Tagebuch

Ich – Zeit 38/2019

So, Post alles erledigt und eingetütet. Ziemlich zufrieden damit. Sieht der Schreibtisch gleich wieder ordentlicher aus. Morgen alles zur Post bringen und nochmal zur Apotheke. Es gibt mal wieder Schwierigkeiten mit einem von Minis Medikamenten … 🙄

Ernsthaft, ich frage mich wie das sein kann, das die Pharmaindustrie Schwierigkeiten hat, den Wirkstoff zu besorgen oder herzustellen, das es zu Lieferschwierigkeiten kommt. Eine Alternative wäre das Orginalpräparat, aber nur ungern. Klar, die Wirkung dürfte die gleiche sein, aber Mini ist nun mal auf dies eine eingestellt und da sie sowieso so paradox auf Medikamente reagiert … Nee … Kein Risiko … 😱

Minis Schwellung ist nur minimal zurück gegangen. Reden ist noch immer schwierig und manchmal arg nuschelig, aber verständlich. Die Blaufärbung der einen Wange ist heller geworden und die Schmerzen sind erträglicher geworden. Essen ist nach wie vor auf Suppe, Yoghurt, Eis und weiche Milchbrötchen beschränkt.

Zum trösten und gesund werden habe ich heute eine Hühnersuppe gekocht. Die Mini auch dankbar wegschlürfte.

Der MST – Termin heute war sehr ruhig und für mich auch sehr effektiv. Es war spannend für mich zu hören, wie die Therapeutin die Situation einschätzt und es tat gut, das sie das bestätigte, was ich schon selbst wahrgenommen und beobachtet hatte. Meine Hausaufgabe für die nächste Woche hat was mit „Kontrollabgabe“ zu tun. Eine schöne Übung, Mini mehr Verantwortung und vor allem Vertrauen entgegen zu bringen und für mich, die „Big Brother“ – Stellung aufzugeben und mich etwas zu entspannen.

Das wird eine spannende Woche werden … 🤔 … Das im wahrsten Sinn des Wortes, denn es wird mir viel abverlangen … 😳

Der Abend heute ist sehr ruhig. Mini hat vorhin gebadet, mit mir fern gesehen und ist dann nach ihren Medis ins Bett verschwunden.

Ich schau mir nebenher auf Sat1 das Tauschexperiment „Plötzlich arm, plötzlich reich“ an und bin von dem Format überzeugt. Gut verdienende Familie tauscht mit Familie mit weniger Einkommen. Das ganze wenig reißerisch aufgemacht und das gefällt mir. Die Tauschfamilien übernehmen jeweils Wohnung, Wochenbudget und Aufgaben der anderen. Es ist wirklich spannend zu sehen, wie die einen mit dem wenigen Geld zurecht kommen müsen und die anderen schlicht damit überfordert sind, so viel Geld zur Verfügung zu haben.

Und sonst? Genieße ich den Abend und mache mir über diverse „Projekte“ Gedanken … 😁 … Ganz unverbindlich drüber nachdenken …

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Bergfest 38/2019

Ich bin gespannt, wie Mini nachher aussehen wird, wenn sie aufsteht … 🤔 … Gestern sah sie furchtbar aus. Das Gesicht war extrem angeschwollen und sehr schmerzhaft. Die Kontrolle war okay, die Nähte alle so, wie es sein soll und Montag sollen wir dann die Fäden ziehen lassen.

Mich erstaunt immer wieder, wie stur und dickköpfig Mini sein kann. Ich sage ihr, nein, es ist besser nicht so viel rumzulaufen und sie sagt, nö, es tut mir aber gut und ich brauche frische Luft.

Ich erinnere sie daran, das sie kühlen soll. Sie nimmt das Pack und bringt es wenige Minuten später schon wieder zurück. … ??? … Das ist zu kalt und es würde schon reichen. … 🙄

Gestern Nachmittag dann großes Rumheulen, weil sie aussehen würde, wie ein Monster und sie sich so gar nicht raus trauen könne. Ach? Wie wäre es mal mit kühlen?

Ich hoffe wirklich, die Schwellung ist etwas zurück gegangen. Es ist eine Sache, das sie kaum reden kann (was ich übrigens noch immer sehr schätze!), aber zu sehen, wie sehr die Schwellung sich ausgebreitet hat, hat mich schon mitgenommen.

