Tagebuch

Gedanken zur Zeit Nr. 22

Da geh ich ins Bett, schlafe fast augenblicklich ein, nur um fast zwei Stunden später hellwach hochzuschrecken … 😳

Warum, weswegen kann ich nicht beantworten. Selbst die Kater blinzeln mich verschlafen an. Folgen aber zeitgleich, als ich mich Richtung Küche bewegte.

Na gut, wenn ich also wieder wach bin. Die Kater haben ihren Mitternacht – Snack erhalten und ich trinke einen Kaffee.

Die Woche ist also auch geschafft. Gestern kam die Post von der Krankenkasse. Der Antrag auf Pflegestufe ist da.

Da ist es also, das aktive Auseinandersetzen mit bestimmten Themen. Es war jetzt ein logischer Schritt, den Antrag zu stellen. Mit Blick auf die Zukunft ist es einfacher, jetzt schon eine Einstufung zu erhalten und diese später hochstufen zu lassen, als später einen Antrag zu stellen.

Zudem bringt mir die jetzige Einstufung den Luxus, in Zeiten wie jetzt, wo ich nicht wirklich kann, unkompliziert auf Hilfe zurück greifen kann, die mir zur Hand geht im Haushalt und beim Einkauf.

Dennoch … Begeisterung meinerseits ist eher so semi vorhanden. Meine Motivation geht eher in eine andere Richtung. In diese, wieder unabhängig zu sein.

Allerdings muss ich auch eingestehen, das ich es schon verlockend finde, eine Haushaltshilfe zu haben, die mir so lästiges Zeug wie Bett beziehen und wischen abnimmt … 😁 …

Auch wenn mir in letzter Zeit die Nachbarin eine verlässliche Hilfe war, fällt es mir immer noch schwer, danach zu fragen.

Beruhigend war aber die Rückmeldung, das ich ja immer rechtzeitig frage und nicht erst kurz vor knapp und, so die Nachbarin, ich ja tatsächlich nicht kann und da könnte sie mich ja nicht hängen lassen.

Als sie das sagte, lachte ich und sagte ihr, das ich mich nicht zum Simulanten eigne, weil ich eigentlich lieber allein darüber bestimme, wann ich wo hinfahre.

Einen Obolus, eine kleine Anerkennung, gab es dafür auch. Das finde ich selbstverständlich. Eine andere Kleinigkeit muss ich noch besorgen, das, was gewünscht wurde, ließ sich bisher nicht auftreiben … 🙄🤦‍♀️ …

Uhh … Was mir gerade einfällt. Ich finde, es gibt auch einen Unterschied, ob ich um Hilfe bitte oder ob ich diese im Rahmen einer Hilfsleistung anfordere. Die Position des Bittenden, des Abhängigen, liegt mir so gar nicht. Ist behaftet mit vielen bitteren Sachen, die noch immer in mir rumoren.

Die andere, Hilfe in Form einer Dienstleistung anzufordern, neutralisiert das Ganze und macht es zu einem simplen Geschäft, bei dem keiner dem anderen etwas „schuldig“ bleibt. Perfekt! Das Model kann ich gut leiden … 😁

Es bleibt also spannend, was dieses „Hilfsthema“ noch mit sich bringen wird.

Tagebuch

Fazit des Tages 112/365

Was für ein Tag … 😳

Also das „Gesprächs“ – Frühstück war richtig gut. 2 Brötchen habe ich gegessen und das Gespräch mit der Betreuerin war auch ergiebig.

Sie verabschiedete sich mit den Worten, das dies ein sehr netter Morgen gewesen sei.

Die Hälfte vom Tag war da dann schon gelaufen.

Von dem Reistopf gab es mittags nur eine kleine Portion, das Frühstück lag noch wuchtig im Magen.

