Tagebuch

Nachtrag Donnerstag 38/21

Na toll … 🙄

Die erste Nacht zu Hause und schlaflos … 🙄🤦‍♀️

Das kann ich ja mega gut gebrauchen … Nicht!

Also, was macht man dann? Genau, man schreibt dummes Zeug und schlägt damit etwas Zeit tot.

Im Kopf ist viel zu viel los. Das merkte auch der Psychiater. Er war sehr höflich und schnitt bestimmte Themen nur an, weil er an meiner Reaktion schon merkte, was „brennt“ und was absolut kein Thema ist. Suizid, z.B., danach muss er ja auch fragen.

Ich fand es ziemlich gut, das er zum Schluß des Gespräches meinte, das auch irgendwann mal Schluß damit sein sollte, das man alles mitnimmt.

Das brachte mich tatsächlich zum lächeln. Im stillen dachte ich nur, ja, das mag schön sein, aber du hast ja keine Ahnung, was bei mir so los war und vor allem, was gerade noch los ist.

Morgen ruf ich an und lass mir einen Termin für das Erstgespräch geben. Es ist ein Punkt erreicht, da muss nun konsequent gehandelt werden. Ich hab schon so viel an Lebensqualität verloren, weil mir die Panik und die damit verbundenen Ängste das Leben schwer machen.

Aber das ist ja auch nur eines der vielen Themen, die mich beschäftigen und umtreiben.

Wie gesagt, Montag kommt die Freundin vom Sohnemann und bleibt bis Ende Oktober. Der Junior kommt in den Ferien dazu und beide reisen dann zusammen ab.

Ich freu mich schon drauf. Nicht nur weil ich Hilfe bekomme und ich tatsächlich gedanklich schon einiges anstelle … 😁 … Nein, ich verrate noch nicht, was ich da alles geplant habe … 😂😂😂 … Ich sag nur soviel … Das Wohnzimmer wird umgestellt … 😎

Die Gesellschaft wird mir gut tun. Nicht nur emotional und mental. Auch Essenstechnisch wird es besser werden, weil schließlich jemand da ist, mit dem ich zusammen essen kann.

Auch körperlich wird mir der Besuch bestimmt gut tun. Ich habe so noch jemanden, den ich und der mich etwas antreiben kann. Mehr Übungen und mehr Schritte sind durchaus wünschenswert.

Der Arzt im Krankenhaus warf ein Wort in der Visite in den Raum, der mich tatsächlich sprachlos machte.

Lungentransplantation.

Wow … Was für ein Wort und vor allem … Was für eine Bedeutung dies Wort hat. Ich sollte das mit meinem Lungenfacharzt besprechen. Schließlich sei die Liste der Wartenden sehr lang …

Junge … Das war jetzt echt schlechtes Timing … 🙄🤦‍♀️

Ich hatte zuvor gesagt, das ich Panikattacken und Ängste habe und er haut mir so ein Brett an den Kopf … 🙄

Das habe ich dann erstmal unter der Rubrik „Jawoll, her damit, ich nehm alles!“ verbucht. Den Psychiater wird das bestimmt freuen … 😂😂😂 … Ich kann halt nicht „Nein“ sagen … 🙈

Und nein, wirklich lustig finde ich das nicht. Im Gegenteil. Auch das Koma fand ich nicht witzig, erst recht nicht, das ich nur mit Glück oder durch was auch immer noch am Leben bin.

Aber was soll ich machen? Heulen? In Schwermut versinken?

Nee, dem versuch ich gerade zu entgehen. Ich nehme das ernst und werde das sicher mit dem Facharzt besprechen. Aber ich werde mir dadurch nicht den Humor nehmen lassen, um damit fertig zu werden, bzw. damit umzugehen.

So, und jetzt versuch ich doch mal, die Augen zuzumachen und ein paar Stunden zu schlafen … 😴

Tagebuch

Donnerstag 38/21

Gestern spät war noch der Chef der Psychiatrie bei mir.

Ich bekomme jetzt was gegen meine Panikattacken, was mich gleichzeitig auch beruhigen soll. Und er hat mir einen Termin im Haus angeraten, um zu entscheiden, ob ich mich stationär oder ambulant behandeln lassen möchte.

