Tagebuch

Samstag 03/21

Na toll. Ich habe es tatsächlich geschafft, gestern meine Leserbriefe auf der Tankstelle liegen zu lassen … 🙄 … Werde ich jetzt tatsächlich so alt und vergesslich, das ich mir noch zwei, drei Brillen anschaffen muss, damit zumindest eine immer griffbereit ist?

Nun gut, bis morgen werde ich es schon überleben. Da bin ich ja nochmal arbeiten und werde sie nach der Abrechnung gleich wegstecken und nicht liegen lassen … 🤦‍♀️

Und so schlecht sind meine Augen auch noch nicht. Aber beim lesen und schreiben, ist die Brille schon eine Erleichterung. (Ja, ich bin eitel. Und ja, ich finde, eine Brille steht mir nicht!)

Heute ist ein vorgezogener Sonntag. Da ich morgen Abend wieder in der Spätschicht Wache halte, zählt der Tag bestimmt nicht als „Ich-Mach-Heute-Nichts“ – Tag. Zudem habe ich morgen Nachmittag noch einem Besuch zugestimmt. Vor der Arbeit werde ich meine ehemalige Arbeitskollegin besuchen. Ist mal wieder Zeit für Kaffee und Kuchen. Und natürlich für den neuesten Klatsch und Tratsch … 😁

Der natürlich nur informativ. Es interessiert mich nicht wirklich, was wer wann über wen gesagt hat, aber es schadet auch nicht.

Gestern Abend schaute ich schon ziemlich neidisch auf die Kollegin auf der anderen Seite. Die darf nämlich um 21 Uhr schließen. Weil es sich dort nicht länger lohnt. Auf meiner Stammseite läuft es derzeit noch, sollten aber auch hier die Zahlen zurück gehen, wird hier auch wieder um 21 Uhr Schicht sein.

Ich habe es gestern gut beobachten können. Also auf meiner Seite. Von 16 bis 19 Uhr war richtig gut zu tun und ich war ausgelastet. Von 19 bis 21 Uhr war es nur noch mäßig, bis vereinzelt. Das zeigte mir auch die Geschwindigkeit, mit der ich durch die Abendroutine fegte.

Normalerweise brauch ich tatsächlich die 2 Stunden, um die abendlichen Pflichten zu erfüllen, um in der letzten Stunde nur noch den Kleinkram zu haben (Zeitung, Kasse und Zigaretten).

Gestern war ich um kurz nach acht durch und musste mir ein paar Dinge suchen, um die Zeit zu überbrücken.

Unter anderem fragte ich mich, ob man, also die Gesellschaft, solch lange Öffnungszeiten überhaupt braucht … 🤔

Braucht man Tankstellen, außer an ausgesuchten Stellen, die 24 – Stunden offen haben?

Müssen Einkaufsläden auch am Wochenende bis 21 oder 22 Uhr geöffnet sein?

Ich kann mich noch daran erinnern, das Geschäfte in der Woche um 18, 19 Uhr und am Samstag um 13 Uhr schlossen. Und ich hatte nicht das Gefühl, das irgendetwas fehlte. Im Gegenteil, es schien ruhiger zu sein, entspannter.

Darüber habe ich nachgedacht. Würde mir was fehlen, wenn die Geschäfte wieder früher schließen würden? Egal ob Lebensmittel, Textiel oder Möbelhaus.

Nö. Mir würde nichts fehlen. Es wäre eine Frage der Organisation und der Umstellung, das plötzlich nicht mehr alles ständig verfügbar ist.

Wie sieht das bei Euch aus? Würdet ihr damit Probleme haben, wenn sich die Öffnungszeiten verkürzen?

Ich hol mir noch einen Kaffee … ☕

Tagebuch

Freitag 03/21

Ich stelle wieder einmal fest, das ich nicht mit Geduld gesegnet bin. Ich bin sowas von genervt, das es morgens noch immer so dunkel ist und bleibt. Es nutzt auch nicht, sich selbst zur Ordnung zu rufen und sich zu sagen, alles gut, es ist ja erst Januar.

Na, und? Ist mir doch egal. Ich will aber … und schon habe ich das Bild von dem trotzigen Kind vor Augen, das kräftig mit dem Fuß aufstampft.