Gegen 14 Uhr rief mich Minis Stationsärztin an, mit der ich gut 40 Minuten telefonierte. Das Ergebnis war eher ernüchternd. Mini weigert sich tatsächlich ihre Medikamente zu nehmen und droht mit erheblichen Selbstverletzungen. Nach ihrer Logik kann sie sich aber nur massiv schaden, wenn sie die Medis nicht nimmt, weil sie dann genug Wut und Frust in sich hätte, um es auch „durchzuziehen“.

Unter diesen Bedingungen ist erstmal die Beurlaubung abgesagt und ich sagte auch, das ich die Termine beim Kieferorthopäden erneut verschieben werde.

Nach dem Telefonat war ich erstmal down. Das bekannte Gefühl von Hilflosigkeit und „Nicht – Verstehen – Können“ war wieder da. Was, zum Henker, wirft sie so aus der Bahn?

Gegen 16 Uhr rief mich die Sozialarbeiterin an und fragte, ob ich die Mail vom Jugendamt schon bekommen hätte. Ich fragte, welche und fiel danach aus allen Wolken.

Mini kann nächste Woche zum Probewohnen in die Einrichtung kommen. Das Mädchen wäre jetzt ausgezogen und das Zimmer frei … 😁

YEAH … Endlich ein Lichtblick!

Die Sozialarbeiterin sagte mir, das sie Mini von der Mail erzählen wird und ihr damit auch die Pistole auf die Brust setzen wird. Ohne Medis kein Probewohnen!

Ich bin danach baden gegangen. Nachdenken, Gedanken laufen lassen und all die Informationen verarbeiten, die da heute auf mich eingestürmt waren.

Jetzt versuch ich zur Ruhe zu kommen und den Abend entspannt ausklingen zu lassen … 😊

Tagebuch

Donnerstag 16/21 Tag 112/365

Ahh … vertraute Uhrzeit. Kaffee ist gleich durch und die Kater? Sind frisch abgefüttert, die armen, am verhungernden Kater … 🙄

Drama? Können die beiden in Perfektion … 🙄 … Egal, ob ich rausgehe, um Müll zu entsorgen oder Besorgungen mache, komme ich rein, tun beide Kater so, als wäre ich mindestens und noch länger fort gewesen. Und natürlich sind sie am verhungern … 🤦‍♀️

Sei es drum. Ohne die beiden wäre es ziemlich einsam hier.

Nachher kommt also Minis Maßnahme – Betreuerin und wir frühstücken zusammen. Darauf freu ich mich schon etwas. Zum einen der Abwechslung wegen und zum anderen auch des Essens wegen.

Ich lass mich überraschen, welches Konzept ausgearbeitet wurde. Denn darum wird es wohl in erster Linie gehen. Letzte Woche hatte es ja den Gesprächstisch gegeben, wo genau das Thema war.

Damit wäre der Vormittag ausgefüllt. Ich werde vor dem Frühstück noch mit Minis Klinik telefonieren und ein Rückrufwunsch für die Ärztin hinterlassen.

Das gestrige Telefonat mit Mini hat mir jetzt nicht wirklich gefallen. Sie war aufgebracht, benutzte wieder sehr viele Schimpfworte und Beleidigungen und behauptete, sie würde seit 2 Tagen ihre Medis nicht mehr nehmen … 🤨 …

Da sie das Telefonat von sich aus unterbrach, indem sie mich wegdrückte, rief ich nach dieser Aussage natürlich auf Station an. Bei solch Aussagen klingen sofort alle Alarmglocken!

Die Station hielt das zwar für abwegig, das sie ihre Medis nicht genommen hat, aber natürlich würde man das prüfen.

Für mich ist jetzt wichtig, was mit der anstehenden Beurlaubung wird. Immerhin hat Mini da ihre Termine beim Kieferorthopäden. Allerdings … Wenn sie wieder so „schräg“ drauf ist, wird es hier zu Hause ziemlich schwierig und in der Praxis erst recht … 🤔

Deswegen das richtig wichtige Arztgespräch. Letztlich entscheidet die Stationsärztin und ich vertrau ihr da auch. Sie hat in der Vergangenheit nicht nur ein gutes Händchen im Umgang mit Mini bewiesen, sondern kann sie auch schon recht in ihrer Stimmung einschätzen.

