Und sonst so? Mini dreht inzwischen wieder über. Versucht es zumindest. Ich bin und bleibe dabei ruhig, auch wenn ich innerlich teilweise genervt bin. Der Junior nervt hier und dort und wenn er demnächst wieder zu Besuch kommt, dann will sie nicht hier sein. Sie will überhaupt nicht mehr hier sein und ich brauch nicht glauben, das sie mich besuchen kommt, wenn sie in einer Wohngruppe ist. Im übrigen Wohngruppe … Sie will heute mit der Frau vom Jugendamt sprechen. Sie würde auf keinen Fall noch ein Jahr auf einen Platz warten …

So in etwa ging das gestern Nachmittag los und ging bis zur Schlafenszeit so weiter … 🙄

Es muss für sie gestern echt ätzend gewesen sein, das sie keine emotionale Reaktion von mir bekam, denn sie versuchte auch über Junior wieder an eine solche zu kommen. Der aber ist von mir dementsprechend geimpft worden und reagiert teilweise auf ein abgesprochenes Signal.

Wenn ich merke, das es kritisch wird, bitte ich ihn kurz, den Raum zu verlassen. Er geht dann entweder auf den Balkon oder verschwindet im Bad. Das klappt noch nicht zu 100%, aber besser als die Male zuvor.

Aber es ist wahnsinnig anstrengend. Es verlangt, die Situation stets und ständig im Blick zu haben. Präsent zu sein.

Ich ertappte mich auch dabei, das ich einer Aussage beinahe mit Freude zugestimmt hätte. Nämlich der, das sie Weihnachten und Silvester nicht hier sein will, wenn ihre „bescheuerte“ Familie auch hier sei.

Es tut mir leid, aber ich hätte da am liebsten zugestimmt. Schließlich ist es, auch wenn die Minimi hier ist, um längen entspannter, wenn Mini nicht dabei ist. Traurig, aber wahr.

Noch trauriger für mich, das ich zu der Entscheidung gekommen bin, die Familie ab nächstes Jahr strikt zu trennen. Das hört sich vielleicht grausam an, ist aber für alle Beteiligten die beste Lösung. In erster Linie für mich. Ich will mich nicht mehr zerreißen, wenn Besuch hier ist, sondern diesen unbeschwert genießen.

Ob Mini dadurch was fehlt? Ich glaube nicht. Die mangelnde Aufmerksamkeit nerven sie mehr und verursachen mehr Streß, als der Ausschluss von diesen Treffen.

Jetzt noch einen Kaffee und das obligatorische Schlummerstündchen, bevor der Tag mit Macht das Zepter übernimmt … ☕

Tagebuch

Mittwoch 43/20

Schon wieder Bergfest … 😁

Bevor ich es vergesse, tragt doch bitte im Kommentar ein, ob der Beitrag im Reader angezeigt wurde. Nati sagte mir nämlich, das einige Beiträge dort nicht angezeigt werden. Danke!

Gestern Abend kam der Junior an und es war relativ ruhig. Relativ deswegen, weil der Junior genervt und erledigt von der Fahrt war (Klar, 5 Stunden Dauer – Maske tragen würde auch mich an den Rand des Erträglichen bringen).

Relativ auch deswegen, weil Mini natürlich gleich mit ganz wichtigen Sachen um die Ecke kam … 🙄🤦‍♀️

Der Abend danach war doch recht entspannt. Mini schlief schnell, wie jeden Abend nach der Medigabe. Der Junior guckte mit mir noch einen Film und verschwand dann im Gästezimmer.

Ich dachte, er wolle in Ruhe telefonieren, aber er kam und kam nicht wieder. Als ich ins Zimmer guckte, schlief auch er friedlich mit leisen Schnarchgeräuschen.

Soweit so gut. Der Morgen heute ist wie neuerdings gewohnt, dunkel und Bähh …

Mini hat heute bis Freitag noch Ferienbetreuung, was die Situation an sich entspannen wird. Heute will Mini noch mit der Betreuung kochen, Nudeln in Paprika – Käse – Soße. Ich bin gespannt, was daraus wird. Großzügig hat Mini uns die Reste versprochen … 😁

Mit dem Junior werde ich noch zum „AlleWerdenGlücklich“ – Laden fahren. Es gibt dort ein Angebot, dem selbst der Junior nicht abgeneigt ist. Beim Kauf von 3 Jogginghosen gibt’s die eine davon gratis dazu. Das hat den Junior überzeugt.

Und sonst? Die Entwicklung des bösen „C’s“ beunruhigt mich etwas. Dennoch, in Panik verfalle ich deswegen nicht. Ich meide halt weiterhin Menschen und Ansammlungen.

Viel mehr gibt es momentan nicht zu berichten … Ich hol mir noch einen Kaffee und starte mal ganz entspannt in den Tag … ☕

Tagebuch

Montag 43/20

Heute beim einkaufen war ich voll im „Oma“ – Modus … 😁

Die gab’s bei einem großen Discounter … 😁

Und da ein Set ja nicht geht, aus Erfahrung bei drei Kindern …

Und ja, Minimi ist zwar noch keine 3 Jahre … Trotzdem gibt’s die zum Nikolaus und zu Weihnachten … 😁

Die Große war begeistert und sagte sowas wie „Du bist eine echte Oma!“ … 😅 … Ich geh einfach davon aus, das sie das positiv meinte und nicht abwertend, wie man vielleicht auch denken könnte … 😎

Und sonst? Ein typischer Montag eben. Mini und ich haben lange geschlafen, um halb elf wurde Mini zur Betreuung abgeholt und ich konnte den nächsten Block abarbeiten.

Zuvor hatte ich mich durch mein übliches Montags – Haushaltsprogramm gearbeitet. Als Mini weg war, räumte ich in ihrem Zimmer rum und auf (und nö, Spaß habe ich nicht daran und immer wenn ich das machen muss, heißt das für Madame Taschengeldeinbußen!), führte ein paar Telefonate und zu guter Letzt ging’s zum einkaufen.

Zu Hause angekommen, hatte ich gerade noch Zeit, das Essen fertig zu machen, bevor Mini wieder zurück kam. Sie war etwas angespannt, das Nähen an der Maschine war so semi gut gelaufen, aber immerhin hat sie ihren Loop fertig bekommen.

Später am Nachmittag haben Mini und ich uns noch was vom Bäcker geholt. Es gibt da einen super Bäcker und Konditor, der wirklich super Kuchen und Torten herstellt. Mini hat den mit der einer Betreuerin entdeckt und zwischenzeitlich haben wir uns darauf geeinigt, das ich mit ihr hinfahre, wenn ihr Verhalten durchgängig für 5 Tage „gut“ ist.

Ich finde, damit haben wir den Montag ziemlich gut gerockt und jetzt entspann ich mich auf dem Sofa … 😁