Ich kenn das schon. Ich hole tief Luft, rolle mit den Augen und halte mich am Kaffee fest.

Dieses Gefühl, das sich in Form von Unzufriedenheit seinen Weg bahnt, tritt meist nach einer Phase extremer Endorphin – Ausschüttung auf. Quasi der Absturz nach einem Höhenflug.

Und ich hasse diesen Zustand. Er macht mich nicht nur unzufrieden, sondern auch ärgerlich.

Meist bin ich ärgerlich auf mich selbst. Wenn ich doch weiß, was mich erwartet, warum lass ich es immer wieder zu. Warum bringe ich mich immer wieder in diese Situation?

Die Antwort ist wenig schmeichelhaft und typisch für den Gemütszustand. Weil ich nämlich doof bin. Völlig bescheuert. Naiv zu denken, das es dieses Mal anders sein könnte. Süchtig nach dem Hochgefühl.

Was nutzt mir das Wissen darum, wenn der Wille fehlt, es zu unterbinden?

Was ist das Hochgefühl wert, wenn man hinterher einen enormen (emotionalen) Kater hat?

Gar nichts, schimpft es in mir. Ich sollte die Finger davon lassen. Es tut mir nicht gut. Nummer löschen, Koffer packen und unbekannt verziehen, rät mir mein „Inneres“. Das hier ist Selbstmord auf Raten, immer und immer wieder.

Ich will das nicht mehr. Der Kater wird schnell behoben sein, darin habe ich inzwischen Übung. Macht es aber nicht einfacher.

Die Konsequenz? Verzicht. So wie Abhängige auf ihre Droge verzichten.

Ob mir das gelingt? Ich habe berechtigte Zweifel daran, zu oft versucht und noch öfter daran gescheitert.

Allerdings … irgendwann reicht es einem doch. Dieser endlos erscheinende Kreislauf, der sich weder im Ablauf, noch im Schema verändert.

Hat auch was von Routine. Und das, wo man Routine nicht wirklich toll findet …

Ich muss aufpassen. Ich werde gehässig und ätzend. Nicht gegen mich.

Genau so müßig, wie über die Motivation meinerseits nachzudenken, ist es, das „Warun“ auf der anderen Seite ergründen zu wollen.

Wenn ich richtig böse bin, ist eine Erklärung, weil kein anderer so doof und willig auf das Spiel einsteigt. Es also an Möglichkeiten mangeld. Ist aber auch nicht schmeichelhaft. Im Gegenteil, das hinterlässt einen sehr giftigen und bitteren Nachgeschmack.

Und macht mich richtig böse. Weil dies auch heftig am Ego kratzt und das läßt sich nur schwer wieder zügeln.

Bäh … wie gut, das ich gleich Mini wecken muss und damit keine Zeit habe, mich weiter damit zu beschäftigen. Zeit, Sand auf das Feuer zu streuen. Selbst Wut und Zorn sind in diesem Fall Verschwendung.

Noch ein Kaffee und dann scheuch ich alles da drinnen wieder in die „Ist mir egal“ – Zone.

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Maskenbild …

Da hier nochmal die Frage nach meiner Maske aufkam. Da ist sie … 😁

Ja, diese Maske trage ich auf Arbeit … 😁

Und etwas ironisch … In meiner Reha entstand dieses Bild. In der Quarantäne wegen Influenza … 🙄 … Und noch mit langem Haar. Im Januar 2019 …

Ich gab dem Foto die Unterschrift „das ich einen Trend setze und der Zeit voraus bin“ … Welch Ironie … 🙄🤦‍♀️

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Donnerstag 03/21

Gestern gab es nicht wirklich was zu berichten und ich war zu müde, um zu bloggen. Jaa, tatsächlich. Zu müde … Das habe ich mir auch erstmal auf der Zunge zergehen lassen müssen … 😂😂😂

Gestern war auch nicht viel los. Erst hatten wir den Kontroll – Termin beim Orthopäden wegen Minis Finger. Die Schiene und der Verband sind weg, der betroffene kleine Finger ist nun getapet und Mini doch etwas enttäuscht. Kein Bruch, kein Gips, keine Sonderbehandlung. Statt dessen nur ein „Pflaster“ und die Auflage, den Finger normal zu bewegen … 😁

Etwas angefressen war ich schon. Wir hatten um 8.45 Uhr den Termin, waren aber erst eine Stunde später dran und auch erst um halb elf wieder zu Hause.