Es wird aber noch dauern, bis ich was sehen kann. Da sie mich um drei geweckt hat und nach einer Tablette fragte, wird sie nicht vor 8 Uhr auf der Matte stehen.

Die Große schickte mir gestern eine Foto – Strecke aus dem Krankenhaus. Immer noch Zuckerschock pur … 😍 … Nächste Woche werde ich mal zusehen, für die Ur – Ur – Oma ein paar Bilder auszudrucken, damit sie auch etwas zum zeigen und aufstellen hat. Die nächste Generation.

Das Geschenk hat ihr auch in Natura gefallen. Der Junior hatte es zuverlässig gleich abgegeben. Allerdings kam im zweiten Satz, das es ja noch etwas groß sei. Ich grinste, schrieb zurück, das es ja mit Absicht größer ausgesucht sei, so hätte Minimi schließlich länger was davon. Auch konnte ich es nicht lassen und wies darauf hin, das es ja rosa sei und seit wann ihr das so gefallen würde ( zuvor schrieb sie, das sähe so niedlich aus!), gerade ihr, die nie etwas mit Rosa anfangen konnte … 😂😂😂

Ihre Antwort? „Ich weiß auch nicht, Mama, ich benehm mich voll seltsam!“ … 😂😂😂

Gestern hatte ich dann noch das Vergnügen mit dem Ex sprechen zu müssen. Ich benötige 2 Schreiben von ihm und zwar schnell. Zum einen benötige ich von ihm ein Schreiben, das er dem Antrag auf Hausbeschulung zustimmt und damit einverstanden ist. Zum anderen verlangte ich eine Erklärung, das ich die schulischen Belange auch ohne seine Unterschrift klären und regeln darf.

Da ich weiß, das er solche Dinge immer schon verabscheut hat und lästig findet, steigt langsam die Chance, das er doch demnächst auf Teile des Sorgerechts verzichtet. Davon abgesehen, das es für mich hier immer dämlich ist, für sämtliche Anträge und Maßnahmen seine Unterschrift beizubringen.

Okay, beschweren will ich mich nicht. Er hat bisher immer zeitnah die Anträge eingereicht und/oder unterschrieben. Es gab ja auch mal Zeiten, da war das nicht so einfach und er hat einem das Leben schwer gemacht, weil er sich dann ewig Zeit ließ.

Dennoch … Auch gerade die letzten vier Wochen zeigte sich wieder, das sein Interesse an Mini nicht so groß ist. Denn es war immer Mini, die ihn anrief und Nachrichten schickte, mit der Bitte, zu telefonieren oder halt davon erzählte, was hier so passierte.

Der Junior selber überraschte mit 2 Dingen am Wochenende. Das erste was er anmerkte, war der Wunsch, mal wieder ein Wochenende mit mir ganz allein zu verbringen. „Das ist schließlich was ganz anderes, wenn wir allein sind!“ … Ob ich das umsetzen kann? Mal sehen, wie und ob sich das ermöglichen lässt.

Das zweite war … 🤔 … Eigentlich ziemlich traurig. Bei einem Krach mit Mini brach er damit raus, das Mini mal zurücktreten könne, schließlich bekäme sie ja jetzt von mir ein neues Zimmer in den Arsch geblasen. … 😱

Bei dem späteren, ruhigen, Gespräch mit mir, kam dann raus, das sich der Junior zurück gesetzt fühlt und auch das Thema des Wohnortes kam erneut zur Sprache. Natürlich wurmt es ihn, das sowohl seine große Schwester damals ein neues Zimmer vom Vater bekam und er, als er später dort einzog nur etwas zusammen gewürfeltes und er nun hier etwas ähnliches erlebt, mit dem Zusatz, das es sein Zimmer hätte sollen sein.

Bei dem Gespräch stellte ich nochmal klar, das ich das, was ich nun für Mini mache, auch für ihn machen würde. Sprach mit ihm auch darüber, ob er es in Betracht ziehen würde, eine Ausbildung hier bei mir zu machen. Ich würde das sogar unterstützen. So könne er in Ruhe die Schule beenden, vielleicht noch ein Jahr ranhängen, um einen besseren Abschluss zu erreichen.

