Tagebuch

August …

Heute hat meine Oma Geburtstag. Ich bin gespannt, wie es ihr geht. Die Jüngste mit weit über 80 ist sie ja auch nicht mehr und dazu noch die Hitze. Das werde ich später hören, wenn ich sie anrufe. Ich mache mir manchmal Gedanken. Sie nimmt inzwischen die 90 ins Visier, was in ihrer Familie völlig normal ist. Ihre Mutter, meine Ur-Oma wurde 95. Und allein wohnt sie ja auch nicht, mein Onkel wohnt unten im Haus. Dennoch … Sie ist halt die einzigste, die mir von meiner Familie geblieben ist. Ja, es gibt noch Onkel und Tanten, einen Haufen Cousinen und Cousins und auch schon deren Nachwuchs, aber zu denen ist der Kontakt eher spärlich.

Dann steht auch noch Juniors Geburtstag ins Haus, am 22. Er wird auch schon 14 … 😱 … Der Junior hat schon entschieden, das er seinen Geburtstag hier feiern will. Auch sein Geschenk soll hier bleiben. Das war auch das, was mich stutzig gemacht hatte. Er wünscht sich eine Soundbar und eigentlich bin ich davon ausgegangen, er würde es mit in die Gruppe nehmen, um dort wie ein cooler Macker damit anzugeben … 😂😂😂 …. Aber nö. Klare Aussage. Das Geschenk bleibt bei dir, Mama. Okay …

Der Termin zum HPG für ihn steht noch nicht fest. Darum kümmert sich gerade die Gruppe. Es soll, wenn möglich auch noch im August statt finden. Kern des Gespräches wird es werden, ob a. die Gruppe jetzt noch das richtige ist oder er eine andere Einrichtung benötigt, die mehr seinen Bedürfnissen entspricht und b. die Rückführung.

Ersteres hat auch was mit dem zweiten zu tun. Der Junior hat enorme Fortschritte gemacht, ja. Dennoch, es gibt noch Dinge, da benötigt er Hilfe. Konfliktbewältigung, zum Beispiel. Aber auch beim Ausdrücken von Bedürfnissen.  Die Rückführung ist lediglich ein organisatorischer Prozess, der auf ein Jahr minimum ausgelegt ist.

Und dann ist da noch Mini. Sie wird nun auf das neue Medikament eingestellt und es gestaltet sich alles andere als einfach. Nächste Woche werde ich mal mit der neuen Sachbearbeiterin von Mini telefonieren, um den Stand der Dinge in Erfahrung zu bringen. Die Suche nach einer neuen Einrichtung wird nicht einfach, das hat die Vergangenheit ja schon mehrfach bewiesen. Zumal es dieses Mal um eine ganz besondere Form der Einrichtung geht. Ich warte auf Informationen vom Jugendamt hier aus der Region, die meine Anfrage diesbezüglich auch schon weiter gegeben haben.

In ihrem Fall zwinge ich mich, ruhig zu bleiben und zu „vertrauen“. Darauf, das sich alles fügen wird. Was, zugegeben, überhaupt nicht einfach ist.

 

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