Wir mussten aber nochmal los, ich hatte bei der Bank was zu besorgen und das Rezept vom Lungenarzt wollte ich auch gleich einlösen. Hat auch alles geklappt. Aus der Apotheke nahm ich die Info mit, das ich bei der Krankenkasse wegen der Coupons für die Masken nachfragen soll.

Der Anruf ist mir gestern durch die Lappen gerutscht. Ich hab den schlichtweg vergessen. Na gut, dann eben heute … 🙄

Der restliche Tag? Ziemlich langweilig. Den Haushalt gemacht, Essen vorbereitet (es gab Senfeier, weil wir die schon ewig nicht mehr hatten), ein paar Anrufe erledigt, eine kurze Mittagspause auf dem Sofa, noch ein paar Dinge geordnet und vorbereitet und schon war Abend.

Alt bin ich nicht geworden. Ich war ziemlich zeitig im Bett und habe tief und fest durchgeschlafen … Ein Umstand, der mich immer wieder entzückt … 😊

Heute fällt die Betreuung wegen Krankheit aus. Ist zwar doof, weil damit die „Schulsache“ an mir hängen bleibt, aber ich habe ja den Online – Unterricht heute als Joker … 😁

Heute Nachmittag geht’s noch zum Einkaufen. Ein paar Sachen fürs Wochenende. Morgen kommen wir nicht dazu, da ist normal Betreuung und am Nachmittag habe ich nochmal Schicht an der Tankstelle. Meine Chefin hat wieder eine Tasche fertig und wird sie morgen im Büro deponieren. Mini ist begeistert. In der letzten Tasche wurde sie reichlich fündig.

Tja, und damit wäre die Woche auch schon fast gegessen. Sonntag ist nochmal Spätschicht (super! Wieder mal die Totschicht 🙄). Ich werde mich wohl daran gewöhnen müssen, bis sich was anderes findet. Die Arbeitszeiten werden durch Minis neue Betreuung etwas eingeschränkt, ist für mich aber okay. Ob meine Chefin das so umgesetzt bekommt, ohne den anderen auf die Füße zu treten, wird sich zeigen.

Und sonst? Viel Kleinkram der zu bekümmern war und ist und jetzt vielleicht endlich Ruhe gibt. Wie die Auszahlung von Juniors letzter Beurlaubung aus der Wohngruppe (ja, das zieht sich seit November letzten Jahres 🤦‍♀️). Der Handy – Anbieter, der mir für eine mir unbekannte Nummer Geld abzieht und im Gespräch behauptet, die würde mir gehören (🤦‍♀️ … Nein, tut sie nicht, weil storniert und nochmal geändert, scheint aber nicht angekommen zu sein.). Auch das wird geklärt und ich erhalte Bescheid.

Die Große hat sich Dienstag ein wirkliches „Horn“ zugezogen und ich war erst entsetzt, als ich es sah und erst beruhigt, als sie sagte, es sei alles okay, außer Kopfschmerzen ginge es. Sie ist wohl mit Wucht gegen den Türrahmen und hat genau die Kante erwischt. Auf der Stirn trug sie dann eine Hühnerei große Beule. Sehr beachtlich. Ich sagte ihr, sie muss noch mit der anderen Seite dagegen laufen, damit es gleich aussieht und wenn einer fragt, soll sie sagen, ihre Hörner brechen durch … 😂😂😂

Fand sie erst nicht witzig … 🤭

Im Hintergrund beschäftigt mich die Frage, ob es fair wäre, einem noch fremden Menschen eine Chance zu geben. Ich fürchte, ich bin von den Schatten noch so „geschädigt“, das ich nicht voll und ganz offen wäre, das ein kleiner, großer Teil stets besetzt wäre. Und ich will weder vergleichen, noch ersetzen, beides ist mir zuwider.

