Tagebuch

Ich – Zeit 22/2019

Was will man eigentlich mehr. Das Wetter verzaubert mit grandiosen Farben am Abend, auch wenn es zu kalt für mich ist, kurzärmelig unterwegs zu sein. Letztes Jahr war es bedeutend wärmer … Und ja, man darf mich gerne steinigen und losmeckern, aber ich fand den Sommer letztes Jahr fantastisch! Ich habe nicht gefroren und auch ich war mal in sommerlichen Sachen unterwegs.

Egal, heute Abend gibt es schließlich Fußball … 😁 … Nebenbei frage ich mich, ob es das je schon mal gab, englisches Derby im Finale … 🤔 … Auch egal. Ich genieße es trotzdem und vermisse ein wenig den Junior. Mit dem hätte ich es heute zusammen gucken und mir auch die Chips teilen können. Aber ist halt nicht …

Bin ich heute etwas sentimental? Wahrscheinlich … 🤔 … Frage ich mich, was gerade in den letzten 12 Monaten, so alles passiert ist? Und wie … Viele Kleinigkeiten tauchen auf. Glück, Freude, Kummer, Sorge, Erleichterung. Noch viel mehr unausgesprochenes taucht auf. Dinge, die man nicht sagte, weil man weiteren Ärger vermeiden wollte. Die Situation nicht verschärfen. Anderes sagte man nicht, weil man niemanden belasten, behelligen wollte. Wieder anders blieb ungesagt, weil es einem selbst sinnlos erschien, auch wenn es vielleicht wichtig gewesen wäre.

Momente, bei denen man sich fragte, warum? Warum jetzt? Warum muss das jetzt auch noch dazu kommen? Das häufige Gefühl von „Häh?“ und dem, im falschen Film zu stecken. Im falschen Leben. Die Spielfigur in einem fremden Spiel zu sein.

Verdammt viel ertragen, tapfer weiter gemacht, auch wenn einem zum heulen war. Auch wenn es einem die Luft abschnürrte. Das Gefühl vorherrschte, den Boden unter den Füßen zu verlieren. Nagende Ungewißheit, die einen fast verrückt werden ließ.

Und statt zusammen zu brechen, war ich Tag für Tag da, wo man es von mir erwartete, zuverlässig, pflichtbewußt und meistens auch mit einem Lächeln. Alles gut, alles okay … Das Leben ist schön … Danke, mir geht es gut. Nein, ich brauche nichts.

Vielleicht sollte ich es einfach sein lassen.

2 Kommentare zu „Ich – Zeit 22/2019

  1. Das ist jetzt eine so weibliche Bilanz – dass man wieder weiss
    was die Welt zusammen hält.
    Fühl‘ dich umarmt von einem männlichen Teil-Weib.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s