Ich lass mich überraschen, ob die Termine nun so stehen bleiben oder ich sie erneut verlegen muss … 🙄

Das Essen für heute ist auch schon fertig. Das hatte ich ja gestern schon gemacht. Eine Gemüsereis – Pfanne. Lecker aussehen und riechen tut es zumindest schon … 😁

Der Muskelkater ist heute nur noch ein leichtes ziehen, was das gehen sehr viel angenehmer macht. Mal sehen, wie es da dann mit der „Besserung“ aussieht … 😂😂😂

Ich gönn mir jetzt noch einen Snack und geh dann noch eine Runde schlafen … 😴

Tagebuch

Fazit des Tages 111/365

Mein Vermieter war, wie erwartet, aber nicht ausdrücklich abgesprochen, heute Vormittag bei mir.

Das Gespräch war kurz, produktiv und so, wie ich es mir dachte. Ich soll mir keine Gedanken machen und so zahlen, wie ich kann. Bisher wäre ich da ja immer so zuverlässig gewesen und einer seiner „Lieblingsmieter“ … 😁 …

(Es geht um den verursachten Schaden von Mini. Der Ersatz der Scheiben wird sich auf gut 800€ belaufen und die Versicherung zieht sich aus der Pflicht 🙄)

Außerdem, sagte er, solle ich erstmal wieder auf die Beine kommen. Er mache sich keine Gedanken um das Geld. Bisher hätte er ja immer sein Geld bekommen.

Gut, das Gespräch war gut und damit kann ich das Thema als „Erledigt“ abheften.

Um elf Uhr kam die Nachbarin und los gings. Bei der Post und dem Lotto – Laden teilten wir uns auf. Ja, es darf geraten werden, wer schneller war … 🙄 … Ich definitiv nicht … 😕

Der Einkauf beim Discounter endete für mich, mitten beim einpacken, weil uns eine Mitarbeiterin ansprach und uns dazu nötigen wollte, einen zweiten Wagen zu nehmen, weil jeder einen Wagen nehmen muss.

Ich versuchte ihr dann zu erklären, das ich a. beim Laufen beeinträchtigt bin und b. auch durch die Lunge eingeschränkt und c. meine Begleitung diejenige sei, die die Sachen holt, während ich mich am Wagen festhalte.

Nun, zuhören war jetzt nicht ihre Stärke und sie pochte und behaarte hartnäckig darauf, das wir jetzt sofort einen zweiten Wagen holen müssen.

Meine Nachbarin und ich guckten uns an, ich fragte, ob sie es auch ohne mich schafft, die Sachen zu holen. Sie studierte kurz den Zettel, nahm das Geld und flitzte los. Ich humpelte aus dem Laden und wartete auf sie.

Natürlich habe ich mich geärgert. Zumal an der Kasse drei Senioren standen, aber nur einen Wagen hatten! Zwei von ihnen hatten Stützen und die dritte schob das Wägelchen. Super! Die dürfen, ich nicht? … 🤔

Egal. Um 12 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Ich bin mittags fertig und brauch ein Schläfchen. Nach dem Essen, wohlgemerkt, sonst wird das nichts … 🙄 … Mit dem Essen, nicht mit dem Schlafen.

Der Muskelkater nervt und schmerzt, aber ich habe trotzdem meine Schritte gemacht. Von wegen „es wird einfacher“! Davon merke ich gerade gar nichts … 😂😂😂

Und ja, Ungeduld lässt grüßen … 😎

Gegessen habe ich heute 3x Mahlzeiten, streng nach Plan und Zeit. Anders geht es momentan nicht.

Luft und Sonne habe ich am Nachmittag auf dem Balkon getankt und nebenbei gelesen. Auch wenn ich mich dazu zwingen muss, die Nase ins Buch zu stecken … Es tut mir gut. Es entspannt mich.

