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Samstag 16/20

Gleiches Spiel, wie den Tag zuvor, hellwach, mit Kaffee versorgt und in Schmusebegleitung auf dem Sofa … 🙂

Was soll ich mich darüber aufregen? Dieses Mal bin ich selber Schuld, so früh wach zu sein. Wenn man auf dem Sofa einschläft, passiert das eben … 🙄 …

Nun gut, nutz ich die Zeit, um etwas „aufzuräumen“. Ein Rückblick und Zusammenfassung, was sich gerade in den letzten 12 Monaten getan hat. Das, was man äußerlich sehen kann und das, was so im „Inneren“ passiert ist. Dafür nehme ich mir auch das Recht heraus, unsortiert und unstrukturiert zu schreiben. Gerade so, wie mir gerade die Gedanken kommen.

Es gibt einen Satz, der ist nicht nur hängengeblieben, sondern drückt diese Bewegung, Veränderung sehr exakt aus. „Die Welt hat sich weiter gedreht.“ … Wer wissen will, woher dieses Buchzitat stammt, soll bitte Tante Google fragen.

Gerade die letzten 12 Monate hatten es in sich. So im Rückblick haben die mir sehr viel abverlangt, zu viel, wie die Panikattacke gezeigt hat. Allerdings haben die mich auch nochmal geschliffen und „abgeschält“, so das einiges an Knoten und Blockaden gelöst wurden.

Was also ist passiert? Ich lebe nicht mehr allein, sondern habe die Mini hier, mit der ich nun alles teile.

Ich bin von einem Arbeitnehmer zu einem Rentner geworden. Habe Abschied von einem Job genommen, mit dem mich emotional mehr verband, als nur der Spaß an der Tätigkeit.

Ich bin Oma geworden, zu früh für meinen Geschmack, dennoch froh und glücklich, Minimi hier zu wissen.

Familie war ein gewichtiges Thema. Der Junior, der plötzlich damit zurecht kommen mußte, das er nicht bei mir wohnen kann, weil Mini diesen Platz einnahm. Der lange Weg bis jetzt zum Einzug in die Wohngruppe.

Mini selber, die sich hier einfinden mußte. Die schwierige Zeit, bis die ersten Maßnahmen angelaufen waren. Erste Strukturen, die zu neuen Fragen, Herausforderungen und auch Schwierigkeiten führten.

Der Ex, der erfreulicherweise offiziell keine Steine in den Weg rollte, dafür aber auf der menschlichen Seite versagte und das mehr als nur einmal. Nein, das ist eigentlich nicht mein Problem, würden mich nicht auch die Konsequenzen dieses Verhaltens über die Kinder erreichen. Allerdings habe ich auch hier jetzt einen guten Weg gefunden, damit umzugehen.

Die Wohnung ist renoviert und umgeräumt. Es gibt neue Möbel und es wurde aussortiert, aufgeräumt und wie wild geputzt und Ordnung geschafft. Sie ist nun für mich und Mini ausgelegt. Auch wenn das Projekt noch nicht endgültig abgeschlossen ist. (Ich plane tatsächlich weitere Veränderungen, dazu aber wann anders mehr!)

Ich habe mir ein neues Auto gekauft. Habe mit der Weggabe des Astras, der heißgeliebten Knutschkugel, ein wichtiges Stück Halt, Sicherheit und Geschichte weggeben.

Ich habe mir wichtige Beziehungen vertieft und zum Teil reaktiviert. Andere hingegen einschlafen lassen oder einfach abgebrochen.

Ich bin beinahe wieder in das alte, tiefe Loch gefallen. Anzeichen gab es genug und die Attacke war der deutliche „Rote Button“. Sogar ich habe das verstanden. Sich zu vernachlässigen und aus den Augen zu verlieren, führt in die Katastrophe.

Jetzt heißt es für mich, den Kurs zu ändern. Loslassen. Kleine Schritte. Verbindlichkeiten.

Ich glaub, ich schlummer noch ein wenig, um mir dann den Sonnenaufgang anzusehen … 😊

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Sonntag 04/20

Wach ist anders. Wie gut, das der Kaffee fertig ist. Und wie gut, das Sonntag ist … Ich werde später noch eine Runde schlummern. Mein Tribut an das ekelhafte Wetter.

