Tagebuch

Mittwoch 49/20

Der sehr frühe Morgen beginnt vom Ereignis gestern Abend überschattet.

Nein, verärgert bin ich nicht mehr. Nur noch genervt. Ja, das trifft es ziemlich gut. Genervt und angefressen. Der Aufwand, für Handyersatz zu sorgen nervt gewaltig und ist mit einem Ausflug in die nahe Kreisstadt verbunden.

Aber was soll’s. Ich werde nicht drum herum kommen, da ich nun mal auf das Handy angewiesen bin. Es ersetzt mir so ziemlich alles, auch das Festnetzteĺefon. Von den anderen Annehmlichkeiten mal ganz abgesehen …

Das Kind, so ganz Klugscheißer, baute sich gestern noch hier auf und erzählte mir toternst, ich müsste mich doch nicht so aufregen. Es gäbe schließlich so etwas wie Garantie … ??? …

Nein, ich habe nicht losgebrüllt. Auch wenn die Verlockung riesig war. Statt dessen bat ich sie freundlich, ihren Mund zu halten und mich in Ruhe zu lassen.

Egal … Es wird auch nicht besser, wenn ich mich hier jetzt noch weiter darüber auslasse.

Dabei war der gestrige Tag eigentlich gar nicht so übel. Wenn man mal davon absieht, das ich gut 30 Minuten brauchte, um mit Minis Hilfe, das Auto zu enteisen, weil dort eine 2 mm Eisschicht drauf lag.

Und den Umstand außen vor läßt, das der Handwerker, der eigentlich sämtliche Stromzähler im Haus auswechseln sollte, seiner Arbeit nicht nachkam, weil er angeblich keinen antraf … 🤬

A. Der Handwerker war für 8 Uhr angekündigt. Um viertel vor neun verließ ich das Haus, klebte einen Zettel an die Haustür, das alles ausgesteckt sei, ich aber auch in 20 Minuten wieder da sei und ließ diese offen.

B. Als ich wieder zu Hause war, steckte die Karte im Kasten, das er keinen angetroffen hätte und gefahren sei und ich solle einen neuen Termin absprechen. … 🤬 …

C. Ich mich da schon fragte, wie blöd und dämlich man eigentlich sein muss …

Na ja, einen Termin kann ich nicht absprechen, das macht der Versorger, weil es um insgesamt 4 Zähler geht, die getauscht werden sollen. 3 Parteien müssen dafür sämtliche Geräte vom Netz trennen … Ist ja auch kein Aufwand … 🤦🏼‍♀️

Lediglich der Termin bei Psychotherapeutin war erfreulich. Einen Teil von Minis Biografie haben wir aufgearbeitet, da wird aber noch ein weiterer Termin folgen. Sie kann sich gut vorstellen, mit Mini zu arbeiten und das beruhigt mich. Donnerstag geht Mini zu ihrem ersten Einzeltermin und ich hoffe, Minis Begeisterung hält weiterhin an.

So … Und jetzt brauch ich noch einen Kaffee, bevor ich mich nochmal ins Schlummerland begebe … ☕

Tagebuch

Sowas braucht kein Mensch …

… 🤬 …

Ich schwanke gerade zwischen Frust, Wut, Ärger, Verzweiflung und Fassungslosigkeit.

Das Kind hat es geschafft, das Handy zu schrotten.

Nein, nicht nur so ein bißchen. Nein, auch nicht nur angekratzt oder angedetscht …

Nö. Wenn sie was richtig macht, dann aber wirklich richtig … 🤦🏼‍♀️

Das Handy ist komplett tot, macht gar nichts mehr. Noch nicht mal mehr „Piep“ …

Yeah … Begeisterung sieht anders aus, vor allem wenn man feststellt, das das Ersatzgerät inzwischen auch Akkutechnisch den Geist aufgegeben hat. Danke … Das habe ich auch noch gebraucht. Nicht!

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Dienstag 49/20

Echt jetzt?! Fast 7 Stunden Schlaf? Wie ein Stein? Ohne Unterbrechung?

Mhh … Ich war anscheinend total erledigt, gestern … 😅

Meine Beine sind lahm, es zwickt im Rücken und meine Arme fühlen sich bleischwer an. *Autsch*

Aber aufgeben ist nicht … 😁 … Ich werd dem inneren Schweinehund nicht auch noch Recht geben, der gestern feixend neben mir saß und darüber lachte, das ich so fix und alle war.

Draußen liegt etwas, das man Schnee nennen könnte. Ein knapper Zentimeter liegt da oder etwas mehr. Es reicht zumindest aus, eine helle Schicht zu bilden.