Die Aussicht, das er doch noch hier wohnen könne, entspannte die Situation und ich hoffe, der Junior fühlt sich nun nicht mehr so ausgegrenzt und abgeschoben. Es ist eine vertrackte Situation.

Und ich? Ich fange wieder an zu jonglieren und hoffe dabei, das nicht noch mehr Bälle dazu kommen und ich schön den Rhythmus halten kann, um bloß keinen Ball zu verlieren …

Die To – do – Liste die ich gestern erstellte erscheint ewig lang und läßt wenig Spielraum offen und das meiste davon sind Sachen, die mir so gar keinen Spaß machen … 🙄

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Dienstag 38/2019

Heute Nacht, um 3 Uhr, hat mich Mini geweckt. Ihr tat das Gesicht weh. Ich versorgte sie mit einer neuen Dröhnung und einem Kühlpad und nach einer halben Stunde ging sie wieder ins Bett und kurz danach hörte ich sie auch leise schnarchen.

Reden ist nicht so einfach, etwas nuschelig … 😁 … Tut mir zwar leid für sie, ist aber mal ganz angenehm, mal sehr viel weniger von ihr zu hören … 😁

Natürlich bin ich mir sehr klar darüber, das sich das sehr seltsam anhört. Aber ich bin gern bereit, jedem der das möchte, 24 Stunden mit Mini zu ermöglichen. Natürlich erst dann, wenn es ihr wieder gut geht … 😉

Mal was anderes. Bäh … es ist morgens dunkel draußen, wenn ich, so wie heute, zur normalen Zeit aufstehe. Wie doof ist das denn?

Ich finde den Herbst okay. Bunte Blätter, Kürbissse. Diese besondere Mischung, das sich der Sommer mit einigen schönen Tagen verabschiedet und der Herbst den Grundton bestimmt, indem er morgens Nebel dazu gibt und abends die Dämmerung verkürzt.

Das es allerdings morgens wieder stockdunkel ist, mag ich weniger. Auch das, das es ab späten Nachmittag schon wieder dunkel ist, trifft nicht meinem Geschmack. Überhaupt nicht.

Auch wenn es viele tolle Sachen gibt. Die Kerzenzeit beginnt wieder, auch wenn diese bei mir ganzjährig zu finden sind. Es wird wieder toleriert, das man lesend auf dem Sofa hängt. Man begegnet wieder weniger Menschen draußen, vor allem im Wald.

Mal sehen, ich habe nicht vor, dieses Jahr in den Blues zu kommen. Zudem habe ich diesen Herbst den Vorteil, das ich nicht „Arbeiten“ muss, also die Möglichkeit habe, nach meinem Rhythmus den Tag zu begehen. Wird auch eine ganz interessante Erfahrung.

Weniger reden, mehr machen. Aber auch, weniger denken, mehr machen.

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Montagsgeschichten …

Heute Morgen um 8.30 trieb ich den Junior, der unausgeschlafen, mürrisch und nur mit Katzenwäsche versehen war, und Mini, aufgekratzt und munter vor sich hin brabbelnd, ins Auto. Der Zug vom Junior sollte um 9.13 fahren.

Um 9.00 waren wir am Bahnhof. Um 9.10 auf dem Gleis, weil ja noch das Ticket gezogen werden musste. Was mir den heiligen Zorn vom Junior einbrachte, weil er ja gleich in den Zug steigen konnte, der nämlich zeitgleich mit Betreten des Bahnsteiges einfuhr. Wenn ich da schon gewußt hätte, das dies der einzige Zug wird, der reibungslos und vor allem nach Planung vom Junior genommen wird, hätte ich ihn erst später losgeschickt … 🤦🏼‍♀️

Na ja, so verabschiedete ich ihn. Schickte noch vom Bahngleis die WhatsApp „Er sitzt im Zug!“ ab und schnappte mir Mini, die mit meinem Handy vorm Bahnhof gewartet hatte.

Bevor es nun zur Kieferchirurgin ging (Denken Sie bitte dran, das sie eine Stunde vorher da sind!), ging es noch zum Hausarzt. Ich brauchte ein Rezept und hab auch gleich eine Überweisung für den Lungenarzt bestellt.

Bei der Chirurgin alle Unterlagen und das Geld für die Narkose abgegeben und ins Wartezimmer gesetzt.