Noch ist die Frage nicht akut, dank Corona und Mini sind persönliche Treffen ja schwierig … 😉 … Auch in den bisherigen „Gesprächen“ war das noch gar kein Thema. Und vielleicht mache ich mir da einfach zu viele Gedanken. Ich weiß es nicht …

Nun gut, das Thema in den Keller gesperrt, noch ein Kaffee genießen und dann mal sehen, was der Tag bringt … ☕

Tagebuch

Dienstag 03/21

Ich fasse mich kurz, da ich etwas erledigt bin und ins Bett möchte.

Also, der Termin beim Lungenfacharzt war wie immer. Gewohnt flott war die Abfertigung und schon saß ich im Sprechzimmer. Musste nochmal zum Röntgen, zur Kontrolle. Zuvor wunderte ich mich über meinen Arzt, der Sprüche brachte, wie „Wer weiß, ob dann die Erde noch existiert!“ und „Wer weiß, wo das alles noch hinführt!“. Okay, dachte ich und sagte ihm lachend, das seine durchaus positive Art echt ansteckend sei. Er lachte.

Nach dem Röntgen war ich schnell wieder zur Besprechung aufgerufen und auch zügig wieder draußen.

Die Werte? Ach, stimmt ja, da war ja was … 😁

Also, die Lungenfunktion ist von den Werten her, wie die letzte im Oktober. Das heißt, das ich den Infekt gut überstanden habe. Das Kontrollbild der Lunge? Keine Veränderungen der Lunge erkennbar, was sehr gut ist … 😁👍

Der Arzt ist zufrieden, das ich meinen Status halte, ich soll weiterhin alles meiden, um mich bloß nicht mit Corona zu infizieren und ja, impfen wäre eine gute Idee … 👍

So mag ich Arztbesuche … 😁

Der KennlernTermin mit der SPFH – Kraft war zwar kurz, eine dreiviertel Stunde, reichte aber aus, das sowohl Mini, als auch ich ein gutes Gefühl haben. Wir starten mit 2 festen Terminen und der Chef von ihr schaut sich noch nach einer zweiten Kraft um, die auch mal einspringen kann, wenn und eventuell auch noch Termine übernimmt, wenn der Bedarf da sein sollte.

Auch hier bin ich sehr zufrieden nach dem Gespräch gewesen und bin jetzt etwas entspannter, was Minis Nachmitrage angeht … 😁

Und das letzte Highlight des Tages? Das war die Spätschicht an der Tankstelle, ohne Frage.

Erst einmal verursachte meine Maske bei einigen Kunden reichlich Verwirrung. Ihr erinnert Euch, oder? Meine Maske zeigt ja schöne, spitze Reißzähne … 😁

Einige guckten nur, andere vergaßen, was sie sagen wollten und zwei waren dabei, die mir sagten, das sie die Maske cool finden. Eine davon fragte, wo ich die her hätte … 😂😂😂

Und dann die Stammkunden. Bei vielen ging die Sonne auf. „Oh, auch wieder da? Das ist ja schön.“, „Sie waren lange nicht da, ich hoffe, Sie waren nicht krank?“ und auch „Ach, endlich. Jetzt weht hier wieder der gewohnte Wind!“.

Das hat gut getan und es hat mich gefreut. Wirklich gefreut, weil es ehrlich war und … So unwichtig der Job auch erscheint, die Leute haben sich an mich erinnert und es fehlte ihnen was.

Und dann war da noch ein Kunde, der tatsächlich neben all den Freundlichkeiten, auch noch mit mir flirtete. Und ja, dieses Mal bin ich mir da ganz sicher und brauchte kein Hinweisschild … 😂😂😂

Es war aber auch offensichtlich, als er sagte, nein die Quittung wolle er nicht, das wäre viel zu negativ. Ich nur, na ja, vielleicht denken Sie dann lieber daran, das hier ein netter, freundlicher Mensch hinterm Tresen steht, das ist dann wenigstens positiv. Er schaute mich an und sagte, och, dafür brauch ich keine Quittung, um daran zu denken. Lachend sagte ich ihm, das das meine Kollegen freuen wird und er, und eine hoffentlich besonders! Okay, das hab sogar ich geschnallt … 😂😂😂

Jetzt bin ich zwar hindemüde und mein Rücken meckert leise, aber ich bin zufrieden und glücklich. Ich werde bestimmt gut schlafen … 😴

Bis dahin … Gute Nacht 🌟