Gut, darum werde ich mich dann auch kümmern.

Heute geht’s erstmal nach Hause. Ganz wohl fühle ich mich dabei nicht. Aber gut, ich werd’s schon gewuppt bekommen.

Erstmal schauen, was so ansteht.

Tagebuch

Mittwoch 38/21

Oh man … Der Psychiater war noch nicht hier. Obwohl er bestellt wurde … 🙄

Dafür war mein EKG unauffällig und auch der Puls hat sich wieder normalisiert. Samstag lag er bei Belastung bei 144 … 😱

Die Bronchien entspannen sich und ich gieme nicht mehr so stark nach Luft. Inzwischen schaffe ich auch wieder 2 Runden ohne Sauerstoff um die Station.

Mir wird auch nicht mehr schwummrig, wenn ich die Runde hinter mich gebracht habe, was mich freut und aufbaut.

Statt der Großen wird nun nächste Woche die Freundin vom Sohnemann kommen und mir helfen.

Die Große soll ihre Maßnahme vom Jobcenter endlich beginnen und wird nicht freigestellt. Ist zwar nicht so toll, aber ich habe ja auch nichts akutes oder lebensbedrohliches.

Am Wochenende möchte ich zu Hause sein. Also inhaliere ich fleißig, laufe langsam, aber stetig meine Meter und übe das richtige Husten, um mich nicht zu verausgaben und trotzdem alles raus zu bekommen.

Inhalieren soll ich zu Hause jetzt auch mindestens 3x täglich. Ich gebe zu, das hatte ich etwas vernachlässigt.

Gewichtstechnisch hatte ich tatsächlich wieder etwas abgenommen, aber nicht so schlimm. Mit der Ernährungsapp klappt es besser mit dem Essen, weil ich sehe, was mir jeder Bissen bringt. Und … ☝ … Ich habe einen Heidenspaß dabei, die Kalorien zu knacken und sogar zu überschreiten … 😁 … Ich sag nur ein Päckchen Toffifee … 😂😂😂 (Das waren in 10 Minuten 700 Kalorien!)

So langsam komm ich wieder raus aus dem Loch und ich denke, wenn der Psychiater mir auch etwas verschreibt, dann kann es erstmal aufwärts gehen.

Die Aussicht, nächste Woche nicht allein zu sein, beruhigt mich ungemein und trägt auch dazu bei, das ich mich entspanne.

So, und jetzt hol ich mir noch einen Kaffee und genieß den Nachmittag.

Tagebuch

Montag 38/21

Nach der Visite heute leicht positiv gestimmt … 😉

Keine Entzündungswerte im Körper, also kein Infekt, keine Lungenentzündung und auch kein Covid … 👍👌

Allerdings zuviel Sekret, das sich festgesetzt hat und sich nun dank hochdosierten Cortison und viel Inhalation löst

Allerdings macht es mir noch die Bewegung noch schwer, weil mir nach ein paar Metern die Luft eng wird …. 🙄

Aber immerhin sind es jetzt schon Meter, am Wochenende waren es Schritte und ich war fertig.

Ich bin hartnäckig und laufe trotzdem ohne O2. Zumindest übe ich das und ich merke, das es besser wird.

Meine 1800 Kalorien habe ich gestern und heute sogar überschritten … 😂😂😂

Mal sehen, ob es die Große organisiert bekommt, das sie mich noch eine Woche unterstützt. Wenn nicht, frage ich die Freundin vom Junior, ob die eine Woche kommt, um mir zu helfen.

Morgen frage ich den Arzt, ob er ein Konzil für mich organisieren kann. Wenn ich schon hier bin und die Fachleute im Haus habe, sollte ich das nutzen.

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Sonntag 37/21

Nur eine kurze Meldung.

Ich bin gestern wieder zur Beobachtung ins Krankenhaus gekommen.

Nein, kein Koma, lediglich zuviel Sekret in den Bronchien, die dann eng machen und momentan kann ich nicht richtig Husten … 🙄🤦‍♀️

Die Blutwerte sind gut. Keine Lungenentzündung und kein Covid, was noch besser ist.

Ich denke, spätestens Dienstag werde ich wieder zu Hause sein, weil ja akut nichts weiter vorliegt.

Ach man, ist doch alles Kacke … 🙄