Ich ahne es schon. Das wird heute so ein „ÜberAllesUndGarNichts“ – Nachdenk – Tag und da gibt es einiges. Für meinen Geschmack schon fast zu viel … 🤦🏼‍♀️

Die neue Woche will verplant werden. Was „muss“ erledigt werden und was „will“ ich diese Woche abschließen, zwei sehr unterschiedliche Dinge.

Meine wöchentliche Liste hilft dabei, mich selber etwas besser zu organisieren, nicht doch was zu vergessen und setzt den nötigen Antrieb die Dinge auch zu erledigen (es gibt immer auch ein oder zwei Punkte auf der Liste, die entweder lästig oder aufwendig sind 😁).

Da solche Listen gern ungeahnte Ausmaße annehmen und damit fast nicht zu schaffen sind, gibt es hier lediglich 10 Punkte zur Bearbeitung. So ist der Erfolg gesichert, ich kann mich gut dabei fühlen und auch die „Aufschieberitis“ hat sich fast vollständig verabschiedet … 😁

Und sonst so? Schwimme ich derzeit an der Oberfläche und vermeide Tiefgang. Da arbeitet es und solange ich noch nichts konkretes „fühle“, bleibe ich von ganz bestimmten Themen weg.

Ich bin mir sehr sicher, das ich den Zeitpunkt nicht verpasse, das eine oder andere Thema in Angriff zu nehmen und zu klären. Denn aussitzen oder „IchIgnoriereDichBisDuWegBist“ ist nicht meine Art … 😁

Jetzt hol ich mir einen Kaffee und rutsch mal langsam in den Tag … ☕

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Sonntag 50/2019

Das also soll „lange schlafen“ sein? … 🤔 … 🤦🏼‍♀️ … Sei es drum. Ich bin es inzwischen ja gewöhnt … 😉

Gestern sorgte der Zufall für eine Begebenheit, die wiederrum dafür sorgen wird, das tatsächlich über mich geredet wird … 🤦🏼‍♀️ … Der Nachbar unter mir klingelte bei uns und fragte, ob bei uns irrtürmlich Pakete für sie abgegeben wurden. Da Mini die Tür öffnete und ich auf dem Sofa saß, riß sie die Tür weit auf und so ließ sich nicht vermeiden, das das neue Möbel ins Auge fiel (Was bei der Größe auch schwer ist … 😂😂😂).

War dann auch seine fragende Feststellung, ob ich mir ein neues Sofa gegönnt hätte. Und bevor ich überhaupt etwas sagen konnte, rief Mini dazwischen, das wir nächste Woche auch noch ein neues Auto bekommen … 😂😂😂 …

Erst schaute er Mini an, dann mich. Mit großen, fragenden Augen. Na ja, sagte ich, nicht neu, eher gebraucht, aber um einiges jünger als der Alte. Es folgte das übliche, welche Marke und BlaBla und dann klagte er sein Leid über sein Auto und das Auto seiner Frau. Er ging zügig und ich saß weiter auf dem Sofa und grinste. Damit dürfte also die Gerüchteküche schon brodeln, bevor der eigentliche Auslöser überhaupt sichtbar vor der Tür steht … 🙄

Die Woche also ist Endspurt vor Weihnachten. Gefühlt kommt es mir nicht so vor. Weihnachten scheint noch ewig weit weg … 🤔 … Spätestens Freitag wird es ernst, wenn der Junior anreist.

Und sonst? … 🤔 … Steht noch einiges dieses Woche auf dem Plan. Der Weihnachtseinkauf will noch erledigt werden. Eine Kleinigkeit für Mini muss noch her, nachdem ich ihren Herzenswunsch dem Vater aufs Auge drückte. Es wird zwar nicht viel an der Beziehung ändern, aber durch die Wunscherfüllung wird sie sich weniger zurück gesetzt fühlen. Ich muss die Gutscheine für die Großen noch mitnehmen, die schon bereit liegen und zwischendrin noch arbeiten … 😅

Volles Programm also, aber heute wird erstmal in Ruhe der 3. Advent gefeiert … ☕

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Freitag 48/2019

Was für eine Woche. Ich bin geschafft, aber zufrieden. Der erste Advent klopft an die Tür und ich habe keinen Adventskranz. Ich will auch keinen. Hatte ich die Jahre zuvor auch nicht. Okay, die Jahre zuvor war ich in dieser Zeit auch immer alleine … 🤔

Es passiert gerade so vieles und ich lass mich gerne von dem Trubel mitnehmen. Richtig glücklich und zufrieden bin ich erst, wenn ich täglich meinen „Teil“ zum Ganzen beitragen kann. Es gefühlt drunter und drüber geht. Mittendrin, statt nur dabei.