Alles danach war Slap – Stick – Comedy … 🤦🏼‍♀️ … Angefangen damit, das Junior mir mitteilte, das er den Zug nach Frankfurt nicht erreichen wird … 😳 …

Häh? Wie kann das sein??? … 😱 … Er dann, da ist einer ohne Ticket und macht nun Palaver mit der Schaffnerin. Will nichts sagen und nicht aussteigen … 🤦🏼‍♀️

Alle Schwarzfahrer, männlich, weiblich, alle Rassen, leise vor mich hin fluchend zur Hölle gewünscht und mit sämtlichen Übeln dieser Welt belegt, den Fahrplan gecheckt und Alternativen an Junior geschickt.

Weitere WhatsApp verschickt „Ankunft verspätet, da unplanmäßig eine Änderung nötig war!“

Währenddessen rückte unser Termin immer näher und es tat sich nichts. Eine halbe Stunde über der Zeit hatte Mini schon eine mordsmäßig schlechte Laune. Ich auch, weil der Junior es tatsächlich geschafft hat, den Zug in Frankfurt zu verpassen und dann auch noch auf einen anderen Bahnhof landete … 🤦🏼‍♀️

Also bespaßte ich ein mürrisches Kind, das „kein Bock“ mehr hatte und managete gleichzeitig, das der Junior wieder zum Ursprungsbahnhof zurückkommt und von dort dann endlich den richtigen Zug Richtung Norden nimmt … 🙄

Um kurz vor 12 Uhr, eine Stunde später als geplant, konnte Mini in das Zimmer und dann ging alles ziemlich fix. Sie bekam einen Zugang, der Arzt fragte, von was sie träumen will und 1 … 2 … Weg!

Meine Frage, ob ich von dem Zeug auch was bekommen kann, brachte den Arzt zum grinsen.

Ich flitzte in der Zeit zum Arzt rüber, holte Rezept und Überweisung, holte das Medikament auch gleich aus der Apotheke und führte diverse Gespräche mit Junior (3!!! mal schickte ich ihm nun die Daten der Züge), mit dem Ex (das alles gut aussieht) und mit der Großen, die mich fragte, warum Mini eine Narkose bekommt, ginge doch auch mit örtlicher Betäubung … 😳

Um 13 Uhr wurde ich in den Aufwachraum gerufen. Da waren dann die Zähne Geschichte, die mir höflich angeboten worden sind.

😁 … Und ja, ich habe die Zähne mitgenommen. Sehen ohne Wurzel richtig komisch aus … 🤔

Um halb zwei konnte ich mit Mini die Praxis verlassen, nicht ohne Rezept für Antibiotika und Schmerzmittel und der Auflage für morgen die Kontrolle wahrzunehmen und bitte, nächsten Montag dann zum Fäden ziehen kommen.

Mini nuschelte komisches Zeug vor sich hin, war völlig neben der Spur, aber sehr wohl in der Lage zu laufen und erstaunlicherweise so klar, das sie mir sagte, was sie gleich zu Hause gucken wird … 😳

Klar, sagte ich, führte das Kind erst zur Apotheke, dann zum Auto und fuhr dann einkaufen. Mini blieb im Auto und schnarchte auch noch, als ich wieder zurück kam.

Zu Hause kam ein kleiner Einbruch. Nachwehe der Narkose. Sie heulte und schrie, das sie solche Schmerzen hätte. Dafür bekam sie dann eine Dröhnung. Aber es ging weiter. Das täte so weh, solche Schmerzen hätte sue noch nie gehabt. Warum das gemacht werden musste? Sie hasse den Zahnarzt. Und die Chirurgin. Und den doofen Narkosearzt sowieso …

Das ging 10 Minuten so, dann verschwand sie ins Bett. Kurz darauf schnarchte sie und ich kümmerte mich um den Haushalt und bereitete eine Rennfahrer – Suppe für Mini zu.

Mein Essen braucht noch etwas.

Ach ja, der Junior ist fast zu Hause. Er ist zumindest schon mal in Braunschweig und dürfte um halb sechs am Heimatbahnhof ankommen. Er hat auch die Schnauze voll. Gestrichen voll … 😂😂😂 …

Und ich? Ich denk zum wiederholten Male, das diese Familie Potential dafür hat, als Geschichte oder Film ein großes Publikum zum Lachen und Kopf schütteln zu bringen … 🤷🏼‍♀️