Ich muss tatsächlich grinsen. Erinnerungen an die Reha in Bad Reichenhall kommen hoch. Da hatte ich wirklich Schnee. So viel Schnee, das er mir aus den Ohren rauskam … 😂😂😂

Und ja, es ist schon schön, wenn Schnee liegt. Es gibt schon schöne Bilder, wenn die Laternen an sind, der Schnee sich türmt oder dicke Flocken fallen und das knirschen unter den Schuhen, wenn man draußen unterwegs ist. Das hat schon was … 😊

By the way … Eine Reha steht auch wieder auf der Liste. Ob ich die allerdings einreiche, so lange Mini noch hier ist oder warte, bis sie in einer Wohngruppe ist, steht noch nicht fest. Ich bin noch etwas von der Wartezeit der letzten Reha traumatisiert … 😂😂😂

Da hatte ich, mit allem Drum und Dran, ein Jahr auf den Termin gewartet! … 🤦🏼‍♀️ … Und hatte dann ja das Glück, im Winter anreisen zu müssen, obwohl mir der Sommer echt lieber gewesen wäre … 🙄

Na ja, schauen wir mal. Erstmal stehen noch andere Sachen an. Ich arbeite auf den Termin in Heidelberg hin, der wohl auch im Frühjahr statt finden wird. Das nächste ist der weitere Antrag auf Erwerbsminderungsrente (der Rententräger meinte ja, mein Zustand verspricht Besserung … 🤨). Und dann ist da noch die Suche nach der Wohngruppe …

Aber das ist Zukunftsmusik. Heute, aktuell, geht Mini das erste Mal wieder in die Einrichtung zur Betreuung. Während sie dort dann ihren Spaß hat, habe ich einen Termin mit der Psychotherapeutin, um Minis Biografie durchzusprechen und in Ruhe gewisse Punkte, Themen festzulegen, auf denen der Fokus liegen sollte.

Heute Abend telefoniere ich wieder mit der Großen und mit Minimi … 😍 … Ich finde es immer erstaunlich, wie die Kleine reagiert, wenn sie mich sieht. Strahlelächeln, winken und Kopf schief legen … Das ist ihr Zeichen für mich … 😂😂😂

Ich freu mich, sie Freitag wieder in echt zu sehen. Sie ist so eine Zuckermaus und hat so verdammt viel von der Großen, als diese so jung war, das es fast unheimlich ist.

Jetzt noch einen Kaffee und eine Kuschelstunde mit dem Schmusekater, bevor es richtig losgeht … ☕

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Update Monag 49/20

Aua … das trifft den derzeitigen Zustand sehr genau … 🙄

Was ich gemacht habe? Sport …

Aua … Jetzt fühl ich mich gerade er – und zerschlagen, überall zwickt und zwackt es und die super Atemgymnastik beschert mir gerade Hustenabfälle, die den Dreck herausbefördern.

Bäh … Wer hätte das gedacht? Ich will nur noch meine Ruhe. Und Kaffee … Nee, lieber einen Energy. Und ich will das nicht. Also dieses Gefühl so völlig im Eimer zu sein …

Mein Trainingsplan ist minimalistisch. Ich werde mit ganz wenig anfangen (Ja, die 1 kg Hanteln haben tatsächlich ihre Bedeutung und ihren Sinn 🤦🏼‍♀️), in erster Linie geht es jetzt erstmal darum, mich wieder in Bewegung zu bringen.

Und damit der Spaß nicht verloren geht … Neben dem netten Programm, dem Trainingsplan, darf ich täglich Protokoll führen, was ich wann wie lange und oft gemacht habe … 🙄

Aber selbst das ist mir momentan sowas von egal … Ich bin viel zu kaputt, um mich aufzuregen.

Ich bleibe jetzt so liegen, bis zum St. Nimmerleinstag. Knirsche mit den Zähnen, heule leise ins Kissen und versuche nicht zu jammern …

Eins weiß ich aber schon jetzt … Der Sporttherapeut und ich werden NIEMALS beste Freunde!

Tagebuch

Montag 49/20

Das wird eine ziemlich volle Woche, die da vor mir liegt. Jeden Tag steht etwas anderes an und gipfelt mit der Fahrt in den Norden am Freitag in ihrem Höhepunkt.

Ich freu mich schon drauf. Dieses ständige nur wenig zu tun haben, kann einem schon den Nerv rauben. Es macht so träge und läßt einen echt faul werden. Also, zumindest mir geht es so … 😁

Deswegen ja auch der neue Nebenjob, den ich gerade suche. In meiner Nähe, mit weniger Fahrzeit und mit neuen Aufgaben und Herausforderungen.

2 Termine mit der Psychotherapeutin stehen an, gerade auf den am Donnerstag bin ich schon gespannt. Minis erster Einzeltermin.

Die Betreuung läuft diese Woche auch endlich wieder wie gewohnt, weil beide Betreuungskräfte wieder im Einsatz sind. Noch vor Weihnachten wird es noch ein Gespräch geben, um die Maßnahme zu optimieren und erneut an die Bedürfnisse von Mini anzupassen.

Der Besuch im Norden wird auch „arbeitsreich“. Der Weihnachtsbesuch will durchgesprochen werden und geplant. In erster Linie wird es darum gehen, was die Große alles mitbringt und was ich hier vor Ort für den Besuch einkaufen muss. Zudem ist ja Schwiegersohn in Spe etwas „eigen“ was sein Essen angeht und damit der Arme hier dann nicht hungern muss … 🙄🤦🏼‍♀️

Und sonst so? Alles ruhig und friedlich … 😁