Tagebuch

Sonntag 26/2019

Zwei der drei Kater haben mich aus dem Schlaf gerissen …🙄 … Weil sie fangen gespielt haben. Auf meinem Bett. Und ohne RĂŒcksicht darauf, das ICH da auch gelegen habe … 😠

Egal. Schreib ich halt ein wenig. Über dieses, jenes und das hier sowieso und lege mich spĂ€ter nochmal schlafen.

Diese Woche hat viel Gutes mit sich gebracht und ich habe mich ĂŒber jede einzelne Begebenheit richtig gefreut. Inzwischen kann ich das, ohne mich zeitgleich zu fragen, was dafĂŒr wieder schief gehen wird oder welche anderen Katastrophen ins Haus stehen. Das nenne ich einen wirklichen Fortschritt.

NatĂŒrlich wird es nicht so weiter gehen, das weiß wohl jeder so gut wie ich. Aber inzwischen lasse ich mir davon das „Heute“, das hier und jetzt nicht mehr kaputt machen.

Im ĂŒbrigen Fortschritt … Ich habe mich die letzten Jahre sehr verĂ€ndert. Zum positiven. Viele der VerĂ€nderungen waren mir lange gar nicht bewußt, sie kamen langsam und werden tatsĂ€chlich erst im RĂŒckblick offensichtlich.

Eine zeitlang hatte ich dabei das MĂ€dchen, die junge Frau vor Augen, die ich mal war. NatĂŒrlich war mir klar, das ich diese nicht wieder werden könnte, aber ich wollte bestimmte Dinge, FĂ€higkeiten wieder reaktivieren, die diese Person ausgemacht hatten.

Jetzt, heute kann ich sagen, ja. Ich bin nicht mehr verbittert, verhĂ€rmt und schon lange nicht mehr mit der Welt um mich herum im Krieg und Kampf. Gerade letzteres hat sich am lĂ€ngsten gehalten, gegen alles und jeden im stĂ€ndigen Kampf zu stehen. Selten ĂŒberkommt mich das auch heute noch, aber schnell kann ich das auch wieder sein lassen. Ich muss nicht kĂ€mpfen, ich muss mein „Recht“ nicht erstreiten oder erkĂ€mpfen. Was aber nicht heißt, das ich mir nicht das hole, was mir oder den meinen zusteht … 😎

Ich bin noch immer ein streitbarer Geist, aber einer, der sehr gut unterscheiden kann, wann es sich lohnt, in den „Kampf“ zu ziehen oder es einfach bleiben zu lassen.

Das ewige „Verlust – Thema“ bestimmt nicht mehr mein Leben. Ich halte keinen mehr auf, der nicht bei mir sein möchte. Ich achte drauf, mich nicht mehr zu verbiegen, damit mich andere mögen. Statt dessen bleibe ich freundlich, offen und … ☝ … Ziemliche Herausforderung! Statt abwehrend und ekelig zu sein, ĂŒbe ich konsequent „Nein“ zu sagen und behaupte meine Grenzen. Ich kann die nötige Balance halten, zwischen NĂ€he und Distanz, weil ich inzwischen sehr genau weiß, was zu viel oder was zu wenig ist.

Innere Ruhe ist kein Fremdwort mehr fĂŒr mich, auch wenn ich nie diesen absoluten Zustand erreichen werde. Es reicht, das ich fĂŒr mich den Weg gefunden habe, zur Ruhe zu kommen, wenn ich mal wieder das GefĂŒhl habe, mich zu verlieren.

Das GefĂŒhl, stĂ€ndig unter Strom zu stehen hat sich minimiert und auch der stark ausgeprĂ€gte Fluchtgedanke, wenn man mir zu nah kam oder die Situation zu eng und zu beschrĂ€nkend wurde, ist fast weg. NatĂŒrlich ĂŒberkommt mich dieser Fluchtgedanke noch manchmal, meist dann, wenn ich zu viel von anderen ĂŒbernommen habe und/oder das irrige GefĂŒhl habe, mich verletztlich gemacht zu haben.

Wenn ich das alles so betrachte, bin ich sehr zufrieden mit mir. Ich habe verdammt viel „gearbeitet“ und sehr viel „losgelassen“ und „abgelegt“.

So, und nachdem ich mich jetzt so gelobt habe, kann ich selig noch ein paar Stunden schlafen … 😁

13 Kommentare zu „Sonntag 26/2019

    1. Ob es die Lebensmitte ist, weiß ich nicht 😁 … Ich denke, jeder hat ein anderes Element, das letztlich fĂŒr VerĂ€nderungen sorgte. Bei mir war es letztlich der Umzug, der mich 400 km weit weg von der eigentlichen Heimat fĂŒhrte.
      Es ist ein gutes StĂŒck geschafft, aber noch lange nicht das Ende 😉
      Liebe GrĂŒĂŸe, Steffi

      GefÀllt 3 Personen

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