Beruhigte es mich zu erfahren, das ich alle möglichen Dinge unter einen Hut bekomme. Joar, war schon ein gutes Gefühl … 😁

Aber … ich will es nicht mehr 7 Tage die Woche. Ich will nicht wieder so ausbrennen, wie schon einmal erlebt. Ist nämlich auch Mist, wenn man nur noch um all die anderen Dinge kreist und man selber irgendwo verloren geht.

Ich hörte die Tage eine Frau sagen, das sie 19 Jahre lang nur Hausfrau und Mutter war. Das sie es gerne war und sich nichts anderes hätte vorstellen können und auch gar nicht anders gewollt hätte. Okay, dachte ich und fragte, ob ihr das nicht zu Langweilig gewesen sei. Ihre Antwort war, nö, was sollte daran langweilig sein?

Das war der Moment wo zweierlei mit mir passierte. Zum einen wurde mir klar, das ich mit diesem Menschen keine weiteren Berührungspunkte habe und Kontakt auf „Guten Tag“ und „Guten Weg“ beschränkt bleibt.

Und zum anderen drängte sich mir die Frage auf, wie man allein mit der Rolle einer Mutter und Hausfrau zufrieden sein kann. Und wie anmaßend es von mir ist, dies in Frage zu stellen.

Allerdings ist das Thema für mich noch nicht vom Tisch. So völlig losgelöst von der persönlichen Seite, fragte ich mich, was den Unterschied ausmacht, zwischen den Frauen, die mit der herkömmlichen, traditionellen Rolle vollkommen zufrieden sind, und denen, denen das nicht reicht und weiter beruflich eingebunden sind oder anderweitig nach Verwirklichung streben.

Welchen Anteil trägt dabei die Gesellschaft oder gar die Frauenbewegung, die für Gleichstellung und Emanzipation die Flagge schwenkten?

Ich für mich weiß, wie es ist „nur“ Hausfrau und Mutter zu sein. Es war eine interessante Erfahrung, mir aber zu langweilig und nicht die Erfüllung meines Lebens. Es zog mich wieder raus, ins Leben und die Arbeit. Ich wollte mein Leben nicht damit verbringen, Windeln zu wechseln, Kuchen zu backen und die „Mutter von …“ zu sein.

Ich sehnte mich nach anderen Themen, fern dieser Kinder/Haushalt – Geschichte. Ich hatte das Gefühl zu Hause zu verblöden.

Zudem komme ich aus einem Elternhaus, da legte man Wert auf Selbständigkeit. Schule, Ausbildung, Führerschein. Alles Dinge, auf die meine Eltern drängten. Mein Vater selbst brachte mir diverse Dinge bei, „männliche“ Sachen und sagte mir nur, das sollte man auch allein können.

War das der Grundstein dafür, das ich jetzt, heute, zu den Frauen gehöre, die nicht auf einen Mann als „Versorger“ oder „Kümmerer“ angewiesen sind?

Ich weiß es nicht, aber ich habe ja auch noch genug Zeit, darüber nachzudenken … 😁

Wie seht ihr das? Warum ist es für die einen völlig unverständlich, das man „nur“ Hausfrau und Mutter ist, während andere es als Sinn und Bestimmung ansehen? Und warum sind es eigentluch nur Frauen, die zu Hause bleiben? Gibt es vielleicht auch Männer, die mit dieser Rolle als „nur“ Vater und Hausmann glücklich wären?

Oder scheitert dieser Gedanke und Umsetzung an der Gesellschaft? Der Vorstellung daran, wie es sein muss? Wie lange dauert es, bis sich das, was bisher ungewöhnlich und komisch war, zur Normalität in der Gesellschaft wandelt? (So wie Tattoos. Die waren „früher“ verpönt und wurden den Ausgestoßenen der Gesellschaft zugeordnet. Heute? Da ist es eher ungewöhnlich, kein Tattoo zu haben.)

Was ist es letztlich, was darüber entscheidet, ob man mit dem „nur“ zufrieden ist oder weiterhin nach anderen Dingen strebt?