Auch wenn das, was ich gerade lese, nicht wirklich anspruchsvoll ist. Manchmal muss es halt leicht verdauliche Unterhaltung sein.

Das aktuelle Buch

Für heute reicht es … Ich geh jetzt ins Bett … 😴

Tagebuch

Mittwoch 16/21 Tag 111/365

Bergfest … Mittwoch … 😁

Das ging irgendwie flott … 🤔 …

Heute Vormittag geht’s zum einkaufen und Post wegbringen. Dieses Mal fahre ich mit, der Kondition wegen. Und, so sehr ich ja das Einkaufen an sich ja verabscheue, es fehlt mir nach Sachen zu schauen, wie Sonderangebote oder reduzierte Ware. Klingt schräg, ist wohl auch etwas schräg, ist aber so … 😁

Das ist heute der aufregendenste Posten auf der Liste. Der Rest ist Routine. Für morgen habe ich ein neues Rezept liegen. Das werde ich allerdings schon heute vorbereiten.

Morgen bekomme ich nämlich Besuch von Minis Maßnahme – Betreuung und ich habe spontan zum Frühstück geladen, um das Gespräch auch etwas lockerer zu gestalten und … ☝ … Essen in Gesellschaft … 😉

So brauch ich morgen Mittag auch nicht mehr in der Küche stehen, sondern nur den Herd anstellen. Ich kenn mich nämlich. Wenn ich erstmal gut gefrühstückt habe, sinkt die Motivation, sich später noch etwas zu kochen … 🙄

Heute Nachmittag werde ich auch nochmal versuchen, ob es inzwischen möglich ist, Auto zu fahren. Ich will endlich wieder selbst bestimmen können, wann ich wohin fahre oder auch nicht. Ist doch Mist sowas, wenn man ständig auf andere angewiesen ist … 🙄

Von dem Versuch hängt auch ab, wer Mini zur nächsten Beurlaubung abholt. Sie muss nächste Woche ja 2 Tage hier sein, weil sie endlich die untere Spange bekommt. Geplant ist dafür, sie Sonntag zu holen und am Dienstag, nach Einsetzung der Spange, zurück zu bringen.

Schauen wir mal … Es bleibt also spannend.

Mal sehen, ob ich eventuell Freitag auch nochmal Besuch zur Unterhaltung bekomme. Das ist aber noch nicht sicher und das werde ich heute auch noch klären.

Und sonst? Habe ich Muskelkater in den Beinen … 😳🤦‍♀️ … Richtig heftig und unangenehm. Das hatte ich auch ewig nicht mehr … 😂😂😂

Ist für mich aber okay. Zeigt es mir doch, das ich nicht alles verkehrt gemacht habe, sondern etwas zuviel. Auch gut, da kann ich dran bleiben … 😁

Uhh … Ich hatte übrigens ein interessantes Gespräch mit meiner Nachbarin. Ich fragte sie nämlich, ob sie sich vorstellen könnte, ein oder zweimal wöchentlich bei mir im Haushalt zu helfen, wenn es mir nicht so gut geht. Natürlich nicht umsonst, das ist ja nicht meine Art … 😉

Sie kann, auch weil sie inzwischen weiß, das ich nichts ungewöhnliches erwarte. Aus eigener Putzerfahrung ist es das „Standard“ – Programm, Böden saugen, wischen, Bad und Küche reinigen, Staubwischen.

Mir geht es nur darum, das ich jemand zur Hand habe, wenn es mich wieder mal so runter zieht. Macht es mir auch einfacher, wenn ich mich dann nicht so quälen muss, sondern diese Sachen einem anderen aufs Auge drücken kann … 😉

Wenn ich fit bin, ist das ja kein Thema, da kann ich das wunderbar allein.

Wie man sieht, auch ich bin tatsächlich lernfähig und organisiere mir jetzt schon Hilfe, für den Fall, das.

Allerdings hoffe ich natürlich, das ich sie nicht so oft darum bitten muss … 😳

Und jetzt geht’s noch eine Runde kuscheln und schlafen … 😴